Auschwitz: QR-Code holt Zeitzeugen aufs Smartphone

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Das Unvorstellbare greifbar machen, dieser Herausforderung stellt sich die Gedenkstätte im einstigen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau seit Kurzem mit einem neuen Medium. Auf ihrem Rundgang können Besucher die Augenzeugenberichte ehemaliger Häftlinge auf Handys oder Tablets mit QR-Codescannern empfangen und abspielen. So sollen die Stimmen der letzten Zeugen erhalten bleiben.

Intensives Erlebnis

Bartosz Bartyzel, Pressesprecher: "Über die QR-Codes erhält man Zugang zum Wi-Fi-Netzwerk, das wir gratis zur Verfügung stellen. Wir können die Berichte ehemaliger Häftlinge abspielen und erfahren auf diese Weise, was sie in Auschwitz-Birkenau durchmachen mussten."

Auschwitz-Birkenau war das größte der Vernichtungslager der Nazis, in dem während des Zweiten Weltkriegs mehr als eine Million Menschen ermordet wurden. Noch gibt es ein paar letzte Zeitzeugen, die Schüler- und Besuchergruppen durch das ehemalige Lager führen, für viele ein intensives Erlebnis.

Mit den Ton- und Videoaufzeichnungen ihrer Berichte, will die Gedenkstätte diese Erfahrung weiterhin ermöglichen. Die QR-Technologie erlaubt eine direkte und individuelle Auseinandersetzung mit dem Thema. "Vielleicht fühlen sich junge Menschen auf diese Weise eher angesprochen. Das kann ich nicht beurteilen, aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert", sagt ein Besucher aus Dresden.

Ausweitung geplant

Das Projekt geht auf eine Initiative des Verbands der französischen Auschwitz-Deportierten zurück. Bisher sind die Zeitzeugenberichte auf Polnisch, Englisch und Französisch abrufbar. Eine Ausweitung ist geplant.
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Finde ich eine gute Idee und gut umgesetzt.
 
ist ein bisschen offtopic: ich war da 1x und ich will da nieeee wieder hin. das war zuviel für mich.
 
@Matico: okay?
 
@Matico: ich fand das ganze sehr Interessant und insgesamt sehr gut aufgearbeitet, nur das Verhalten der Israelischen Besucher Gruppen war teilweise äußerst unpassend.
 
@Matico: "zuviel" für dich? Inwiefern? Ich war als Schüler und dort und auf einer emotionalen Ebene hat mich die Gedenkstätte wenig bis nicht berührt. Wenn man die Zahlen und aufgestellten Statistiken sieht hat man dann zwar doch eine gewisse Anteilnahme aber das Gelände war für mich nicht mehr als jedes andere beliebige Industriegelände.
 
@generalwest: Da ist wohl jeder anders. Bin da ein bisschen ein Weichei :)
 
@Matico: Ich würde eher sagen du hast eine hohe Empathie. Mit Weichei hat das mal gar nichts zu tun! Schliesslich spricht das für dich, nicht gegen dich.
 
@Matico: Schwierig, äußerst schwierig... Ich war mal als Schüler in Dachau. Nicht direkt von der Schule aus, sondern von einer Schülerorganisation, 8 oder 9. Klasse (ist aber schon über 25 Jahre her). Naja, um es ganz offen und ehrlich zu sagen, dass was mir da im Gedächtnis blieb, war das anschließende Besäufnis in München. Ich habe mal mit jemanden anders darüber geredet, die war in der 12 Klasse in einem KZ, dass war auch nichts, da die 2 mitfahrenden Lehrerinnen "das Erlebnis" totgequatscht haben.
Gut, das waren jetzt nur 2 Schüler, aber ich weiß nicht, ob dass als Schüler wirklich immer so sinnvoll ist. Nachher? Nach der Schulzeit? Die Wenigsten dürften ja mittlerweile da irgendeinen direkten Bezug zu haben, so viele (Ur-) Großeltern, die mal irgendwas davon erzählt haben (oder eher sehr wahrscheinlich eben genau darüber nicht) dürfte es nicht mehr geben, selbst wenn man weiß, dass eine (Ur-) Großvater im Krieg gefallen ist, fährt man ja sehr wahrscheinlich nicht deswegen dahin. Im "gesetzteren Alter", sagen wir mal so ab 30 aufwärts, muss man sich aber schon irgendwie für das Thema sehr interessieren um dahin zu fahren oder eine Reise wird von irgendwelchen Vereinigungen angeboten, wo man Mitglied ist. Ich glaube aber, dass die wenigstens dahinfahren, weil sie irgendeine Doku oder Gedenkveranstaltung im Fernsehen gesehen haben.
 
Denke da werden auch die jungen Menschen eher für empfänglich sein. Auf alle Fälle ist es besser, als 1000 Nazi-Dokus im TV. Eine gute und wichtige Sache. Hier wird deutlich das man mit dem Smartphone auch sinnvolles machen kann.
 
gibt es das auch für die greultaten der is??? langsamm ist die generation ausgestorben die das verzapft haben, ich bin nicht mehr für wiedergut machung zuständig und bin es langsam leid das einen das laufend irgendwo aufs brot geschmiert wird!
 
@snoopi: Von den Rechtschreibfehlern mal abgesehen und der Tatsache, dass dein Kommentar extrem überflüssig und pietätlos ist: Du beantwortest dir deine Frage doch quasi selbst. Es gibt doch offenbar heute noch genügend Leute, die aus der Vergangenheit lernen sollten.
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