Wer wählt eigentlich wen?

In weniger als vier Wochen wird hierzulande gewählt. Aktuelle Umfragen zeigen, wo die Parteien in der Wählergunst stehen. Aber wie sieht die Wählerstruktur aus? Das DIW Berlin hat in einer Studie untersucht, wer eigentlich welche Partei wählt.

Demnach stammen Wähler von Union, SPD, FDP und Grünen eher aus dem Westen, die von Linke und AfD aus dem Osten Deutschlands. In größeren Städten wird eher "links" gewählt, also Linke und Grüne. Frauen wählen häufiger grün, Männer neigen eher zu FDP, Linke und vor allem zur AfD.

Wie die Grafik von Statista zeigt, sind die Wähler von SPD und CDU überdurchschnittlich alt, der Anteil an Rentnern und Pensionären ist hier am höchsten. Und auch sonst haben sich die Wählerschaften der beiden großen Parteien immer weiter angenähert. Bei der SPD kann von einer Arbeiterpartei lange nicht mehr die Rede sein: Ihr Anteil an der erwerbstätigen Wählerschaft sank von 44 Prozent im Jahr 2000 auf nur mehr 17 Prozent im Jahr 2016. Mittlerweile zieht die AfD die meisten Arbeiter und Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten an.

Die Parteipräferenz variiert außerdem mit der Höhe des Einkommens. So liegen Wähler von FDP, Grünen und CDU/CSU oberhalb des gesamten Medianeinkommens. Die SPD-Wählerschaft liegt etwa beim Median, AfD- und Linke-Anhänger darunter. Schlusslicht sind die Nichtwähler. Sie haben am wenigsten am Einkommenswachstum der vergangenen 15 Jahre profitiert.
Quelle: Statista
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Eine ganz klar rechte Partei als Arbeiterpartei zu bezeichnen ist pervers. das sind NAZIS und nichts anderes.
 
@Alfred J Kwack: Nun ja das war die NSDAP auch. Rechts und Arbeiterpartei.
 
@robs80: Du meinst damit: Geschichte wiederholt sich leider ?
Möge der Afd Kelch an uns vorbei gehen!
 
@DerTigga: Man sollte überlegen, dass die Unfähigkeit weniger Parteien diesen Kelch erst ins Leben gerufen hat. Ganz vorne dabei sind auch Linke und Grüne.
 
@andi1983: Der Kelch ist nicht dasselbe wie der Inhalt ? Oder meinst du, das sei ein essbarer Kelch ? Ich meinte nur das darin enthaltene (Gesellschafts)Gift.
 
@andi1983: Ganz vorne können die nicht dabei gewesen sein, weil die beiden noch die eine Bundesregierung angeführt haben. Das Hauptproblem dürfte da die SPD sein, der die beiden Parteien in Koalitionen zustimmen müssen.

Interessanterweise sind die meisten mit demselben Argument vor 10-15 Jahren zur Linken gewechselt (womit sie nicht unrecht haben). Aber das bedeutet, dass die AfD vermutlich auch ewig in der Opposition sitzenbleiben wird.
 
@andi1983: Welche Unfähigkeit? Ist diese nicht eher ein Hirngespinst von Leuten mit zu hohen Erwartungen? Und genau jene Leute rennen jetzt denen hinterher, die große Sprüche klopfen.
 
@iPeople: Grundsätzlich hat er aber auch nicht gesagt, das die Afd fähig wäre, das finde ich beruhigend bzw. sollte man als bei der Wahrheit geblieben sein einstufen.
 
@Alfred J Kwack: Doch stimmt für mich schon irgendwie, Partei FÜR Arbeiter. Ohne den "Arbeitern" jetzt insgesamt etwas unterstellen zu wollen, denke ich schon, dass der ein oder andere "Arbeiter" besonders empfänglich für die AfD Parolen ist. Die 34% überraschen mich nicht so besonders.
("Arbeiter"=damit sind wahrscheinlich Personen mit eher anspruchslosen manuellen oder service Tätigkeiten, im unteren Einkommensbereich, gemeint)
 
