Musikindustrie greift YouTube an, erzählt aber nur die halbe Wahrheit

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Die Musikindustrie und YouTube sind definitiv keine Freunde und werden das wohl auch nicht so bald werden. Denn Plattenfirmen und Industrieverbände werfen der Google-Plattform schon lange vor, nicht genug gegen Piraterie zu unternehmen. In einem aktuellen Video greift man YouTube nun scharf an und das nicht ausschließlich fair.

Eine Branchenorganisation namens Content Creators Coalition (c3) hat dieser Tage eine Kampagne gegen Google bzw. YouTube gestartet, das hier zu sehende Video ist einer der Eckpfeiler davon. Im Wesentlichen geht es bei der Kampagne um den altbekannten des "Value Gap", also dem Vorwurf, dass YouTube pro Stream zu wenig bezahlt.

Ein weiterer Vorwurf ist, dass YouTube zu wenig gegen Piraterie bzw. illegale Uploads unternimmt. Das ist auch das Thema dieses Spots: Denn hier stellt die Content Creators Coalition die legendären Mac vs. PC-Werbung von Apple nach, in den Hauptrollen sind ein Künstler und YouTube zu sehen (via TorrentFreak).

Der Künstler beschwert sich bei YouTube darüber, dass seine Werke ständig neu hochgeladen werden und dass sich die von der Video-Plattform angebotenen DMCA-Takedowns als ineffektiv erweisen. Auf die Frage, was zu tun ist, wenn sich jemand weigert, rät YouTube, sich einen Anwalt zu nehmen.

Das sind durchaus Vorwürfe, die nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Aber: Es ist auch das interessant, was im Video nicht erwähnt wird, nämlich das Content-ID-Programm von YouTube. Denn damit verhindert Google, dass rund 98 Prozent der entfernten Inhalte ein zweites Mal bei YouTube hochgeladen werden - auch das ist ein "prominenter" Vorwurf des c3-Videos.

Die Content Creators Coalition will mit den Videos nicht unbedingt YouTube ins Gewissen reden, es geht vielmehr darum, die Öffentlichkeit und die Politik von ihrem Standpunkt zu überzeugen. Ob es allerdings eine schlaue Idee ist, sich legitime Stand- und Kritikpunkte durch das Weglassen von Fakten selbst zunichte zu machen, ist eine andere Frage.
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Ich sag nur, alternative Faken!
 
@Serubal: Wer einmal Lügt dem glaubt man halt nicht mehr.
 
@Serubal: was alternatives Faken?
 
Wenn ich nen Künstler wäre...würde ich persönlich alles im Eigenvertrieb machen..oder warum sollte ich nen Sesselfurzenden Manager mein Geld überlassen ? und die sich damit die Taschen füllen ? CDs kann ich auch selber in meinen "eigenen Tonstudio" aufnehmen und auf Rohling kopieren...dafür spar ich mir die ganze Kohle fürs Presswerk,PR,Tonstudio,Vertrieb usw...und wenn den Leuten meine Musik gefällt..dann können sie sich die CDs auf meinen Livekonzert oder über meine "eigene" Internetseite bestellen...und aus die Maus..

für was also braucht man noch die Musikindustrie ???
 
@Computerfreak-007: Ohne jetzt die Contentindustrie verteidigen zu wollen. Sie strecken dir die Kohle für die von dir genannten Sachen vor. Bezahlen auf ihren Risiko die Werbung. Haben entsprechende Connections und eine entsprechende Reichweite.
 
@Computerfreak-007: Bandcamp ist sehr beliebt, aber man muss von den Küstlern irgendwie ersteinmal hören via andere Artists o.ä.. In meinem Genre sind dies DJ Sets der häufigste Weg neue Artists zu finden.
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