Infineon-Roboter löst Zauberwürfel in klar unter einer Sekunde

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Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon hat einen neuen Weltrekord in der Lösung eines Zauberwürfels aufgestellt. Das Unternehmen schaffte es mit seinem Roboter "Sub1 Reloaded" alle Farben in etwas mehr als einer halben Sekunde an den richtigen Platz zu bringen.
Sub1 ReloadedSub1 Reloaded
Mathematisch hat sich bei der Analyse und Lösung von Zauberwürfeln in der Zeit, seit es diese Objekte gibt, einiges getan. Vor sechs Jahren bewies der US-Informatiker Tomas Rokicki bereits, dass sich alle Stellungen der Farbkästchen in maximal 20 Zügen so sortieren lassen, dass die sechs Seiten des Würfels jeweils nur eine Farbe zeigen.

Das Problem beschränkt sich in der Praxis aber nicht nur darauf, den richtigen Lösungsweg möglichst schnell zu finden, sondern ihn auch umzusetzen. Der menschliche Bewegungsapparat ist in dieser Hinsicht relativ limitiert, trotzdem schaffte es der schnellste menschliche "Speedcuber" laut dem Guiness Buch der Rekorde einen Zauberwürfel in nur 4,9 Sekunden zu lösen.

Ohne Zeitlupe sieht man nichts

Infineons neuer Roboter kann das noch schneller. Auf der Branchenmesse Electronica schaffte es dieser, alle Farben binnen nur 637 Millisekunden an die richtige Stelle zu bringen. Damit der Mensch die Züge überhaupt sehen kann, bedarf es also schon einer ordentlichen Zeitlupen-Aufnahme.

Um das zu schaffen, haben die Ingenieure des Unternehmens nicht nur an den Algorithmen und der Elektronik gefeilt. Um keine wertvolle Zeit zu verlieren, wurde sogar der Schließmechanismus vor dem Kamera-Sensor entfernt, so dass das System direkt nach dem Drücken des Startknopfes loslegen konnte. Die aufgenommenen Bilder mussten dann analysiert und aus der Ausgangslage ein Lösungsweg berechnet werden. Anschließend galt es, die Mechanik mit Signalen zu versorgen, damit der eingespannte Zauberwürfel sortiert wird.

Gearbeitet wurde dabei mit einer Spezialanfertigung. Ein handelsüblicher Zauberwürfel hätte die Belastungen bei solch schnellen Drehungen vermutlich kaum verkraftet. Zum Einsatz kam außerdem ein Objekt, das an jeder Seite drei mal drei Farbfelder aufwies.
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Wow. Beindruckend
 
@wertzuiop123: Waaaahnsinn! Ich hab 1981 die Lösung des Spiegels "Schrei Hurra, Schmeiß 'ne Runde, auswendig gelernt und war der checker auf dem Schulhof mit glaub so um die 40 Sekunden.

http://www.spiegel.de/spiegel/a-258266.html

Hammer.
 
ich wünschte ich könnte einen rubics cube auch in 16 zügen lösen. ^^
 
Sieht mir nicht danach aus das Infineon mit der Hardware tatsächlich jede Würfel-Konstellation abarbeiten kann da die Mechanik immer fest mit dem Mittelsegment "verbunden" ist.

Irgendwie sieht das für mich nach Schummeln aus!
 
@Quertarion: Über das Mittelsegment kann man bei den Zauberwürfeln alle 9 Segmente drehen. Da das dann gleichzeitig auch immer 3 Segmente auf den 4 anderen Seiten bewegt, und die Arme an jeder Seite des Würfels befestigt wurden, sind somit alle Konstallation möglich. :)
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