SpaceX: GoPro-Kamera an der Falcon 9 filmt Rücksturz zur Erde

Raumfahrt, GoPro, Rakete, Spacex, Flacon 9 Raumfahrt, GoPro, Rakete, Spacex, Flacon 9
Die Action-Cam GoPro taugt bei weitem nicht nur für spektakuläre Aufnahmen von diversen Aktivitäten auf der Erde - auch die Raketen-Entwickler des Raumfahrt-Unternehmens SpaceX wissen die kleine Kamera wirkungsvoll einzusetzen - wie beispielsweise in dem neuen Launcher-System Falcon 9. Dieses kam zuletzt beispielsweise auch zur Versorgung der Internationalen Raumstation ISS zum Einsatz.

Die Stufen der Trägerraketen, die Lasten ins All befördern, werden für gewöhnlich abgeschrieben sie treiben noch eine Weile als Weltraumschrott im Orbit, bis sie von den verbliebenen minimalen Resten der Atmosphäre so weit abgebremst wurden, dass sie immer tiefer sinken und schließlich in der immer dichter werdenden Lufthülle verglühen. Die Falcon 9 soll aber eines Tages wiederverwertet werden können und muss dafür eine halbwegs sanfte Landung auf der Erde hinlegen.

SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9SpaceX: Falcon 9

Damit bietet sich natürlich die Chance, auch ohne den aufwändigen Einbau einer Funkverbindung mit entsprechender Stromversorgung Aufnahmen von einer angeflanschten Kamera zurückzubekommen. Also hat man bei SpaceX eine entsprechend günstige Variante gewählt und eine der Raketen mit einer GoPro ausgerüstet. Einen Teil des dabei entstandenen Bildmaterials hat das Unternehmen nun veröffentlicht.

Das Video zeigt eine Falcon 9, die ihre Nutzlast bereits abgesetzt hat und sich im freien Fall auf dem Rückweg zur Erde befindet. Da hier noch keinerlei Steuerung aktiv ist, taumelt der Launcher, so dass er mit der Zeit einen Rundumblick einfangen kann. Unterlegt wurde die Szene mit dem Donauwalzer von Johann Strauss, der auch schon als Musikkulisse in Stanley Kubricks bekanntem Weltraum-Epos "2001: A Space Odyssey" und auch beim Weltraum-Ausflug von Homer Simpson diente.

Bisher ist es SpaceX noch nicht gelungen, die Falcon 9 erfolgreich wieder zu landen. Bei den letzten Versuchen kam es jeweils im letzten Moment vor dem Aufsetzen auf einer Landeplattform im Meer zu Problemen. Das Raumfahrt-Unternehmen wurde von Elon Musk gegründet. Dieser startete zuvor mit PayPal und Tesla Motors schon zwei andere Unternehmen, die sehr erfolgreich operieren.


Dieses Video empfehlen
Kommentieren6
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Qualitätsjournalismus....
Das was man im Video sieht (Woran die Kamera befestigt war) ist nicht die zurückkehrende Raketenstufe sondern bloß eine hälfte der Nutzlastverkleidung.
Das nächste mal sollte man sich evtl. eine wenig mit dem Thema befassen bevor man einen Artikel schreibt.
 
Also wenn dieses Stück Rakete mit der daran befestigten GoPro dann zurück zur Erde gefallen und verglüht ist, wie haben die denn die Filmaufnahmen bekommen?
 
@jackattack: Sorry für die unanständige Sprache, aber das Folgende erklärt es sehr gut: Die "Eichel" der Rakete (also nur das, was man davon sieht) ist die Nutzlastverkleidung (engl. fairing) (innen drin befindet sich also der Satellit). Diese fairing ist lediglich aus Kohlefasern (denn sie muss eigentlich nur vor Wind schützen) und besteht nur aus 2 Hälften. In so eine Hälfte haben sie (auf gut Glück) eine GoPro gebaut, und von dieser stammt das Video hier. Das Interessante: Weil diese Hälfte so groß und gleichzeitig leicht ist, verglüht sie nicht sondern segelt (zumindest weitestgehend) unbeschadet auf die Erde zurück. Passanten haben sie auf den Bahamas angespült gefunden und sich dann (via twitter und mit Fotos) bei SpaceX gemeldet. https://twitter.com/kpe/status/604418558181785600/photo/1
 
@Wolfgang3: Danke für die Erklärung! Sehr interessant. Und das Witzige ist, dass der Typ, der sie gefunden hat, "Eichelberger" heisst :-).
 
Spektakulär... mehr fällt mir nicht ein.
 
"Rücksturz zur Erde"..... Dietmar Schönherr..... Raumpatrouille.... Orion....
Mensch, bin ich alt geworden.
Kommentar abgeben Netiquette beachten!