@Lastwebpage: Wenn es Menschen Schlecht geht, dann wählen Sie extrem. So kam es ja auch dazu, dass die NSDAP in der breiten bevölkerung einen hohen Zuspruch hatte. Diesen ging es damals schlecht, und diesen geht es heute wieder schlecht, dank Mindestlohn und Zeitarbeitsverträgen. Gerade letzteres ist in der aktuellen Anwendung Gift für die Gesellschaft, da keine zukunftsfähigen Konzepte bei heraus kommen. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer Größer und der Arbeiter hat substanzielle Existenzängste, da die Kündigung hinter jeder Ecke steht. Und das in einem Land mit eine rBoomenden Wirtschaft.
Deine Arbeiterdefinition ist überwiegend Richtig. Wenn man dann noch sieht das die AfD im Moment bei 10 Prozent steht, kann man abschätzen wieviel Zeitarbeiter usw wir in diesem Land beschäfftigen.
 
@robs80: "der Arbeiter hat substanzielle Existenzängste"

Das trifft aber eben nicht auf alle in ganz Deutschland zu. Ihr tut immer so als ob ganz Deutschland aus Niedriglöhnern oder Zeitarbeiter besteht.

"da die Kündigung hinter jeder Ecke steht"

Das ist noch nie anders gewesen! Auch ignoriert ihr den Grund weshalb Zeitarbeit so boomt. Es ist nicht der niedrigere Lohn. Oftmals haben Unternehmen keine Ersparnis. Es ist hauptsächlich die Möglichkeit, Personal zu beschäftigen wenn Arbeit da ist und eben zu entlassen wenn sie gerade fehlt. Es ist also das Umgehen des zu krassen Kündigungsschutzes, der oftmals auch dazu führt, dass Festanstellungen sehr zögerlich vergeben werden.
 
@daaaani: "Es ist hauptsächlich die Möglichkeit, Personal zu beschäftigen wenn Arbeit da ist und eben zu entlassen wenn sie gerade fehlt."
Sage dass doch mal bitte den Tausenden Arbeitern die in neu gegründete Zeitarbeitsfirmen geschoben wurden, damit die Unternehmen ihre Gewinne maximieren können mit deinen Argumenten. Die Unternehmen (insbesondere Großunternehmen) stoßen somit Ihre Aktienkurse Gesund.
Die substanziellen Existenzängste sind mittlerweile in der Gesellschaft angekommen. Eine Folge der Jahrelangen Lohndrückerei (Man vergleiche Wirtschaftswachstum und Reallohnentwicklung).
Wenn man einen gewissen Bildungsstand hat, dann ist man meistens fest angestellt bei Zeitarbeitsfirmen und wird nur Ausgeliehen usw. Aber je geringer der Bildungsstand, desto höher die 1-2 Jahresverträge. Es ist kein gutes Gefühl hoffenzu müssen das der Vertrag verlängert wird. Und ja 2 Jahres Arbeitsverträge sind gang und Gebe, auch im Öffentlichen Dienst und werden immer mit Kostenreduktion begründet. Für die Angestellten bleibt nur entweder 2 Jahre weiter Harz4 bis man die Aussicht auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat. Schöne Welt und vor allem mit Blick in die Zukunft spitze!
 
@robs80: Wieso tun solche wie du immer so als gäbe es keine andere Wahl? Oder als wäre es immer die gesamte Bevölkerung? Mal raus auf die Straße geschaut wer all die tueren Autos kauft die da rum fahren und immer größer werden? Oder 1000€ Smartphones. All die 500€ Kaffeevollautomaten?

Übrigens ich war vor Jahren auch jahrelang bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt. Und ich hatte nicht so wunderschöne Löhne wie die da, kraft Gesetzes, heute bekommen. Und ich habe mich auch nie darüber aufgeregt.
 
@daaaani: Du kannst die Leute mit den 1000€ Smartphones und dicken Fetten SUV mal gerne Fragen ob der denen gehört oder der Bank? 95% werden der Bank sagen. Wenn die Bank alles auf einmal wieder haben möchte, dann stehen diese Personen auch mit nichts da. 1000€ smartphone, gibt es ja fürn Apple und nen Ei mit einem Vertrag. Autos finanzieren oder leasen. Größe Egal, Hauptsache finanzierbar.
Andere Wahl wäre, sich in seinem Konsum einzuschränken. dann würde die Wirtschaft aber auch nicht brummen.

