Weniger Kinder, mehr Gliome:
US-Studie über Handystrahlen und Krebs

Handystrahlung und Krebs, das sind zwei Begriffe, die immer wieder im Zusammenhang genannt werden. Doch ob die Nutzung von Handys eine Krebserkrankung verursacht oder begünstigt, konnte bislang nicht umfassend bewiesen werden.
Es gibt für Befürworter und Kritiker gleichermaßen Studien, die die jeweils gewünschten Ergebnisse zu untermauern versuchen. Auch das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz gibt entsprechende Bewertungen heraus, hält die normale Nutzung nicht für schädlich und gibt zeitgleich Tipps für den Umgang mit dem Smartphone und mit Strahlung hochfrequenter elektromagnetischer Felder allgemein.

Untersucht wurden 900 und 1900 Mhz

Nun gibt es eine neue, großangelegte Studie des US National Toxicology Programs, kurz NTP. Das NTP ließ für die Studie im Auftrag der US-Regierung über mehrere Jahre an Ratten und Mäusen forschen, die täglich bis zu neun Stunden mit den gängigen Mobilfunk-Frequenzen 900 Mhz und 1900 Mhz bestrahlt wurden. Die Untersuchung gilt als einer der größten und umfangreichsten derart bislang.

Die jetzt veröffentlichte erste Zusammenfassung der Studie gibt für alle Schwarzmaler Entwarnung und unterstützt die Handy-Gegner zugleich. Denn die ersten Auswertungen zeigten, dass die Handystrahlung tatsächlich Effekte auf den Organismus hat. In den Tierversuchen zeigten vor allem die männlichen Versuchstiere ein erhöhtes Risiko für zwei Krebsarten, und zwar für Tumore am Herzen sowie für sogenannte Gliome im Gehirn.

Ein erhöhtes Risiko sei zwar messbar, allerdings nicht besorgniserregend, bestätigt einer der involvierten Wissenschaftler in einem Gespräch mit dem Wall Street Journal. Bei den weiblichen Versuchstieren gab es ebenfalls Auffälligkeiten. Verglichen mit der Kontrollgruppe wiesen sie eine niedrigere Geburtenrate auf.

Siehe auch: Mobilfunk-Strahlung: Große Studie zeigt kein Risiko

Das NTP arbeitet aktuell noch an der Auswertung der groß angelegten Studie. Die Ergebnisse werden aller Voraussicht nach erst 2017 vorliegen. Erst dann wird man wirklich alle Effekte nachlesen können, zudem wird noch eine Einstufung für die Gefährlichkeit für Menschen vorgenommen.
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