Windows 10: Datenübermittlung jetzt mit Transparenz - die keine ist

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Windows 10 steht seit jeher in der Kritik besonders geschwätzig zu sein. Und tatsächlich schickt das Betriebssystem fast schon pausenlos Datenpakete an Server von Microsoft. Die Redmonder sichern stets zu, dass es sich lediglich um harmlose Telemetrie-Daten handelt - und um dies zu unterfüttern, ermöglichen sie es seit dem neuesten Major-Update, das in der vergangenen Woche erschien, einen genaueren Blick in die Informationen zu werfen, die nach Redmond geschickt werden.

Allerdings muss das lokale Logging der entsprechenden Daten erst aktiviert werden. Standardmäßig ist es ausgeschaltet, da hier dann doch ein ziemlich großer Berg an Informationen zusammenkommen kann - bis zu 1 Gigabyte Speicherplatz wird durch die Aktivierung des Features verbraucht. Anschalten lässt sich das ganze im Unterpunkt "Diagnose und Feedback" in den Datenschutz-Einstellungen. "Diagnosedatenanzeige" heißt der fragliche Unterpunkt.

Transparenz kann vieles bedeuten

Um die mitgeloggten Daten auch anschauen zu können, ist es anschließend noch notwendig den "Diagnostic Data Viewer" aus dem Microsoft Store herunterzuladen. In diesem werden die Daten, die an Microsoft geschickt werden aufgeteilt und in einzelnen Logging-Events angezeigt. So lassen sich diese nacheinander aufrufen. Wie das dann aussieht, zeigen euch die Kollegen von Sempervideo.

Aus Sicht Microsofts stellt das eine ziemlich umfassende Transparenz dar - und die meisten Nutzer dürften einfach nur mit einem großen Fragezeichen in den Augen auf die dargestellten Daten blicken. Denn was man hier zu sehen bekommt, sind ziemlich kryptisch benannte Einzel-Events, in denen dann nicht weniger einfach zu verstehende Informationsblöcke zu sehen sind. Und die Datenmenge wächst schneller, als man die einzelnen Punkte auch nur ansatzweise sinnvoll anschauen kann. Schlau wird aus den Informationen ohnehin nur jemand, der ein tiefgreifendes Verständnis für die Windows-Architektur hat.

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Und deshalb bleibe ich auch bei Windows 7 ... ein Grund mehr dafür.
 
@XaverH: Windows 7 übermittelt allerdings genau so Daten.
 
@XaverH: Nur weil man es nicht sieht, heißt es nicht, dass es nicht passiert.
 
@XaverH: Wie wäre es mit Windows 2000 oder früher? Die quatschen nicht.
 
@Nibelungen: Dabei war das doch schon immer ein Thema...
 
@Nibelungen: Aja? Gerade bei Windows 2000 gab es damals großes Geschrei, weil das ja ständig und so umfangreich nach Hause telefoniert. :D
Die Leute haben sich darum extra Software Firewalls installiert, um Windows davon abzuhalten, ständig eine Verbindung zu Microsoft aufzubauen...
 
Und die Leute die sich jetzt darüber aufregen sind wahrscheinlich bei Gesichtsbuch registriert.
 
@ItMightBeDennis: Ich z.B. habe kein Facebook usw...
 
@ItMightBeDennis: Typischer Whataboutism: "aber die anderen machen es auch..."
 
Mal ehrlich, was habt ihr denn erwartet, wie die übertragenen Daten aussehen? Das sie aus euren heiklen Bildern und Passwörtern übersichtliche PDFs bauen, die dann an Nadella zur gierigen Durchsicht geschickt werden?

Die meisten "unbequemen" Passagen in den Datenschutzbedingungen von Windows dienen einfach nur dem Selbstschutz. Wenn du umfassende CrashReports, Leistungs und Diagnosedaten, MachineLearning Antivirensoftware, Vorschlagsverbesserungen der Touchtastatur, usw. zur Qualitätssteigerung einsetzten willst (was natürlich nicht allen gefallen muss und manches auch deaktivierbar), kann man nie garantieren, dass sich diese Daten auch bei bestem Wissen und Gewissen nicht mit privaten Informationen kreuzen. Passiert es ohne vorherige Zustimmung und einige Nutzer starten Sammelklagen, würde MS vermutlich ziemlich bluten.
 
Oh, soll MS jetzt auch noch die Daten schön aufhübschen?
Man wollte wissen was gesendet wird, jetzt weiß man es. Ich finde das absolut ausreichend.
 
@dudelsack: Und währenddessen funken Android-Geräte fleißig nach Hause, man hat keine Ahnung was da läuft und es lässt sich nur mit einer Firewall abschalten, selbst das entfernen des google-Accounts reicht dafür nicht.

