Meiner hält länger als deiner: Edge ist effektiver als Chrome

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Das Redmonder Unternehmen hat im Sommer einen Wettstreit oder sogar Kleinkrieg rund um die Akkulaufzeit bei Browsern losgetreten, man hat vorgeführt, dass der eigene Microsoft Edge eine um 70% längere Akkulaufzeit erreicht als Googles Chrome. Vor kurzem hat Google gekontert, nun meldet sich Microsoft erneut zu Wort.

Microsofts eigener Edge-Browser ist jene Anwendung, die den Akku eines Laptops am effektivsten ausnutzt. Das war das Thema eines Videos, das die Redmonder im Juni dieses Jahres veröffentlicht haben. Google hat darauf vergangene Woche geantwortet und auf die Verbesserungen von Chrome-Version mit der Nummer 53 verwiesen. Allerdings hat das Suchmaschinenunternehmen bei seinen Test nur den internen Vergleich mit Chrome 46 durchgeführt, andere Browser hat man nicht untersucht.

Zwei Tests

Nun meldet sich wieder Microsoft zu Wort und meint: Unser Browser ist immer noch der beste bzw. effektivste. Es kamen wieder Surface Books als Hardware zum Einsatz. Als Betriebssystem war Windows 10 installiert, dieses Mal war es aber die Version mit Anniversary Update (was auch etwas längere Laufzeiten erklärt).

Da Google bei seinem jüngsten Test ein anderes Verfahren eingesetzt hat, gibt es von Microsoft nun zwei unterschiedliche Tests, wie man im Blog erklärt: Zum einen hat man zur besseren Vergleichbarkeit das Testverfahren von Google aufgegriffen (ein Vimeo-Video in Endlosschleife), das ist das Video, das oben zu sehen ist. Zum anderen bezieht sich Microsoft auf seinen ursprünglichen Test, bei dem ein Netflix-Loop zum Einsatz kam, das hat man wiederholt (siehe unten).

Beim Vimeo-Test war Microsoft Edge mit 13 Stunden und 25 Minuten der Sieger, Google Chrome kam auf den zweiten Platz und erreichte zwölf Stunden und acht Minuten (Unterschied: 11%). Dahinter landeten Opera (09:37:23) und Firefox (08:16:49). Auf die Unterschiede zu den Google-Laufzeiten geht man nicht näher ein, das liegt aber vermutlich an abweichenden Einstellungen und wohl auch dem verwendeten Video.

Beim zweiten (Netflix-)Test liegt auch Microsoft Edge vorne, hier kam der Windows 10-Browser auf acht Stunden und 47 Minuten (wohlgemerkt bei 1080p), Chrome auf etwas mehr als sechs Stunden (Unterschied: 45%). Google belegte hier nur Platz 3, da Opera bei Netflix-Wiedergabe nach sieben Stunden und acht Minuten der Akku ausging.


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Ein richtig ehrlicher Vergleich wäre nur möglich wenn keiner der Browser einen Vorteil durch das OS haben würde. MS sollte den Edge mal für Linux rausbringen und dann dort einen Vergleich versuchen...
 
@freach: Wieso sollte es einen Windows Nutzer interessieren wie lange Edge theoretisch unter Linux laufen würde? Ist doch völlig uninteressant.
 
@BartHD: das problem ist einfach, dass ein browser überall laufen muss. ein browser der an ein os gebunden ist, würde ich mir nie im leben installieren/benutzen.

freach hat übrigens recht mit dem was er sagt.
 
@Mezo: So wie Chrome, den es nicht für Windows 10 mobile gibt?
 
@Chris Sedlmair: immerhin auf mehr plattformen als edge lol. ms hat auch sein bestes gegeben, um von google ignoriert zu werden. außerdem ist wm eh geschichte.
 
@Mezo: Abwarten
 
@BartHD: was ist denn repräsentativer für den Endkunden? ein Test unter Windows oder unter Linux? Vergleiche die Marktanteile und Du kommst selbst auf die Antwort.
 
@Balu2004: Hm für Mobile-Kunden sicher nicht Windows.
 
