Italien bittet IT-Konzerne mit neuer Internetsteuer zur Kasse
Italien zieht beim Thema Steuervermeidung von IT-Konzernen weiter die Daumenschrauben an. Amazon hat bekanntlich ja bereits 100 Millionen Euro im Rahmen einer Einigung nachgezahlt. Damit die Besteuerung in Zukunft leichter klappt, hat Italien jetzt eine neue Internetsteuer beschlossen.
Die neue Steuer richtet sich an IT-Konzerne mit starker Präsenz in Italien, die durch Steuertricks bislang den dort üblichen Abgaben entgehen konnten. Im Fokus des neuen Gesetzes dürften dabei vor allem Amazon, Apple, Google, Microsoft und andere IT-Größen stehen. Die drei-prozentige Steuer soll ab 2019 für digitale Dienstleistungen zu entrichten sein. Die Praxis der IT-Konzerne, lokale Tochtergesellschaften praktisch ohne Gewinn zu betreiben, wenn diese vom Mutterkonzern digitale Dienstleistungen im großen Stil einkaufen oder dieser direkt aus dem Ausland die Kunden vor Ort bedient, soll dadurch ausgehebelt werden.
Dass die Steuer auf größere IT-Unternehmen abzielt, macht die geplante Befreiung bei wenig Umsatz deutlich. Erst ab 3.000 digitalen Transaktionen soll die Steuer greifen. Italien schätzt die Mehreinnahmen durch die Digitalsteuer auf rund 190 Millionen Euro für das Einführungsjahr 2019 und hat einen entsprechenden Posten bereits in seine Budgetplanung mit aufgenommen.
Auch die EU-Kommission sowie einige andere Mitgliedsstaaten wollen künftig stärker gegen Tricks zur Vermeidung von Steuern vorgehen. Mit einer sogenannten schwarzen Liste soll der Druck auf Steueroasen, die sich außerhalb der Europäischen Union befinden, erhöht werden.
Digitalprodukte im Fokus
Welche digitalen Dienste von der Steuer betroffen sein werden, steht bislang noch nicht fest. Online-Handel mit echten Waren soll davon nicht betroffen sein. Die neue Digitalsteuer hat eher "immaterielle digitale Produkte" wie Werbung, App-Downloads und gesponserte Links im Blick. Google, Facebook und Apple wären demnach besonders betroffen, aber auch Amazon mit seiner Business-Sparte im Bereich von Cloud-Hosting wird wohl künftig in Italien deutlich mehr Steuern zahlen müssen.Dass die Steuer auf größere IT-Unternehmen abzielt, macht die geplante Befreiung bei wenig Umsatz deutlich. Erst ab 3.000 digitalen Transaktionen soll die Steuer greifen. Italien schätzt die Mehreinnahmen durch die Digitalsteuer auf rund 190 Millionen Euro für das Einführungsjahr 2019 und hat einen entsprechenden Posten bereits in seine Budgetplanung mit aufgenommen.
Auch die EU-Kommission sowie einige andere Mitgliedsstaaten wollen künftig stärker gegen Tricks zur Vermeidung von Steuern vorgehen. Mit einer sogenannten schwarzen Liste soll der Druck auf Steueroasen, die sich außerhalb der Europäischen Union befinden, erhöht werden.
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Neagley: Prime Video zeigt den Teaser-Trailer zum Reacher-Ableger
- Reacher: Der Trailer zu Staffel 4 führt in eine blutige Verschwörung ein
- Blade Runner 2099: Amazon zeigt den Teaser-Trailer zur Miniserie
- Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht - Teaser zu Staffel 3 ist da
- Aiper Scuba V3: Reinigungs-Roboter für größere Pools im Test
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Nur diese Woche: Bis zu 50% Rabatt bei Media Markt und Saturn
- Xbox Game Pass: Neue Spiele im August 2026 - inkl. Day-1-Blockbuster
- Windows 11: Admins genervt und wütend über neue OneDrive-App
- SpaceX: Allererste Quartalszahlen überraschen - Aktie verliert 8 Prozent
- Datenflat ohne Limit: Echte Unlimited-Tarife jetzt schon ab 14,99 Euro
- Der Deal ist durch: Electronic Arts ist privat, gehört nun Saudi-Arabien
- Google Assistant eingestellt: Ab September übernimmt Gemini alles
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen