Klaviernoten für alle - Eine kostenfreie App macht es möglich

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Der 11-jährige Misi Boros spielt meisterhaft klassisches Klavier - und nutzt dabei moderne Technik. Mit der App Musica Piano des Budapester Musikverlags Könemann hat er Zugriff auf sämtliche bekannten Klavierpartituren - und das völlig kostenlos. Für Misi haben die alten Notenblätter ausgedient.

Alle Werke in der Cloud

Denn mit der App in seinem Mobiltelefon braucht er jetzt keine schweren Noten mehr in den Klavierunterricht zu schleppen. Auch für das Klavierstudium ist die App hilfreich. Sie vereinfacht die Kommunikation zwischen Student und Lehrer, wenn sie weit voneinander entfernt sind. Und theoretisch kann sich jeder Student mit jedem berühmten Pianisten und Lehrer weltweit austauschen.

Der berühmte Konzertpianist und Dirigent Tamas Vasary ist bei der Präsentation der neuen App als Ehrengast eingeladen - und von den völlig neuen Möglichkeiten beeindruckt. Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass ein Musikverlag kostenlos alle seine Inhalte in eine Cloud gibt. Und zum ersten Mal gibt es in einer digitalen Cloud mehr Noten für klassische Musik als in irgendeinem Musikgeschäft weltweit. Ein weiterer Vorteil ist, dass die App auch Probenarbeit ermöglicht. Und dass das außergewöhnliche Wissen großer Klavierinterpreten nun für alle dauerhaft zugänglich gemacht wird.

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Scan mit OCR-Technik

Um die Daten zu digitalisieren, werden zuerst alle originalen Partituren gescannt. Dazu wird eine sogenannte OCR-Technologie verwendet - eine intelligente Zeichenerkennung. Dabei handelt es sich nicht um einen normalen Scan wie bei einem Bild. Die Technik erkennt die unterschiedlichen Zeichen, Notenköpfe, Pausen etc. und gibt sie dann an der richtigen Stelle wieder.

An der Entwicklung der App waren auch Musikwissenschaftler maßgeblich beteiligt. Jedes einzelne eingescannte Dokument wurde von ihnen überprüft. Dabei sind einige Komponisten nicht nur musikalisch tricky. Wenn es nachträglichen Änderungen in den Partituren gibt wie z.B. im Werk von Johann Sebastian Bach, dann muss von Hand nachgebessert werden. Denn solche Nachträge werden von der Technik nicht erkannt.

Mit der Musica Piano App steht nun allen Menschen das besondere Wissen großer Klavierinterpreten, der Unterricht und vor allem die Klaviermusik mit allen ihren Notenwerken offen.
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"Mit der Musica Piano App steht nun allen Menschen das besondere Wissen großer Klavierinterpreten, der Unterricht und vor allem die Klaviermusik mit allen ihren Notenwerken offen."

Das stimmt wohl erst, wenn Apple die Weltherrschaft an sich gerissen hat. ^^
 
@DON666: die weltherrschaft haben sich schon komplett die dummen gekrallt. da kommt auch apple nicht mehr drann!
 
@DON666: Stimmt... Get the MUSICA PIANO App, only available for iOS on the App Store.
 
@b.marco: Das meinte ich. Nicht, dass ich auch nur die geringsten Ambitionen in Richtung Klavier hätte - was auch besser für alle anderen ist... Aber trotzdem ist das der Haken an der App bzw. der Fehler im Text oben.
 
@DON666: https://app.musicapiano.com <- Das ist die Web-Version der App, die mit jedem Browser funktioniert.
 
@DON666: "das besondere Wissen großer Klavierinterpreten", was ist denn das für eine Formulierung? Erstens hat man nicht das Wissen dieser Genies und zweitens nenne ich diese unglaublichen Komponisten nicht Klavierinterpreten.

Wahrscheinlich ist gemeint man würde das Wissen von Klavierinterpreten haben, die als einziges Wissen die Noten die sie spielen auswendig können (a la Gehobener Service und Atmen) - aber selbst dann weiß ich mit der App immer noch nicht blind auf welche Taste ich drücken muss. Diese Videobeiträge bei WinFuture sind ausnahmsloser Dreck.
 
@otzepo: Klingt halt wie der Werbetext zum App, mit dem Google-Übersetzer ins Deutsche übersetzt. ^^
 
@DON666: Die Notensätze gibt es z.B. für Guitar Pro schon lange legal zum Download. In der Windows-Welt also nicht viel neues.
 
Sehr schönes Projekt!
 
Na dann heisst es jetzt wieder warten und hoffen, dass ich es auf dem Surface auch irgendwann nutzen kann.
 
@b.marco: Wenn ich das auf der Anbieterseite richtig verstanden habe, kann man die Noten auch über deren Webseite (also ohne App) erreichen, man muss sich nur registrieren.

Das hat halt nur keine Offline-Funktionalitäten... logisch.
 
@rallef: hab mich registriert... beim Versuch zu Downloaden kam die Meldung, dass es über den App Store möglich sein sollte. Ausserdem steht bei jedem Bild, dass man es nicht kopieren darf... :)

drucken habe ich jetzt noch nicht probiert.
 
Nun ja, was die klassische Musik angeht, dürften die Urheberrechte der alten Meister inzwischen gründlich abgelaufen sein, da ist es keine Kunst alle bekannten Noten zu veröffentlichen.

Bei jüngeren Werken dürfte das anders aussehen, aber zum Üben sollte das für die ersten Stunden reichen.
 
@rallef: Die Urheberrechte der Komponisten sind zwar abgelaufen, aber nicht die der Publisher am Notensatz (ja, das Notenbild ist ebenfalls "schutzwürdig"). Deswegen dürfen im Normalfall auch die klassischen Werke nicht frei kopiert werden...
 
@Der Typ ohne Ahnung: Aber abgemalt. Gibt auch genügend freie Sätze.
 
hmm und wieder eine neue Abhängigkeit. Ein großer Stromausfall und "booom Baby", hat es sich mit der schönen neuen Technik erstmal ausgeträumt. Die die am abhängigsten sind, werden freilich die ersten Opfer sein. Von daher halte ich solche Entwicklungen mitunter schon für gefährlich, denn Papier kann man auch ohne Strom lesen, ebenso wie richtiges schreiben....
 
Mein erster Gedanke war: Wie finanzieren die sich?
Die Webseite hat dann Klarheit gebracht: Kostenlos ist werbefinanziert, beim Premium-Abo entfällt diese und man kann sich die Noten auch ausdrucken.
Ist aber ein sehr fairer Preis, knapp ein Euro im Monat, da kostet ein einzelnes Notenheft oftmals schon mehr als hier das Jahresabo.
 
Papier war gestern. Klasse App! Danke für den Tipp! Neben "OnSong", welches zwar einen anderen Ansatz hat, aber bei keinem Gig oder keiner Probe fehlt, wird diese App auf dem Pad sehr hilfreich sein.
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