What3Words - Drei Wörter vermessen die Welt

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Rocinha ist Rio de Janeiros größte Favela und ein wahres Labyrinth. Einen offiziellen Stadtplan gibt es nicht, was Lieferungen bislang zu einem echten Problem machte. Aber es gibt eine Lösung, die sich in drei Worten zusammenfassen lässt: What3Words. Der Standortdienst teilt den Globus in gleich große Quadrate mit eigener Adresse, jeweils durch drei Worte definiert. Insgesamt ergibt das 57 Trilliarden Adressen.

Drei Wörter ersetzen GPS-Koordinaten

Chris Sheldrick, CEO What3Words: "Bei GPS Koordinaten kommt es ziemlich oft zur Verwechselung zwischen zwei Zahlen. Im schlimmsten Fall wird die bestellte Pizza an die falsche Adresse geliefert. Mit dem Dreiwörtersystem lautet unsere Adresse hier in London 'Index, Home, Raft'. Wenn ich jedoch 'Index, Home, Rafts' eingebe, lande ich im Westen Australiens. Ziemlich unwahrscheinlich, dass der Pizzaladen versucht, mich dort zu beliefern."

Die von einem britischen Start-up-Unternehmen entwickelte Webseite mit dazugehöriger App (Android, iOS)holt abgelegene, schlecht oder gar nicht kartierte Gebiete, beispielsweise in Afrika, auf die Dreiwörterweltkarte. Aber auch in der industrialisierten Welt, glauben die Entwickler, könnte sich ihr System als sehr nützlich erweisen.

Alternative zu gängigen Systemen

Chris Sheldrick, CEO What3Words: "Es gibt viele Beispiele dafür, dass gängige Standortsysteme nicht funktionieren. Wenn man zum Beispiel auf einem Festival ist und jemanden treffen möchte, mitten im Park oder am Strand. 'What3Words' bringt einen überall hin."

Schätzungsweise vier Milliarden Menschen auf der Welt leben an Orten, an denen es keine Straßennamen oder Hausnummern gibt. Auf dem traditionellen Postweg sind sie nicht erreichbar. Auch viele administrative Schritte sind ohne den Nachweis eines festen Wohnsitzes unmöglich. Die Dreiwörtermethode könnte selbst Menschen auf einer einsamen Insel mitten im Ozean auf die Landkarte bringen.

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Aufkauf von Google, Apple oder MS in 3 2 1 ....

Die Idee ist finde ich super und die Umsetzung dahin gehend auch.
 
Gibt es eigentlich eine "Logik" dahinter, wie die 3 Wörter zusammengesetzt werden?
 
@Schneegestöber: Keine Ahnung. Die Koordinaten jedoch mittels Längst- und Breitengraden finde ich eigentlich gut (und logisch dazu). Das Problem ist, dass es kaum genutzt wird, deshalb die meisten verwechseln sogar L und B Grade. Mit etwas Übung oder nach ca. 20 Minuten kann man von den Koordinaten sogar sagen, wo ungefähr das gemeinte Ziel sich befindet. (Kontinent auf jedem Fall, mit etwas Übung sogar Länder - vom eigenen Land ganz zu schweigen / Stadtgenauigkeit)
 
Wow das finde ich super, ist ja auch schon völlig ausgereift wie es scheint. Das hat noch viel Potential denke ich, vor allem im humanitären Bereich.
 
Die Idee ist sicher gut, aber zumindest bei den Wörtern sollten die sich vielleicht einen Wortfilter einfallen lassen. Oder wer will schon bei "tumor.nadel.drogen" oder besser noch "drogen.drogen.drogen" wohnen? ;D

Außerdem ist die Verwechslungsgefahr zwischen zwei sehr ähnlichen Worten doch auch groß, wie im Beispiel oben zwischen Raft und Rafts.
 
@dodnet: daher auch der nachsatz, bzgl. unwahrscheinlich eine pizza bis nach australien zu liefern....
 
@wilduck: Das muss aber ja nicht immer so große Gebietsunterschiede haben - dazu müsst man den Algorithmus kennen. Und wenn jemand einen Flug bucht nach "Index, Home, Raft", obwohl er doch nach "Index, Home, Rafts" wollte, macht schon einen Unterschied ;)

Und bei der Rechtschreibschwäche vieler Personen und Autokorrektur vieler Geräte kommt man im schlimmsten Fall am Nordpol raus, nur weil man ins Nachbar-Dorf wollte ;)
 
@dodnet: drogen.drogen.drogen ist sogar in Deutschland, nähe Bremen
 
Was leider im Artikel nicht erwähnt wird, das Unternehmen verdient Geld damit, dass man ein Quadrat mit nur einem Wort benennen kann. Das macht die ganze (eigentlich gute) Idee eigentlich schon wieder hinfällig, wenn sich jeder einen beliebigen Namen geben kann.
 
Cool, DNS für Geo-Coordinaten :)
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