Schneller als gedacht: Amazon startet seinen Fresh-Lieferdienst

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Das ging dann doch schneller als gedacht: Der Handelskonzern Amazon hat seinen "Amazon Fresh"-Dienst heute offiziell auch in Deutschland gestartet. Kunden in Berlin und Potsdam können laut dem Unternehmen jetzt den Weg zum Supermarkt sparen und sich ihren Einkauf kurzerhand liefern lassen.

Zum Start bietet Amazon demnach mehr als 85.000 Artikel an, die von den Kunden direkt bestellt werden können. Das Angebot umfasst dabei nicht nur ein klassisches Supermarkt-Kontingent. Der Versandhändler holte stattdessen auch 25 Berliner Spezialitäten-Geschäfte mit ins Boot, deren Produkte ebenfalls mit geliefert werden können - hier finden sich unter anderem Lindner Esskultur (Berlinern eher bekannt als Butter-Lindner), das Rausch-Schokoladenhaus, Sagers Kaffeerösterei und auch Zeit für Brot.

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Kurzfristige Bestellungen

Die Dienste von Amazon Fresh können dabei von Montag bis Samstag in Anspruch genommen werden. Wer bis zum Mittag bestellt, soll seine Waren noch rechtzeitig vor dem Abendessen bekommen. Bestellungen, die bis 23 Uhr eingehen, werden am kommenden Tag in einem wählbaren 2-Stunden-Zeitfenster geliefert. Wenn man es bequemer findet kann man aber auch angeben, dass die Lieferung zwischen 5 und 22 Uhr an einem bestimmten Ort abgegeben werden soll.

Allerdings ist der Dienst weniger für Spontan-Käufe geeignet. Um Fresh nutzen zu können, muss man bereits Prime-Kunde sein. Dann kann man sich gegen eine Gebühr von 9,99 Euro im Monat zusätzlich als Fresh-Kunde registrieren. Anschließend kann man sich eine unbegrenzte Zahl von Gratis-Lieferungen bringen lassen, die allerdings jeweils einen Mindestbestellwert von 40 Euro haben müssen. Prime-Mitglieder können den Service aber zu Beginn auch erst einmal einen Monat lang testen.

Aktuell ist unklar, wann der Dienst auch in anderen Regionen verfügbar sein wird. "Die Messlatte im Lebensmitteleinzelhandel liegt sehr hoch. Wir starten mit einem umfangreichen Sortiment in einem begrenzten Gebiet und werden uns die Zeit nehmen, den Service basierend auf unserer Erfahrung und dem Feedback unserer Kunden kontinuierlich zu verbessern", sagte Ajay Kavan, der den Dienst leitet.

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Kann mir jemand erklären, wo hier der Unterschied zu Prime Now ist?
(In Prime enthalten, 20€ Mindestbestellwert, Lieferung innerhalb von 2 Stunden)
 
@max06.net: Ganz einfach: Im Lebensmittel-Sortiment, das du über Prime Now bestellen kannst, ist nur abgepackte bzw. länger haltbare Ware bis auf wenige Ausnahmen. Einen Blumenkohl oder Äpfel kriegst du da z.B. auch, aber denen macht es nicht viel aus, mehrere Std. ungekühlt im Lager zu verbringen. Backwaren gibt es nur abgepacktes, d.h. Brot und Aufback-Brötchen. Sachen wie frischen Fisch, Gehacktes etc. kannst du vergessen.
Bei Amazon Fresh gibt es dann z.B. frisch gebackene Brötchen wie beim Bäcker in der Auslage, die dann (hoffentlich) noch knusprig bei dir ankommen. Es gibt lose verkauften frischen Fisch, Fleisch, Wurst etc.. Das wird quasi auf deine Bestellung hin von der Frischetheke genommen und für dich eingetütet, und muss dann in einem Kühlwagen innerhalb kürzester Zeit zu dir transportiert werden.
Prime Now kann das nicht leisten, da dahinter letztlich nur ein normales Logistikzentrum im Stadtinneren steckt. Die haben zwar gekühlte Lagerfläche für Sachen wie vorgebrühte abgepackte Bratwürste, aber wirklich frische und rohe Sachen, bei denen es nach 2 Std. ohne Kühlung vorbei ist, kriegst du da nicht. Zumal die da für den Transportweg auch normalerweise keine geschlossene Kühlkette haben.
 
@mh0001: Gut, das ist eine Erklärung. Ich hatte bisher auch schon immer Frischwaren im Sortiment gesehen, auch Brötchen vom Bäcker und Grillfleisch. Aber da hat dann wohl Fresh die größere Auswahl.
 
Man muss also Prime-Kunde sein, dann noch eine extra Gebühr für Fresh bezahlen, für mind. 40 Euro bestellen.... um dann ohne weitere Kosten beliefert zu werden? Hui!
 
Dann doch lieber Rewe Lieferservice.
 
@JacksBauer: Oder Kaufland.
 
@JacksBauer: Wenn wenigstens einer von denen auch überall verfügbar wäre.
 
Ehrlich... wollen wir uns jetzt alles nach Hause liefern lassen? Jeder hockt nur noch vor der Kiste (internetfähiges Gerät) und klickt bewusst unbewusst alles an was man benötigt. Ich finde diese Entwicklung beängstigend aber auch interessant... doch manchmal wünsche ich mir die Zeiten ohne Internet zurück!
 
@lalanunu: Wenn dein Vater mit 85 immer noch mit dem Auto einkaufen führe, würdest du solche Alternativen sicherlich auch begrüßen. Nicht jeder hat die Zeit oder ist in der Verfassung vernünftig Einkaufen zu fahren.
 
@Johnny Cache: Ja für den einzelnen mag das ja toll sein, aber gesamt betrachtet (Umwelt, Kosten, usw.) ist das mehr als fraglich. Wo soll das denn noch hinführen?
 
@lalanunu: Irgendwie sehe ich da keinen Unterschied ob ich jetzt zu dem Laden, oder jemand vom Laden zu mir fährt. Gut die Strecken sind in deren Fall länger, aber dafür beliefern sie dann auch mehrere Kunden.
Unter Umständen könnte das sogar effektiver sein.
 
@Johnny Cache: Ganz unrecht hast du natürlich nicht, aber das wird dann sicher wieder ein unterbezahlter Irgendwer machen. Ob das gut ist, hmm ich weiß nicht. Na ja... ist ja sowieso nur für die Großstadt geeignet.
 
@lalanunu: Also ich finde es praktisch, meine Zeit nicht in einem Supermarkt verschwenden zu müssen. Man muss die Bestellung auch nicht von zu Hause aus auslösen. Schnell in de Pause auf Arbeit bestellt, oder in der Bahn auf dem Weg nach Hause oder oder oder.
 
Einerseits ist das fur Personen, die behinderungen/krankheiten usw. schon sehr praktisch. Falls das die ganze Masse tut, dann ist das nicht gut für die Stadt in der man lebt, da man keine Einkäufe in der Region tätigt und somit den Einzelhandel nicht mehr unterstützt und keinen Einkauf tätigt und eine Kettenreaktion auslöst und viele Geschäfte insolvenz beantragen müssen, weil keine Kunden da sind. Und was will der Staat machen? Nix, weil hier der Wettbewerb gilt...
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