Microsoft schmeißt Werbung für PC-Support von seinen Seiten

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Der Software-Konzern Microsoft zieht die Reißleine und untersagt auf seiner Suchmaschine Bing jetzt alle Werbeanzeigen, in denen den Nutzern technischer Support angeboten wird. Laut dem Unternehmen ist hier die Quote betrügerischer Offerten und damit das Risiko für die Anwender schlicht zu groß.

Die "Bing Ads User Safety Policy" wurde dafür um einen neuen Punkt erweitert. "Bing Ads untersagt die Bewerbung technischer Support-Dienstleistungen durch Dritte, weil aufgrund ernsthafter Qualitätsprobleme die Sicherheit der Endnutzer beeinträchtigt werden kann", heißt es darin.

Was hier noch recht harmlos klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Immer wieder versuchen Betrüger Zugriff auf die Rechner von Anwendern zu bekommen, indem sie sich als technischer Support ausgeben, der mit Microsoft zusammenarbeitet. Den Anwendern wird dann erklärt, dass sich ihr Problem leicht lösen lässt und der Techniker nur kurz Zugang zum Rechner benötige. Dieser wird dann über die entsprechenden Remote-Tools hergestellt und öffnet den Kriminellen alle Möglichkeiten, um das System entweder komplett auszuspionieren oder mit Malware zu verwanzen.

Andere Mittel helfen nicht mehr

Microsoft versucht schon länger, gegen dieses Problem anzugehen. Allerdings ist dies wohl eher ein Kampf gegen Windmühlen, denn die Tarnungen der Betrüger wechseln so schnell, dass es kaum möglich ist, sie auf Dauer gut genug abzuwehren. Daher hat man sich bei Microsoft nun eben entschlossen, überhaupt keine Werbung für technischen Kundendienst auf Bing mehr zuzulassen.

Microsoft ist mit entsprechend pauschalen Reaktionen auf problematische Anzeigen allerdings nicht allein. So hat Google gerade Werbung für Kurzzeitkredite aus seinem kompletten Netzwerk verbannt. Solche Angebote sind in den USA recht verbreitet und bieten kurzfristig Darlehen an, die binnen maximal 60 Tagen zurückgezahlt werden müssen. Gewöhnlich sollen diese helfen, einen Engpass bis zu nächsten Gehaltszahlung zu überbrücken und direkt mit dieser dann wieder ausgelöst werden. In den meisten Fällen verstecken sich im Kleingedruckten dann aber horrende Zinsen, so dass die Verbraucher sehr schnell in einer Schuldenfalle landen.
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