'Al Amal', die Marsmission der Arabischen Emirate

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Im Rennen um die Erkundung des Mars gibt es einen weiteren, eher unbekannten Mitstreiter. Die Vereinigten Arabischen Emirate planen eine eigene Mission zum Roten Planeten unter dem Namen "Al Amal", die Hoffnung. Einen Vorgeschmack gab es bei der öffentlichen Vorstellung des Projekts der landeseigenen Weltraumagentur UAESA mit zahlreichen interaktiven Exponaten, um beim Nachwuchs den Forschergeist zu wecken.

Start in fünf Jahren

Schon 2020 soll sich eine unbemannte Raumsonde auf den Weg machen und wenn alles glatt geht 2021, pünktlich zum 50-jährigen Bestehen der Vereinigten Arabischen Emirate, in die Umlaufbahn eintreten. Das Herz der Mission schlägt im Muhamad bin Rashid Space Centre in Dubai. Mit dem Projekt wird erstmals ein arabisches Land in den Weltraum jenseits der Erdumlaufbahn vorstoßen. Ein ehrgeiziges Programm mit konkreten Zielen.

Die Mission in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen und französischen Wissenschaftlern ist auf zwei Jahre angelegt und soll unter anderem Informationen zur Atmosphäre und zum Klima auf dem Planeten Mars sammeln.

"Diese Mission wird uns auf eine neue Forschungsstufe stellen und der Wissenschaft neue Erkenntnisse über den Planeten Mars und seine Atmosphäre liefern, die wir mit anderen teilen können. Die ESA hat natürlich bereits einige Erfahrung in der Mars-Erkundung und verfügt über Mars-Experten. Wir wollen ihnen unsere Daten zur Verfügung stellen und mit ihnen zusammenarbeiten."

Untersuchung von Wetterphänomenen

Die Sonde ist mit drei wissenschaftlichen Instrumenten ausgerüstet, die vor allem die dünne Atmosphäre des Roten Planeten und das in ihr stattfindende Wettergeschehen untersuchen sollen. Das, was auf dem Mars geschieht, könnte beim Verständnis der Erdatmosphäre helfen. Sarah Amiri: "Etwas anderes ist bemerkenswert und ähnelt dem, was wir auf der Erde kennen, und das sind die Sandstürme. Wenn auch in einer etwas anderen Form. Bei uns dauern sie kaum länger als einen Tag. Auf dem Mars hingegen beginnen sie in einer Region und breiten sich dann auf dem gesamten Planeten zu einem globalen Sandsturm aus, der sich über mehrere Tage und Wochen hinziehen kann."

Bislang besteht das Mars-Team der Emirate aus 75 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Bis 2021 sollen es mehr als doppelt so viele sein. Umgerechnet gut vier Milliarden Euro wurden offiziellen Angaben zufolge bereits in das Projekt investiert.

Positiver Impuls für die Region

Salem Humaid AlMarri: "Diese Region braucht positive Impulse, wie diese Mission, um sich zu motivieren und zu sagen, Araber und Muslime können innovative, aufregende Projekte ins Leben rufen und zur weltweiten Forschung und zum technologischen Fortschritt beitragen. Dieses Projekt ist ein Geschenk der Emirate an die Welt."

Für die Auswertung der von al-Amal übertragenen Daten kooperieren die Vereinigten Arabischen Emirate mit Forschungsinstitutionen in der ganzen Welt, um das nötige Know-how zu erlangen. Dafür werden alle Daten der Sonde weltweit den Planetenforschern zur Verfügung gestellt. Rita Del Prete, euronews: "Die Weltraumagentur der Vereinigten Arabischen Emirate ist noch sehr jung. Das Durchschnittsalter der Ingenieure liegt unter 40 Jahren. Mit dem Start der Sonde zum Roten Planeten würden sie zum kleinen Kreis der Staaten gehören, die den Mars erkunden.
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Ach, in Syrien klappts nicht, also versucht man nun auf dem Mars, oder was?
 
Um es mal mit Bill Murrays Worten zu sagen: https://www.youtube.com/watch?v=s1CPeXKGRSM
 
Der Mars sieht ja irgendwie auch aus wie Saudi Arabien, also wäre es eine optisch passende Kolonie ...

Edit:

typo alert
 
@Druidialkonsulvenz: Ja weil die vereinigten arabischen Emirate ja in Saudi Arabien liegt.
 
@MiezMau: na dann war das wohl ein typo, was sonst?

Und die Vereinigten Arabischen Emirate liegen. Mehrzahl.
Wenn schon klugscheiss.
 
Meinen Vorrednern "Freudian", "doubledown" und "Druidialkonsulvenz" kann ich mich nicht anschließen.

Ich finde es sehr gut, daß auch arabische Länder sich in dieser Form der Forschung einbringen.
In absehbarer Zeit wird diesen Ländern der Rohstoff (Erdöl) schlechthin ausgehen.
Von Tourismus alleine kann eine solche Region nicht leben. Also ist es ein guter Zeitpunkt in Forschung und Entwicklung zu investieren und nicht darauf hoffen, daß es irgendwie schon weiter gehen wird.

Zumal es auch den positiven Nebeneffekt hat, das diese Länder mehr in die internationale Staatengemeinschaft integriert werden und dadurch die Region politisch stabiler wird.

So... und jetzt könnt ihr drei mir ein Minus geben, wenn es euch beliebt.
Eure Aussage ist zwar populistisch, aber Realitätsfremd.
 
@Brassel: Kann dem nur zustimmen. Anstatt das viele Geld, das es in dieser Region gibt in Projekten wie kilometerhohe Wolkenkratzer, aufgeschüttete Inseln oder (leerstehenden) Villenvierteln in Europa zu verprassen, sollten sie es doch viel besser in etwas sinnvollem anlegen. Da begrüße ich doch sehr die Pläne einer Weltraummission und hoffe, das dies Schule macht.
 
@Brassel: "In absehbarer Zeit wird diesen Ländern der Rohstoff (Erdöl) schlechthin ausgehen." Dann kann man besser schon mal anfangen zu forschen, wie man ohne erdoelbasierte Kunststoffe eine weltraumtaugliche Rakete baut, und welcher Treibstoff dafuer herhalten soll...
 
Wie kommen diese ganzen Satelliten/Astronauten^^ durch den/die "Van-Allen-Gürtel". Der/Die ist doch angeblich undurchdringbar.
 
@BadMax: Sagt wer? Und was ist mit den ganzen Sonden, die schon da waren bzw. es noch sind? Was ist z. B. mit Voyager?
 
@DON666: Sagt wer? z.B: die NASA! Und was ist mit den ganzen Sonden... ? Das wäre doch die Große Frage.
 
Wollen die jetzt die Marsianer islamisieren?
 
@EinerVomPack: Is scheinbar einfacher als sich um die Probleme vor der Haustür zu kümmern ;). Dafür gibts ja Europäer!
 
@LivingLegend: Anscheinend. Gibt ja die Deppen von der EU. 100% gibt es Außerirdische, aber nach dem was hier abgeht, sind die entweder intelligent genug, nicht auf der Erde zu landen - oder sie haben zuviel Angst davor.
 
Mit genug Geld kann sich jeder mit fremden Federn schmücken.
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