@lutschboy: Leider geht es um Desktop Systeme und nicht um mobile Systeme, sonst hättest Du tatsächlich einen Punkt gemacht.
 
@Chris Sedlmair: Es geht um die Akkulaufzeit. Wieviele Desktop-PCs laufen bitte mit Akku? Oder seid ihr garnicht beim Artikel?!
 
@lutschboy: In diesem Fall geht es um die Laufzeit auf Notebooks, gucken wir mal da wieviele da mit Windows arbeiten im Verhältnis zu anderen OS :)
 
@freach: Naja... das dürfte, wenn überhaupt, aber doch nur den Ausgangswert ändern, oder?
Bezug nehmend auf das erste Bild, ziehen wir da mal bei Edge z.B. 1 Stunde ab. Dann ist er immer noch ein klein wenig besser als Chrome, allerdings sind dann beide Browser immer noch um etliche Stunden besser als Firefox und Opera. Selbst wenn man bei Edge also eine Stunde abzieht, weil der HTML Teil ist ja ehe schon in Windows selber drin, selbst dann ergeben sich doch deutliche Unterschiede.
 
@freach: Microsoft hat nunmal Interesse an Windows und Edge gibt es sowieso nur dafür.
Hier gibt es beide Browser, womit es besserer Vergleich ist, als unter unterschiedlichen Systemen.

Am Ende ist es egal, wer besser ist, dieser Wettstreit hilft am Ende jedem, denn die Effizienz und Akkuverbrauch sinken. Gefühlt ist auf dem Gebiet in letzten 8-10 Jahren nichts mehr passiert. Die Browser wurden immer hungriger was Systemleistung angeht.
 
Heruntergebrochen auf die Zeit, die man unter Edge verwendet, um einen anderen Browser herunterzuladen, dürfte der Laufzeitgewinn durch Edge in der Praxis nur wenige hunderstel Sekunden sein.
 
Kann nicht mal eine unabhängige Institution diesen Test durchführen, damit dieser alberne Kleinkrieg endlich ein Ende hat?
 
@4logos: Man kanns auch einfach ignorieren... Chrome kommt mir nicht auf die Kiste und wenn sich die Laufzeit verdreifachen würde. ;)
 
@Chris Sedlmair: Ich nutze den (als Portable) lediglich, wenn ich für die Arbeit mal was von absolut widerporstigen Websites runterladen muss, die mit IE oder Edge nicht klarkommen. Gibt's leider ab und an ärgerlicherweise. Aber im Alltag bzw. "für mich" lass ich da auch die Finger von.
 
ich hatte eigentlich damit gerechnet das Microsoft nicht auf Google antworten würde, denn ich emfand die Reaktion von Google soverein. Ich finde es lächerlich das man selbst den eigenen Browser in die Bedeutungslosigkeit katapultiert und dann mit so merkwürdigen Mitteln versucht den Browser gut da stehen zu lassen. Der IE9-11 waren auch die mit Abstand stromsparensten Browser aber da hat man keine Vergleiche gezogen, denn da war ja noch ausreichend Marktanteil vorhanden. Allgemein empfinde ich es unprofessionell sein eigenes Produkt mit anderen zu Vergleichen. Denn wenn die Akkulaufzeit alles ist was der Edge besser kann, werden ich deshalb nicht meinem primären Browser. Aber immerhin könnte der Edge bei geringem Akkuzustand hilfreich sein oder wenn man weiß das man viel im Internet surfen wird und auf die Akkuladung angewiesen ist und zeitlich nicht an eine Steckdose kann.
 
@IntreppIT: Zu IE9 - 11-Zeiten war das Argument "mobil" auch bei Weitem nicht so interessant wie heute, wo immer mehr Windows-10-Systeme halt auch auf Tablet, Notebook & Co. genutzt werden.
 
@DON666: Da stimme ich dir absolut zu. Trotzdem bin ich fest davon überzeugt, dass MS keinen Vergleichstest angestellt hätte wenn sie mit Edge besser da stehen würden. Denn ansonsten hätten sie so einen Test bereits gute 9 Monate früher kurz nach dem Erscheinen der Version 1511 veröffentlichen können.
 