Die MS-Telemetrie haben wir uns mal angesehen und dabei nix kritisches gefunden.
 
@dudelsack: Reicht auch. Es gibt genug Spezialisten ad draußen, die das nun unter die Lupe nehmen können.
Diese werden irgendwann melden, dass die Daten allesamt harmlos sind. Anschließend wird jemand darauf hinweisen, dass wir keinen Beweis haben, dass das alle Daten sind, die Windows sendet und die Situation ist weiterhin die gleiche.
 
@dudelsack: "Man wollte wissen was gesendet wird, jetzt weiß man es."

Nein, ich glaube, die meisten wollen es einfach nur ausschalten.
 
Also lesbaren Text in Tagebuchform, zusätzlich illustriert mit aussagekräftigen Screenshots, hätte ich da jetzt schon erwartet … ;-)
 
Verstehe nicht, warum hier jetzt einige Leute meinen, sich über die Kritik lustig machen zu müssen. Wenn ihr einen Vertrag unterschreiben sollt, dann erwartet ihr ja auch (völlig zu recht) verständliche Formulierungen, und keine kilometerlangen doppelt negierte Schachtelsatze, also etwas, das ohne Fachkenntnisse nachvollzieh- und beurteilbar ist.
 
@Vollbluthonk: Hier geht es aber nun mal um technische Daten in "Computersprache", die da übermittelt werden. Wie soll das System die denn bitteschön DAU-kompatibel (um es mal böse auszudrücken) darstellen? Es sollte in dieser Form völlig ausreichen, denn so können - und werden - Fachleute sich das ansehen, und glaub mir: Wenn die da was Anstößiges finden, werden sie es auch mit Sicherheit an die große Glocke hängen. Microsoft hat also seine Pflicht und Schuldigkeit getan.
 
@DON666: Das stimmt sicher so, aber letztlich ist es der DAU, der den Datentransfer abnicken soll. Und das kann er nun mal nicht ohne Faktengrundlage, abseits von Vertrauen auf Andere.
 
@Vollbluthonk: Du willst also, dass der DAU eine umfangreiche Hilfestellung bekommt, wo Schritt für Schritt erklärt wird, was die einzelnen Diagnosezeilen bedeutet? Wieviel 1000 Seiten soll dieses "Handbuch" denn haben? Wie "einfach" (mit oder ohne Vorkenntnisse) soll es denn erklärt werden? "Diagnosedaten richtig lesen für Dummies" ? Wenn Mr. DAU das technische Kauderwelsch nicht versteht und er große Angst um seine Privatsphäre hat, dann soll er es eben halt NICHT abnicken...
 
@Vollbluthonk: Für einen "DAU" kann man es nicht aufhübschen, dass dieser versteht, was da passiert. Da muss man schon ambitionierter Anwender sein, dass das Sinn macht. Und der Datenmenge wegen wäre sowieso eher ein Skript zum durchsuchen, gruppieren, filtern angebracht, wenn man was sinnvoll auswerten möchte.
 
@Vollbluthonk: Was haben "Diagnosedaten" mit "Verträgen" zu tun? Diagnosedaten stellst du (freiwillig) zur Verfügung oder auch nicht. Wenn du einen Vertrag unterschreibst, gehst du eine vertragliche Bindung ein. Da sollte der Vertrag natürlich schon für beide Vertragspartner verständlich sein. Beim Senden von Diagnosedaten gehst du KEINE vertragliche Bindung ein. Also hinkt dein Vergleich etwas...
 
@TheSven: Nichts. Aber danke für deinen Beitrag...
 
Einfach die Datenweitergabe an Microsoft mit einem Router unterbinden.
 
@Menschenhasser:
und jetzt lass uns nicht doof sterben...
wie machst du es denn? ...in dem Router?
 
@I.C.H.: In dem er den Zugang zur Adresse "*.microsoft.*" sperrt :D
 
@TheSven: Um sicher zu gehen, besser "*.*" sperren.
 
@crmsnrzl: Am besten gleich den ganzen Anschluss kündigen, da das Internet ja sowieso nur böse ist...
 
@TheSven: Eigentlich ja denn: Cloud, Zensur durch Firmen, Möglichkeiten ausgeweitertete Überwachung durch Staat den Firmen und Bürger, IoT (Extrem unsicher), Geräte immer abhängiger vom Internet damit diese funktionieren, manipulationen durch Verschwörungstheorethiker sowie Staaten und Staatstreuen Organisationen und deren Medien, Das beenden des freien austausches von Daten im Internet (Die eigentliche Idee des Internet: Freier Datenaustausch) durch die Medienmafia der Lobby sowie Staaten, Regionalisierung des Internet, Senden von Datensätzen an Firmen die man nicht unterbinden kann und vieles mehr.
 
