Apps vs. reale Welt: Datenfreigabe beim Brötchenkauf?

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Bei der Nutzung von Apps geben wir oft ohne darüber nachzudenken private Daten weiter. Doch würden wir dies auch im alltäglichen Leben tun? Eine dänische Verbraucherorganisation wollte genau das herausfinden und fragte die Kunden einer Bäckerei beim Einkauf zum Beispiel nach ihrer Telefonnummer oder ihren letzten fünf SMS-Nachrichten.

Mit dem Video möchte die Organisation ein Bewusstsein dafür schaffen, was wir bei der Nutzung von Apps alles an persönlichen Daten an die Entwickler und andere Unternehmen freigeben.
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Wenn diverse Apps den Nutzer dann auch mal so direkt fragen würden...
 
Kürzlich verweigerte ein Kunde im Getränkemarkt sogar die Nennung seiner Postleitzahl.
Naja, vielleicht wusste er sie ja auch nicht...
 
@Gerdo: mache ich auch. wenigstens an der kasse habe ich noch die kontrolle. und bisher ist mir kein grund bekannt, der mich dazu bringen sollte die plz zu nennen. es sei denn ich will unbedingt noch mehr post im briefkasten :)
 
@Matico: Das funktioniert aber wirklich nur dann, wenn das Kaff so klitzeklein ist, dass du die einzige Hütte dort besitzt... ^^ Ansonsten ist die PLZ ja nun wirklich eine der harmlosesten Informationen, die man rausrücken könnte.
 
@DON666: Aber so fängts an. Onlinedienste gaben sich früher auch mit der Emailadresse zufrieden. Das hielten die meisten Leute auch für harmlos. Und wo stehen wir heute?
 
@starship: Ich verstehe schon, was du meinst. Aber die Mailadresse ist halt doch was anderes, da man diese ja nutzen kann, um den Besitzer gezielt dichtzuspammen.
 
@DON666: Sicher richtig. Aber guck mal was heute zum Beispiel von Facebook und Co. an Information gfordert wird.

Eine (Wegwerf-) Emailadresse kann man noch relativ einfach wechseln, aber in Verbindung mit deinem realen Namen, Adresse, Telefonnummer, Bankverbindung etc ist dem Identitätsdiebstahl bzw. -mißbrauch Tür und Tor geöffnet.

Und genau da setzt wohl die obige Kampagne an: die Leute geben viel zu oft ohne nachzudenken ihre persönlichen Informationen für irgendwelche Portale preis, weil sie sich in der irrigen Annahme befinden sie hätten selbst einen Vorteil davon.
 
@starship: Klar, die Aktion finde ich auch wirklich gelungen. Anders ist manchen Zeitgenossen die Thematik wohl nicht plausibel zu verdeutlichen.
 
Geniale Aktion mit Prädikat "Besonders Wertvoll".
 
so ein Schwachsinn hoch 10. Es mag ja sein das man damit sensibilisieren will, aber der Umstand, dass Apps sich hinter ellenlangen AGB verschanzen, in denen sie sich das Recht der Datenzugriffe bemächtigen und ich das quasi nicht wirklich direkt merke, macht den Vergleich im Geschäft nach persönlichen Daten beim Brötchenkauf absolut unvergleichbar. Analog müssten Apps explizit nachfragen "darf ich auf deine letzten 5 SMS zugreifen" aber entweder gewährt man Rechte bzw. hat teils gar nicht die Möglichkeit zu kontrollieren welche Daten sich ein App Entwickler krallt und zu welchem Zweck... und wenn wir hier schon die Moralkeule schwingen, hat die ganze Thematik erstmal rein gar nichts mit Apps zu tun. Die Säuche fängt doch schon viel früher an... Rabattkarten und Glückspunkte, nur weil ich denen meine sexuellen Vorlieben (übertrieben) preisgebe, genauso wie Facebook... verraten die, an wen sie die Daten weitergeben? würde mich ja mal interessieren, welche Drecksbutzen sich der so generierten Informationen bemächtigen - und vor allem welche Informationen durch das data mining entstehen und welche Schlüsse daraus gezogen werden bzw. welche Fehlinterpretation da stattfindet. Ist ja schon sowieso ein unding, dass nur weil ich in einer Straße wohne in der statistisch öfter eingebrochen wird wie in einer anderen Straße, ich gleich im scoring schlechter gestellt bin - und wenn ich auch noch im "falschen" Bundesland wohne, dann siehts gleich ganz dunkelfinster aus... diese pseudo kausalen Zusammenhänge bringen uns irgendwann noch in Teufels Küche, vermanifestieren aber den seitens der Politik einhergebrachten Generalverdacht wegen irgendetwas... und so lange man etwas augenscheinlich gratis als Gegenwert für user generated content hergibt, machen die meisten doch mit...
 
Und was gab es dafür? Ein Brötchen? Das ist doch der springende Punkt, nach meiner Meinung. Die Kritik an Datensammlungen, Weitergabe von Daten usw. ist nur solange für Viele negativ, solange man erwähntes Brötchen nicht bekommt. Die Sache sieht aber komplett anders aus, wenn man dafür Kochtöpfe bekommt (z.B. Payback) , bei Amazon einen Gutschein oder sonst irgendwas mit einem realen Wert. Viele Webdienste und wohl auch Apps sind kostenlos, eben weil sie Daten erheben, dieser Wert der hier ja auch entsteht ist aber nur nicht real genug.
 
@Lastwebpage:
Da magst du sicherlich recht haben, aber Daten sammeln tuen auch die bezahlten Applikationen....
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