Zeitarbeit Hin oder Her, durch diese ist es möglich Ähnliche Arbeitsverträge nach dem Motto Friss oder Stirb zu gestalten. die Quittung dafür bekommen wir alle erst in 20-30 Jahren, wenn wir massive Altersarmut haben. Seit 1998 wird der Mittelstand in dieser Gesellschaft ausgebeutet. Einige können Ihr einkommen steigern und andere rutschen in schlechtere Verhältnisse. Im Moment ist letzteres am Wahrscheinlichsten. Und das sind Existenzängste. Jemand der wenig verdient hat diese Täglich und kann sich damit arrangieren, jemand der bisher gutes Geld verdient hat sieht das anders. Und ja die Zahl der letzteren Gruppe wird weiter steigen, wenn nicht endlich richtige Politik gemacht wird. z.B. Spitzensteuersatz. Vor 30 Jahren hat ein Einkommen ausgereicht um eine Familie zu ernähren. Heute klappt das nicht mehr. insbesondere bei 2 gering Verdienern muss der Staat noch dazu schießen, damit diese Personen leben können. und wer zahlt das? Wer ist Schuld? Zahlen tut das der Steuerzahler und Schuld ist der Mindestlohn.
 
@robs80: "die Quittung dafür bekommen wir alle erst in 20-30 Jahren"

Ja von dieser Zukunft höre ich viel! Gibt momentan viele Wahrsager!

"Im Moment ist letzteres am Wahrscheinlichsten"

Für dich oder für wem? Für alle? glaub ich nicht kannst es aber gerne belegen. Nicht dass ich das alles für gut heise.

"Und das sind Existenzängste. Jemand der wenig verdient hat diese Täglich und kann sich damit arrangieren, jemand der bisher gutes Geld verdient hat sieht das anders."

Nun diese Existensgründe hatte ich und habe ich noch. Weil man kann immer alles verlieren. Ich habe heute sogar vielmehr als damals, habe aber auch dadurch viel mehr zu verlieren. Ich muss nötige Vergrößerungen zurückstecken, da dafür noch nicht genug kapital da ist. Ich nehme keine Kredite auf. Diese Vergrößerungen sind aber notwendig um mehr Sicherheit zu schaffen und sie schafft auch Arbeitsplätze. Während meine angestellten, die besser als bei jeder Konkurrenz bezahlt werden und viel angenehmere Arbeitsbedingungen und eine höhere Sicherheit haben, das "schöne" Geld (Umsätze) sehen und glauben benachteiligt zu sein und dass wir uns das Geld schöne in die Tasche stecken. Den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn kennen die garnicht, und erklärt man es ihnen, bzw. versucht es, kriegt man schnell mit dass sie es gar nicht wollen. Die sehen zum teil was rein kommt, sehen was sie kriegen und sind dann der Meinung den Rest stecken wir uns in die Taschen. Von den ganzen abgaben und steuern und all das mal abgesehen, kapieren sie auch nicht, dass abgesehen von ihnen selbst noch andere angestellte gibt, oder das was dann noch übrig bleibt, für uns brutto ist, da wir Unternehmer ja selber für alle Sozialabgaben aufkommen müssen, bei viel größerem Risiko. Auch ist der Grund weshalb mehr kapital benötigt wird, das unberechenbare verhalten so einiger angestellte. Welche ich bereue fest angestellt zu haben. Da, die Moral nach dieser Anstellung extrem nachgelassen hatte. Der Grund für diese Festanstellung war übrigens die schlechte Verfügbarkeit von halbwegs gutem personal und aus angst man könne das verlieren, auch wenn es nicht optimal ist, was man hat.

Du siehst also, diese Ängste haben nicht nur eine Gruppe von so vielen in Deutschland. Ich frage mich überhaupt, wie ihr auf diesen Trichter der absoluten Sicherheit kommt?

