Kampagne fordert: Stoppt den Datenklau im Internet

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Die Kampagne "Free Your Data" ruft zur Unterzeichnung einer Petition auf, die den Internetnutzern die Souveränität über ihre Daten zurückbringen soll. Diese Daten liegen derzeit in den Händen der mächtigsten Industriellen der Welt, unter anderem Google, Facebook oder Apple. Was genau mit den gesammelten Informationen passiert, ist unklar.

Ziel der Kampagne ist es, ein neues europäisches Gesetz auf den Weg zu bringen, das jedes größere Unternehmen dazu verpflichtet, jedem Nutzer auf Anfrage alle mit ihm verbundenen Daten zur Verfügung zu stellen.
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FALSCH !! Einzig richtig wäre ein Gesetz, das die Konzerne und Behörden dazu zwingt, JEDE EINZELNE weitergabe von Daten vorab einzeln und nur für diesen einen Fall vom Accountinhaber genehmigen zu lassen!
 
@Butterbrot: Das ist m.E. zu kurz gedacht, es geht weniger um die expliziten Personendaten, die sind per jüngsten EUGH-Urteil ja auch relativ sicher in Deutschland bzw. hat man über die auch eine recht gute Kontrolle. Gefährlicher sind eher die impliziten Daten, die Metadaten, die Informationen die du erzeugst, weil du Cookies* zulässt. Daten die den Werbetreibenden dann z.B. für (Re)-targeting, Prediction oder ganz banal für Marketing-Controlling nutzen - Daten, bzw. sogar Informationen, die allerdings m.E. eher schwer greifbar sind, weil sie quasi anonym sind. Dafür sind das die Informationen, die eine Menge Geld wert sind, wenn sie in Massen auftreten. Was nutzt einem Advertiser die Info, dass du Hans Müller aus Berlin bist - wertvoller ist zu wissen, das 50% der männlichen Nutzer von www.motorsport.de ein Faible für Mercedes Benz haben und 30% in der nächsten Zukunft ein Auto kaufen wollen.

*) Bzw. alle anderen Methoden, wie z.B. Fingerprinting etc.pp.
 
@Butterbrot: Lass mich mal raten... "Akzeptieren sie den Cookie für diese Webseite?", wie oft hast du heute schon auf "okay" geklickt? ;) Gesetzliche Regelungen, die irgendwelche Interaktionen vom Benutzern fordern, sind für mich einfach irgendwie nur albern.
 
@Lastwebpage: Wenn ich irgendwo etwas kaufe, nutze ich jedesmal unterschiedliche Buchstaben für einen Zweiten Vornamen und eine seperate Mailadresse, also zB "Max A. Mustermann" bei Shop X und "Max B. Mustermann" beim nächsten Shop. Da kann man auf erschreckende Weise erleben wie Hemmungslos Adressen gehandelt werden. Bei einem hier gerne beworbenem Notebook Shop, der das Wort "billiger" im Namen trägt, habe ich in 6 Monaten nach einem Kauf schon von 12 Firmen Werbemails bekommen und per Post ( die mit Papier und so) Werbung von einer Bank und einer Versicherung ( und die wollte mein Leben und meine Zähne versichern, aber nicht den Laptop). Es ist also Sinnlos Cookies zu löschen, wenn derart Kriminell vorgegangen wird. Hier braucht es Gesetze, denn erst Gesetze ermöglichen auch Strafen.
 
Ok, die müssen mir dann also sagen, welche Daten sie von mir haben... ja und? Davon, daß sie auf meinen Wunsch hin alle meine Daten löschen müssen und nicht mehr verwenden dürfen, steht da nichts. Also ist das nur eine weitere Augenwischerei, um den Pöbel im Zaum halten zu können.

Damit wäre diese "Kampagne" bestenfalls als lächerlich einzustufen.
 
Für mich klingt das alles nur witzig: niemand ist gezwungen, seine Daten irgendwelchen US-Firmen anzuvertrauen. Wozu hat Mr. Snowden Kopf und Kragen riskiert, um zu zeigen, wie wunderbar geschützt diese Daten sind? Bieder-einfältige deutsche Gesetze werden daran garantiert nichts ändern - außer, dass die Amis wieder einmal grinsend die Naivität der Deutschen bestaunen... Selbst wenn deutsche Firmen die Daten in Deutschland hätten, bleibt immer noch die Frage, wer letztlich die Gesetze macht: Das Parlament oder die großen Konzerne?
 
Es ist längst zu spät, über Jahre sind wir viel zu naiv mit unseren Daten umgegangen, nun ist da eine Netz gewachsen, das niemand mehr durchschaut, geschweige denn aufbrechen kann. Selbst Schadensbegrenzung halte ich mittlerweile für illusorisch.
 
Zum Glück ist es jedem selbst überlassen wen und ob man seine Daten weitergibt. Dafür braucht man keine Petition.
 