@I.C.H.: Einfach die Adressen sperren. Ist doch ganz einfach.
 
@Menschenhasser:
tut mir leid, dies ist nicht möglich ohne gravierend internet zu beeinträchtigen....
da vieles hardcoded oder zufallsgeneriert ist und keine Firewall oder Router alle
adressen blocken kann da würde jede IPtable voll laufen.

du kannst aber natürlich eine whitelist pflegen aber ob es dann spass macht?
 
@Menschenhasser: Das ist albern. Was willst Du denn blocken? Domain microsoft.com? Was ist mit microsoft.de, microsoft.jp? Kennst Du alle Domains von Microsoft? Oder besser IP-Adressen blocken? IPv4 oder IPv6? Alle IP-Adressen, die Microsoft nutzt? Kennst Du die? Microsoft nutzt wie alle großen Firmen auch CDNs, willst Du die auch blocken? Weißt Du, ob P2P-Mechanismen genutzt werden (beim Download von Updates machen sie es)? Sorry, aber ich glaube Du solltest nochmal über Routing nachdenken...
 
@Nunk-Junge: Warum albern? Gehen wir mal weiter: Habe ich einen Desktop PC zuhause stehen gilt immer noch das Hausrecht. Das heisst ich selber bestimme was aus meinen Haus geht. Dazu zählen auch die Daten die meinen PC verlassen.

Vollgende Adressen kann man sperren:

choice.microsoft.com
Choice.microsoft.com.nstac.net
Df.telemetry.microsoft.com
Oca.telemetry.microsoft.com
Oca.telemetry.microsoft.com.nsatc.net
Redir.metaservices.microsoft.com
Reports.wes.df.telemetry.microsoft.com
Services.wes.df.telemetry.microsoft.com
Settings-sandbox.data.microsoft.com
Sqm.df.telemetry.microsoft.com
Sqm.telemetry.microsoft.com
Sqm.telemetry.microsoft.com.nsatc.net
Telecommand.telemetry.microsoft.com
Telecommand.telemetry.microsoft.com.nsatc.net
Telemetry.appex.bing.net
Telemetry.appex.bing.net:443
Telemetry.microsoft.com
Telemetry.urs.microsoft.com
Vortex-sandbox.data.microsoft.com
Vortex-win.data.microsoft.com
Vortex.data.microsoft.com
Watson.telemetry.microsoft.com
Watson.telemetry.microsoft.com.nsatc.net

Ausserdem kann man auch mit einer Fritzbox den Traffic analysieren und mit Tools anschauen und so auch adressen herausfinden.
 
@Menschenhasser:
sieh mein post oben.
MS geht vielmehr auf cloud anbieter die keine hinweis auf MS mehr haben und per SSL hast auch mit wireshark keine chance reinzuschnüffelt.
lass die finger davon, MS hat diesmal ganzen job gemacht.
 
@I.C.H.: Natührlich siehst du welche IP angesteuert wird desweiteren kann man überprüfen wen die IP/Adresse gehört falls man unsicher ist und nein MS hat keinen guten Dienst getan weil Daten gesendet werden.
 
@Menschenhasser: Hausrecht???? Lol, das soll wohl ein Witz sein, oder? Das passt so rein überhaupt gar nicht. Niedlich Deine Liste von Domains, leider völlig unzureichend. Nicht alle Rechner sind im DNS eingetragen und Deine Liste ist auch nicht annähernd vollständig. Siehe meine Fragen oben...
 
@Nunk-Junge: Stellen sie sich so an? Wer kann der kann und es ist gar nicht mal so schwer! Zur not einfach, wie Semper sagte, ein Pi Hole. Das ist für die Leute die maximal eine Fernbedienung bedienen können!
 
Und danach heulen wieder alle rum, weil bestimmte Apps nicht mehr laufen, oder keine Updates mehr übermittelt werden. Win10 ist so stark an die Internetdienste von Microsoft oder seinen Partnern gekoppelt, das fast nichts mehr richtig läuft, wenn man zu viel Telemetrieübermittlung stoppt. Mich ärgert es auch, dass man immer mehr genötigt wird, onlinedienste für das Nutzen von Software oder BS verwenden zu müssen, denn es läuft darauf hinaus, fast jeden vom Internet abhängig zu machen, um damit viel Geld zu verdienen. Und wenn dann das Netz mal ausfällt, kann man nichts mehr machen und ist darauf angewiesen, dass die Experten alles wieder schnell zum Laufen kriegen.
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