Und, wer wie du meinst, so ziemlich alles auf Pump kauft, kann so viel Angst vor oder über die Zukunft nicht haben!!! Denn die Sicherheit, dass man das was man auf pump kauft, auch bezahlen kann muss ja da sein. Ansonsten ist es nämlich vorsätzlicher Betrug! Zumal, wenn man sich so kleinscheiss auf pump kauft, es ein eindeutiges Indiz ist, dass man über seine Verhältnisse lebt! Da braucht man auch nicht mit der Ausrede, von wegen Wirtschaft ankurbeln, zu kommen. Das sollte man dann denen überlassen die das tatsächlich können.
 
@daaaani: Welche Zukunft am Wahrscheinlichsten ist lässt sich ganz einfach errechnen, einfach schauen was ein Mindestlöhner oder Geringverdiener als Rente bekommt und dann sehen wie man davon Leben kann.
Als Unternehmer existenzängste zu haben, ja das kenne ich nur zu gut. Auch kenne ich den "verständnisvollen" Arbeitnehmer und mit verlaubt, ist es mir Egal was er über mich und mein Unternehmerisches Riskio denkt, solange er sein Geld Wert ist und seine Arbeit sich selbst + weitere finanzieren kann. Das es harte Zeiten gibt, ohne Zweifel, aber ich würde -alleine wenn man das Gefühl eines Zeitlich Befristeten Arbeitsvertrages kennt und die stetige Bittstellung um Verlängerung- keine Leiharbeit nehmen.
 
@robs80: "und mit verlaubt, ist es mir Egal was er über mich und mein Unternehmerisches Riskio denkt"

Und genau dieses Verhalten prangerst du doch an! Du widersprichst dir selber. Entweder es soll den Arbeitgeber egal oder eben nicht. Und klar ist es MIR nicht egal denn die Moral hat entschiedenen Einfluss auf "solange er sein Geld Wert ist". Und wenn man zum Schluss kommt, dass man viel zu viel Geld bei zu hohem Risiko zahlt, entstehen Nischen die eben Zeitarbeiter ausfüllen.

Das Wort "Bittstellung" ist falsch und nicht zutreffend. Es gehört mit dem Wort Hoffnung ersetzt, mit welchem der Satz eine andere Bedeutung erlangt. Der Arbeitgeber kann ja durch bitten nicht mehr Arbeit aus dem Hut zaubern. Die Verlängerung kommt von alleine, so lange die Bedingungen die zu dem Vertrag führten, nach wie vor erfüllt sind. Und das liegt am Markt.
 
@robs80: Ja vielleicht... nur so ganz überzeugt mich das nicht.
1) Die Linke spricht diese Themen ja noch intensiver an, vor dem Aufkommen der Diskussionen um "soziale Gerechtigkeit" ca. 10%, jetzt auch.
2) Storch, Gauland, Petry & Co, Arbeiter? Gut, zugeben, da tue ich mich auch bei der SPD schwer, aber zumindest vor Ort kenne ich zumindest ein paar SPD Arbeiter, selbst das ist bei der AfD Mangelware, da würde ich auch keinen als Arbeiter bezeichnen.
3) Du sprichst von Ängsten, die mag es geben. Es wäre aber hier vielleicht mal interessant zu wissen, wie hoch das AfD Potential bei den Leuten ist, die diese Ängste in negative Richtung überwunden haben. Denen also gekündigt worden ist, die Hartz 4 bekommen, zur Tafel gehen usw. Es würde mich nicht wundern, wenn es da einen deutlichen Unterschied im Wählerpotential für die AfD gibt.
 
Was hat die Ersteller der Grafik davon abgehalten vergleichbare Attribute unter jede Partei zu schreiben?
Bei der AfD tauchen keine Beamte auf, weil die Gruppe wohl Platz 3 auf der Liste war. Aber wie viel Prozent? Und wie viele Arbeiter wählen die CDU/CSU?
Dann kann man es auch sein lassen, wenn man sich durch die gesamte Studie wühlen muss.
 
Ist schon stark wertend die Grafik, eine neutrale Sicht der Dinge ist das nicht.
 
@kkp2321: Die ursprüngliche Quelle und somit die / dein Beschwerdestelle bzw. Ansprechpartner ist doch verlinkt ?
 
Ganz Ehrlich? Ich finde es saugut, daß ihr sowas bringt.


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