Firefox: Neues Programm bietet Zugang zu experimentellen Features

Browser, Firefox, Mozilla, Entwicklung, Test Pilot Browser, Firefox, Mozilla, Entwicklung, Test Pilot
Das Entwickler-Team des Open Source-Browsers Firefox hat sich einen neuen neuen Weg überlegt, wie Nutzer bereits weit vor einer eventuellen Beta-Phase an Versuchen mit neuen Features beteiligt werden können. Das Ergebnis ist das neue Test Pilot-Programm, in dessen Rahmen selbst Funktionen ausprobiert werden können, bei denen noch nicht einmal feststeht, ob sie tatsächlich in einer finalen Version auftauchen werden.

Die Teilnehmer an dem neuen Programm können dabei experimentelle Features einzeln freischalten. Schon anhand dessen wollen die Entwickler erkennen, ob bei den Nutzern überhaupt Interesse an einer bestimmten Funktion besteht. Die dann folgenden Tests sollen helfen, die Funktion weiter zu optimieren und Fehler schon früh ausfindig zu machen. Sorgt ein Feature für zu heftige Probleme oder ist es für den Alltag des jeweiligen Anwenders dann doch nicht interessant, kann es einfach wieder abgeschaltet werden.

Firefox 42 BetaFirefox 42 BetaFirefox 42 BetaFirefox 42 BetaFirefox 42 BetaFirefox 42 Beta

Zum Start des neuen Programms stellt das Firefox-Team drei Funktionen zur Verfügung, die bereits getestet werden können. Eines ist der so genannte "Activity Stream". Hier wird beim Öffnen eines neuen Tabs eine Zusammenstellung aus den meistbesuchten Seiten und zuletzt geöffneten Inhalten angezeigt.

Testen lässt sich außerdem die neue "Universal Search". Hier wollen die Entwickler dem Nutzer noch bessere Zusammenstellungen von Suchergebnissen präsentieren, wenn er in der Adresszeile zu tippen beginnt. So werden bereits besuchte Seiten anders gefärbt. Besonders relevant erscheinende Inhalte bekommen außerdem mehr Raum zur Verfügung gestellt. Das dritte neue Feature ist das "Tab Center". Wird dieses geöffnet, erhält der User einen Überblick über alle geöffneten Tabs in einer vertikal verlaufenden Seitenleiste.

Das Test Pilot-Programm soll grundsätzlich allen interessierten Nutzern offen stehen. Aktuell ist es allerdings nur in der englischsprachigen Ausgabe des Browsers zugänglich, andere Fassungen sollen aber in Kürze folgen.

Download
Mozilla Firefox - Kostenloser Open-Source-Browser
Dieses Video empfehlen
Kommentieren4
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Bei diesen kurzen (gezeigten) Sprechpassagen hätte man doch den Text auch auswendig lernen können oder? Muss es immer jemand relativ Hübsches sein? Kann man da nicht evtl. auch einen Programmierer oder selbst eine Öffentlichkeitsperson von Mozilla hinstellen, die noch hinter dem Produkt stehen?

Fällt mir in letzter Zeit immer mehr auf (nicht nur bei Firefox). :(
 
Bestünde wirklich die Chance daß sie sich diese Features zukünftig verkneifen wenn ich ihnen ganz entspannt erkläre daß ich sowas nicht haben möchte? Das kann ich mir insbesonders bei Mozilla kaum vorstellen.
Aber ich wäre ja schon mehr als glücklich wenn sowas lediglich als Addon käme, was man dann getrost ignorieren könnte.
 
Das Video hat mich verwirrt - hat Firefox analog Chrome nun eine Adressbar/Suchleiste? Oder immer noch eine getrennte? In dem Video ist beides zu sehen.
Ich verstehe ja das es User da draußen geben mag, die solche "Features" nützlich finden. Ich bin da eher genau das Gegenteil. Ich möchte einen schnellen, einfachen Browser - ohne viel Ballast. Ich möchte Surfen, schnell zu meinem gesuchten Inhalt kommen. Wenn ich wirklich mal was brauche, z.B. ein Developer Tool, dann lade ich es mir per Addon herunter. Alles andere sollte der Browser Out of the Box nicht mit sich bringen.
Ich verstehe leider nicht, warum Browser-Hersteller ihre "Apps" bzw. gedachten "Features" als Apps/Erweiterungen heraus bringen. Vollständiges Anpassen dem Kunden überlassen.
Über neue Apps/Erweiterungen kann man ja bei einer "Update" Benachrichtigung drauf hinweißen und so den Fokus durch viele User erhaschen. So lässt sich auch gleich auswerten wer welche App/Erweiterung wirklich nutzt und ob es sich lohnt dergleichen weiter voran zutreiben.
So kommt einem der Browser mit viel zu viel Ballast ins Haus ... danke, aber nein.
 
@Rumpelzahn: Firefox hat schon seit vielen Jahren die Awesomebar, welche praktisch beides ist, zusätzlich dazu aber auch noch mal ein extra Suchfenster, dessen Sinn ich noch nie wirklich verstanden habe. Am sinnvollsten ist eigentlich schon immer Quicksearches via Keywords, aber das haben sie den Usern ja praktisch nie vermittelt.
Was sie jetzt vorhaben klingt verdächtig nach einer wie immer abgespeckten Version vom Peers Addon, genau wie die Sache mit den Tabs nach einer absolut unbrauchbaren Variante von Tree Style Tab aussieht.

Mozilla hat schon immer erfolgreiche Addons mehr schlecht als recht nachgemacht, hart implementiert und dabei noch die Originale behindert, wenn nicht sogar komplett unbrauchbar gemacht.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!