@IntreppIT: Und? Trommeln gehört zum Handwerk, das ist doch vollkommen legitim.
 
@DON666: Es geht mir auch nicht darum das sie es tun sondern wie sie es tun, und sie tuen es in meinen Augen unprofessionell und das geht intelligenter.
 
@IntreppIT: sehr wohl hat MS auch schon beim ie vergleiche angestellt
https://blogs.msdn.microsoft.com/ie/2011/03/28/browser-power-consumptionleading-the-industry-with-internet-explorer-9/
 
@0711: Wurde dieser Vergleich auch so wie heute in den Medien breit getreten?
 
@IntreppIT: es hat zumindest jede größere it seite erwähnt, auch winfuture.
http://winfuture.de/news,62330.html

wobei die mobilitätsansprüche natürlich auch gestiegen sind und man dem Thema heute denke ich etwas mehr Gewichtung zuspricht (was man auch an der Reaktion von Google damals/heute sieht)
 
@0711: Das hatte ich Eingangs bereits verstanden. Ich habe bereits damals den IE 9 vorwiegend genutzt weil ich den Akku meines Notebooks schonen wollte. Auch den IE10 und IE 11 und bis vor kurzem seit Windows 10 den Edge. Es ist aber eben besonders seit dem Chrome 53 der Fall, dass ich die von MS gemessenen Zeiten nicht nachvollziehen kann und keinen signifikanten Unterschied feststellen kann. Der Lüfter meines Surface Pro 3 springt auch nicht mehr früher mit Chrome im Vergleich zum Edge an.
 
Wenn ein Gerät weniger Leistung hat, dann braucht es eben weniger Strom.
(es gilt auch bei Software der alte Grundsatz: "viel hilft viel")
 
Und dann einen Test mit NoScript, Flashblock und Adblock durchführen und die Akkulaufzeit ist um 100% höher.
 
@floerido: wobei noscript viele seitendoch merklich einschränkt und im Gegensatz zu adblock wohl keinen so großen bezug zur allgemeinen Nutzung hat
 
ein Test mit ublock origin wäre realistischer als ohne addons, von daher ist der Vergleich nicht zu gebrauchen.
 
>>Meiner hält länger als deiner: Edge ist effektiver als Chrome<<

Das müsste wohl eher "Edge ist effizienter als Chrome" heißen.

Effektivität != Effizienz

Weiterhin wundert es mich doch etwas, dass ein Film von Netflix oder Vimeo in einem Browserfenster abzuspielen von Microsoft allen Ernstes als aussagekräftiges Nutzungsszenario für einen Browser angesehen wird. Da Microsoft die Telemetry-Daten der Nutzer weltweit erhebt und auswertet und Videostreams von Netflix, Youtube und Co. heutzutage überall die Netze verstopfen ist allerdings davon auszugehen, dass die Masse der Nutzer einen Browser tatsächlich die meiste Zeit nur noch für banales Video-Entertainment und nicht mehr zu Informationsgewinnung im Internet missbraucht.

Meiner Meinung nach wird in dem Test lediglich die Effizienz des verwendeten Videocodecs, aber nicht die des Browsers gemessen, der ja nun eigentlich kein Videoplayer (als Videoplayer setze ich eine ganz andere Software ein), sondern ein Renderer/Visualisierer zur graphischen Darstellung von HTML-basierten Internetseiten ist.

Der Zähler an dem zuletzt von mir geöffneten Tab meines Browsers zeigt mir gerade an, dass ich derzeit insgesamt 1681 offene Tabs habe. Eine Suche in der Tab-Liste nach den Suchbegriffen youtube, vimeo, myvideo, clipfish, sevenload, dailymotion (von Netflix habe ich ohnehin noch nie eine Seite offen gehabt -- da brauche ich erst gar nicht suchen) weist keinen einzigen Tab der üblichen verdächtigen Videoseiten aus. D. h. kein einziger meiner 1681 offenen Tabs enthält derzeit eine Videoseite. Damit ist der Test für mein Nutzungsszenario komplett irrelevant und für jeden anderen, der seinen Browser bestimmungsgemäß und nicht um seinen Geist durch banales Video-Entertainment zu betäuben nutzt, ebenfalls.

