12 Mio. Quadratmeter: Amazon wächst & besetzt große Teile Seattles

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Seit seiner Gründung verfolgt Amazon einen aggressiven Wachstumskurs. Dieser Hunger nach immer mehr Umsatz schlägt sich auch im Platzbedarf nieder. In der Konzern-Heimat Seattle wird das Unternehmen bis 2022 rund 12 Millionen Quadratmeter und damit 20 Prozent aller verfügbaren Büroflächen einnehmen.

Ein Riese braucht Platz

Rund um den Globus beschäftigt Amazon mittlerweile mehr als 245.000 Mitarbeiter und will unter anderem in Deutschland auch in nächster Zeit noch kräftig neues Personal dazugewinnen. Jetzt wurde bekannt, dass der Konzern alleine rund um seinen Stammsitz im Herzen von Seattle in den nächsten Jahren deutlich mehr Platz für seine Unternehmungen einnehmen will.

Wie Geekwire in seinem Bericht zu den heimatlichen Wachstumsambitionen von Amazon schreibt, besetzt das Unternehmen laut der Aussage des zuständigen Managers John Schoettler aktuell schon 34 Gebäude und insgesamt rund 8,5 Millionen Quadratmeter an Büros & Co. in Seattle. In den nächsten sechs Jahren sieht Schoettler eine deutliche Steigerung des Platzbedarfs und rechnet damit, dass man rund 4 Millionen weitere Quadratmeter Büroflächen beziehen wird.

Bis zum Jahr 2022 hätte Amazon damit weit über 12 Millionen Quadratmeter Bürofläche in seiner Heimstadt im Staat Washington besetzt. Über 20 Prozent der in Seattle verfügbaren Bürofläche wären dann alleine durch den Versandkonzern eingenommen - wie in den Fällen von Apple, Google und Microsoft wird damit auch Amazon natürlich einen immer größeren Einfluss auf die Entwicklung seines Stammstandorts nehmen.

Kein Ende in Sicht

Wie John Schoettler betont, hätte er sich nicht Träumen lassen, welch Entwicklung Amazon in dem von ihm verantworteten Bereich der Gebäude und Grundstücke in den letzten Jahren genommen hat. Zuletzt hatte der Konzern in Seattle 1,7 Millionen Quadratmeter in der Nähe von bisher genutzten Gebäuden gemietet, die den Bedarf eigentlich bis 2016 decken sollten. Wegen des "raketenhaften Anstiegs der Mitarbeiter" seien diese aber schon deutlich früher voll genutzt gewesen. Aktuell beschäftigt der Konzern alleine 30.000 Vollzeitkräfte rund um Seattle.

Alle großen IT-Konzerne machen in der letzten Zeit immer wieder mit ambitionierten Immobilienplänen auf sich aufmerksam. Microsoft hatte zuletzt den Umbau einiger der Gebäudes auf seinem traditionsträchtigen Campus gefeiert, Apple und Google arbeiten an Großprojekten in ihren Heimatorten. Es wird interessant sein zu sehen, wie Amazon seine Heimatstadt Seattle weiter prägen wird.
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"Bis zum Jahr 2022" alles spekulativ. icq war auch schnell weg vom fenster, netlog und co auch. netscape sowieso.
 
@freakedenough: Amazon hat, im Gegensatz zu vielen Dotcom-Unternehmen, aber ein eher klassisches Geschäftsmodell (Versandhandel) von dem man weiß, dass es funktioniert.
 
ein Ende ist in Sicht .............. wer soll das alles zahlen
 
@Kruemelmonster: Die paar Gebäude werden aus der Kaffeekasse bezahlt.
 
Und die haben nicht mal das Geld locker, um eine Universal Windows App für Windows 10 (Mobile) aufrecht zu erhalten? Tja, Sch.... Pfennigfuchserei.
 
@mmode7m8: Geld für einen toten store investieren? Da kann man es auch verbrennen. Amazon ist halt nicht dumm. Alles kosten vs nutzen Rechnung.
 
@Jas0nK: Toter Store? Dieser Store beliefert alle Windows 10 Geräte - PCs, Tablets, Laptops, Hololens, Xbox One, Xbox One S, Xbox One Scorpio - also von wegen tot! Auch die (nachrangigen) Windows-Smartphones, von denen weltweit immer noch einige Millionen im Einsatz sind!
 
@mmode7m8: Ja aber du kennst doch das tolle Feature von WP/M - Edge Browser auf und die Seite an Start Pinnen!
 
@mmode7m8: Aber ganz ehrlich, was bringen denn die PC-Marktanteile? Am PC machst Du einen Browser-Tab auf, wenn Du auf Amazon gehen willst.

Es gibt auch eine Facebook-UWP-App. Wer nutzt die auf dem PC?^^
 
@Jas0nK: Blöd nur das du daneben liegst (wie immer)
 
@mmode7m8: Wird kommen!
 
Es gibt keinen grenzenlosen Wachstum, wenn die Börsenunternehmen das auch gerne so hätten.
Zumal ein Umsatz nichts über den Ertrag aussagt, ein Unternehmen kann den Umsatz verdoppeln und trotzdem Pleite gehen.
 
@bebe1231: siehe https://www.youtube.com/watch?v=u07XONlDwX8
"Volker Pispers Kapitalismus Erklärung" die Aufreichnung ist wohl nicht HD, wie da behauptet wird, aber das tut nichts zur Sache, auf den Inhalt kommt es an.
Sich Volker Pispers' Satire anzusehen ist Bildungsfernsehen.
 
@bebe1231: momentan noch nicht. Das grenzenlose Wachstum wird kommen, sobald es für uns normal erscheint, andere Planeten zu bewohnen, dann ist nur das Weltall die Grenze selbst.
 
@AlexKeller: Dann werden wir zu den bösen Aliens die auf fremden Planeten die Rohstoffe absaugen. Kennt man in den Filmen ja immer anderst herum. :-)
 
Wenn sie dann auch entsprechend Steuern in Seattle bezahlen, ist doch alles gut.
 
@rallef: Steuern sollten da bezahlt werden, wo der Umsatz erwirtschaftet wird ;)
 
@Stratus-fan: Und wo wird der Umsatz genau erzielt? Da wo der Kunde bestellt, da wo der Server steht, da wo die Angestellten arbeiten, oder da wo der Briefkasten hängt?
 
@rallef: Wenn ich in Deutschland etwas bestelle, das aus einem Versandzentrum in Deutschland aus verschickt wird und an eine Adresse in DE geliefert wird... Dann wäre es schon angebracht das auch hier zu versteuern, oder?
 
@Stratus-fan: ...und vor allem mehr als 1,5%

Da würde meiner Meinung nach ein EU-weites Gesetz helfen, dass sagt: Egal, welche Tricks und Vergünstigungen greifen, die unterste Grenze an Kapitalertragssteuer liegt bei 20%. Diese wird fällig in dem Land, in dem innerhalb der EU am Meisten Wertschöpfung passiert.
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