Dann wäre da noch die Akkulaufzeit der Geräte. Die Surface Pro 4 in meinem Bekanntenkreis schaffen über 13 Stunden Laufzeit unter Windows 10 bestenfalls bei minimaler Displayhelligkeit im Idle-Modus. Schon bei gemäßigtem Websurfen (wenige Tabs offen, wenige Seitenaufrufe pro Stunde, viel Zeit geht zum Lesen des Seiteninhalts drauf) mit Edge auf Windows 10 bei mittlerer Displayhelligkeit im WLAN kommen die kaum an die 8-Stunden-Laufzeit-Marke heran, nicht einmal das besonders stromsparende Surface Pro 4 Core m3 Tablet eines Freundes.

Unter Last bei maximaler Displayhelligkeit laufen die kaum zwei Stunden. Dagegen schafft mein bald 10 Jahre altes Tablet-Convertible unter Volllast mit maximaler Helligkeit alleine mit seinem Hauptakku vom Original-Hersteller schon über 4 Stunden und bei dem kann ich noch einen unter Vollast noch fast 2 Stunden laufenden Nebenakku unter das Gerät clippen und dann den Hauptakku im laufenden Betrieb gegen einen neuen, voll aufgeladenen Hauptakku tauschen, so dass ich auch unter Vollast, etwa wenn ich neben der Arbeit auf dem Gerät noch ein Video rendere, auf weit über 10 Stunden Mobil-Laufzeit komme. Mit genügend Akkus oder eben zwei Hauptakkus, dem Nebenakku und einem Solar-Akkulader kann man das Gerät auch ohne Steckdose in der Nähe praktisch unbegrenzte Zeit mobil betreiben, was ich auf längeren Bergwanderungen bei Schlechtwetterperioden durchaus schon genutzt habe.

Mit dem Surface sitze ich hingegen beim Videorendern im Hintergrund nach zwei Stunden Volllast (Und was heißt bei einem Surface schon Volllast, denn man bekommt darin nicht einmal einen mobilen Core i5 länger als wenige Sekunden unter Vollast gekühlt, dann wird der zwangsgedrosselt, weil er überhitzt. Der Core-2-Duo in meinem fast 10 Jahre alten Tablet-Convertible ist hingegen noch volllastfest, da das Kühlsystem nicht in ein sinnlos flaches Gehäuse passen muss und dementsprechend leistungsfähiger ist.) an einer Steckdose fest. Ohne Option auf einen Tausch des Akkus gegen einen vollaufgeladenen und ohne Möglichkeit den Akku mit einem Solar-Ladegerät aufzuladen während ich arbeite. Von Mobilgerät kann da wohl keine Rede mehr sein, wenn man bei leerem Akku über eine Stunde sehr immobil an einer Steckdose hockt.

Einen alten, verbrauchten Hauptakku meines Tablet-Convertibles habe ich kürzlich geöffnet und mit aktuellen LiPo-Zellen bestückt und da die Akkuentwicklung in den fast 10 Jahren, die ich das Tablet jetzt habe, nicht stehengeblieben ist, hat der jetzt noch einmal ein Drittel mehr Kapazität als ein neuer Original-Akku des Geräteherstellers und kam schon beim ersten Test (normalerweise sind einige Lade-Entladezyklen nötig um die Maximalkapazität zu erreichen) selbst unter Vollast bei maximaler Displayhelligkeit weit über 5 Stunden. Davon kann man bei einem Surface Pro 4 nur täumen.

Die Arbeitskollegen mit einem Surface üben sich bei Transatlantikflügen oft einige Stunden im Däumchendrehen/Zeitunglesen, während ich nur mal schnell im Betrieb den Hauptakku tausche und problemlos weiterarbeiten kann bis ich im Hotel angekommen bin und wieder eine Steckdose zur Verfügung habe.

Fazit:
Der Test ist nicht aussagekräftig für wirkliche Arbeitsszenarios, da er den Browser lediglich als Mediaplayer mit einem einzigen offenen Tab missbraucht und damit nur ein typisches Entertainment-Szenario bzw. lediglich die Effizienz des Video-Abspielcodecs hinsichtlich des Energievberbrauchs abprüft. Wer normalerweise hunderte Tabs auf hat, wie ich beim Recherchieren im Internet, bei dem sorgen, selbst wenn er Werbung blockt, schon sich selbst refreshende Webeiten und andere Scripte auf den Seiten dafür, dass der Prozessor nicht in seine höheren Stromsparmodi kommt und die WLAN-Karte ebenfalls akiv bleibt und damit sind schon 8 Stunden Akkulaufzeit auf einem Surface ein sich nie erfüllender Wunschtraum.

An manchen Hochschultagen in meinem Studium lief mein damaliges Tablet inklusive des Arbeitens in Bus und Bahn bei An- und Abreise nicht selten über 16 Stunden am Tag und kam erst wieder an eine Steckdose, wenn ich wieder zu Hause war. Ich hatte normalerweise weder Papier noch einen normalen Stift mit in der Hochschule und neben dem Browser lief immer noch eine Dokumentationssoftware mit der ich die Vorlesungen, Übungen und Hausarbeiten mitschrieb/erledigte, natürlich ein PDF-Reader und oft für einige Stunden auch noch eine Programmierumgebung oder eine Simulationssoftware, eine Software für Leiterplattendesign, eine Mathematik-/Auswertungssoftware und auch mal ein MP3-Player um die Umgebungsgeräusche zu unterdrücken, wenn in meiner Umgebung viel gequasselt wurde und ich mich konzentrieren wollte. Unter so einem Szenario sollte man ein Windows 10 mit Edge auf einem Surface mal testen. Dann würde herauskommen, dass die Empfehlung eines solchen Geräts für das Arbeiten im Studium kompletter Unsinn ist, da der Akku nicht einmal von der ersten Vorlesung bis zum Nachmittag eines Hochschultages durchhält.

Bei meinen Tests mit dem Surface eines Freundes hielt das Gerät in so einem Nutzungsszenario nicht einmal 5 Stunden mit einer Akkuladung durch. Das schaffte schon das erste in meinem Studium genutzte Notebook (damals gab es noch keine Tablets) vor etwa 15 Jahren. Danach ist der Akku leer und man kann ihn, anders als bei meinen Tablet-Convertibles, nicht gegen einen voll aufgeladenen tauschen und mobil weiterarbeiten. Da in großen Vorlesungssäälen bis heute nicht jeder Sitzplatz eine eigene Steckdose hat, ist das gerät danach nur noch toter Ballast in der Tasche. Wenn man seine Vorlesungsscripte und alle anderen Schriftstücke für das Studium darauf gespeichert hat, ist damit der Hochschultag gelaufen. So eine Studie sollte Microsoft mal veröffentlichen bevor sie behaupten das Surface wäre das ideale Gerät für das Studium. Meinen Tests in Flugzeug, Bus und Bahn kann man ein Surface (das Surface Book mal ausgenommen) nicht einmal halbwegs komfortabel mit dem Tastatur-Cover davor auf den Oberschenkeln stehend betreiben und die kleinen Klapptischchen in Vorlesungssäälen und Flugzeugen lassen mit einem Surface auch kein bequemes Arbeiten mit der Tastatur zu. Wer einmal auf einer Bildschirmtastatur längere Texte geschrieben oder gar programmiert hat, der weiß, dass dies sicher keine Alternative darstellt um effizient zu arbeiten.

Vielleicht testet Microsoft ja auch deshalb lediglich die Energieeffizienz beim Abspielen von Videos, weil ein Surface als ernsthaftes Arbeitgerät ohnehin nichts taugt, wenn man nicht nur von Steckdose zu Steckdose pendelt oder nur wenige Stunden am Stück arbeitet bzw. das Gerät nur im Idle ohne WLAN-Verbindung betreibt.
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