@LeoieS: Interessant?! Und wenn ein Fratzenbuch-Account-Inhaber Dich mit Daten von Dir, z.B. Anschrift, Handynummer, eMailadrr., Fotos von Dir usw. gespeichert hat OHNE dass Du selbst ein Account beim Fratzenbuch hast? Was nun? Fratzenbuch hat Deine Daten, wird sie auch im üblichen Rahmen für Fratzenbuch speichern / verwenden. Es ist festgestellt, dass dies auch so läuft!

In Konsequenz hieße das, Du darfst niemandem, auch keinen Freund / keiner Freundin Daten von Dir geben! Du dürftest Dich auch nicht von ihm / ihr fotografieren lassen mit Handy / Tablet. Du müßtest ggf. ihnen dringenst verbieten, Deine Daten zu verwenden.

Z.B. bei Google > Android > Handy / Tablet gilt im Wesentlichen das Selbe. Oder hast du in Deinem Handy / Tablet kein Adressbuch mit Daten von anderen Leuten?

Was ist mit Cloud. Kann man auch Daten von einem selbst aber auch von Anderen, ohne dass diese das ahnen / wissen, ´raufladen. Z.B. Adressbuch in einem "Wolken"dienst". Sicherungen in der Wolke und... und... und...

Ich denke soooo einfach wie Du das siehst ist es nicht. Und das ist auch keine Paranoia, sondern traurige Realität. Denk mal drüber nach!
 
@Kiebitz: der datennaivling muss nur sein gmx adressbuch in die zuckerbergsche fratze importieren, schon werden alle adressbucheinträge mit facebook spam zugemüllert....
 
@Rikibu: So ist es!+ Eben darauf wollte ich gündlichst hinweisen. Und der (negativen) Beispiele gibt´s noch viele mehr.
 
@LeoieS: Du gehst davon aus, daß Du irgendwelche Kontrolle darüber hast, auf welchem Wege welche Deiner Daten wohin gelangen.

Genau darin besteht der größte Irrtum der dümmlich-naiven Aberichhabdochnichtszuverbergen-Fraktion (die aber dann trotzdem die Tür abschließen, wenn sie das Haus verlassen... höchst verdächtig, also haben sie wohl doch was zu verbergen?).
 
@starship: Richtig und genau+! Siehe Datenverschlüsselung. Sowas sieht sich an / überprüft z.B. NSA besonders gern. Wer was verschlüsselt hat was zu verbergen. Und wer was zu verbergen hat, der gehört als "Risiko" überwacht und ausspioniert!
 
@LeoieS: Glaube kann Berge versetzen. Wieviele Apps in Smartphones wollen heute Zugriff auf das Telefonbuch ect. haben? Soviele Daus lassen das zu und peng, haben die Anbieter deine Daten, zumindest deinen eingespeicherten Namen und Telefon Nummer, ggf. noch Email Adresse und Anrufbild.
 
Das ganze scheitert schon deshalb mit der Selbstbestimmung der Daten eines jeden Nutzers, weil Webseitenbetreiber - ja auch winfuture hier mal stellvertretend genannt - quasi ungefragt als Voraussetzung diverse Drittanbieterscheiße implementieren und den Nutzer nicht vorher fragen, geschweige denn aufklären, was denn welche Weitergabe für Daten an Firma x,y und z für vorteile dem Nutzer bringt. Allein die Tatsache,dass ein Webseitenbetreiber quasi dank Hausrecht vorgeben will, was ein Nutzer zu dulden hat führt jegliche "bitte zeig mir was du gespeichert hast" Konstrukte ins lächerliche. Natürlich sollen sich Webseiten refinanzieren dürfen, aber das fair, transparent und mit der Möglichkeit das als Nutzer gezielt über die Webseite steuern zu können. Dazu gehört aber insbesondere auch die Pflicht der großen Dataminer wie google, facebook und co. dass sie die Hose runterlassen und klartext reden, wer sich dieser daten bemächtigt. Natürlich kann ich mit addons diverse 3rd party implementierung auf Webseiten den garaus machen, aber das sollte janicht sinn und zweck sein... ein webseitenbetreiber ,so er denn am respektvollen umgang mit seinen besuchern und dessen daten interessiert ist, sollte hier vorbildfunktion haben. leider sind, gemessen an diesen idealmaßstäben, die meisten webseiten gar nicht mehr nutzbar, weil selbst der datenschutz- und besucherorientierte webseitenbetreiber geil auf "gefällt mir" klicks ist, auf die er sich imaginär einen keult weil er denkt er wär im internet durch so nen counter plötzlich inhaltlich relevanter als andere...
 
Mimimi...? Seit wie vielen Jahren hören wir denn schon dieses Gestöne über Facebook, Google, Amazon usw.? Bei allen 3 ist die einzige Wachstumsbremse aber schlichtweg die maximale Anzahl an erreichbaren Nutzern und bestimmt nicht die Anzahl der Nutzer, die aufgrund Datenschutzbedenken diese Dienste nicht mehr nutzen. Man sollte vielleicht auch mal zu der Erkenntnis gelangen, dass Bezahldienste irgendwie keiner nutzt und das Ideen für andere Geschäftsmodelle fehlen, oder warum gibt es, trotz jahrelangem Gestöne, immer noch keine halbwegs guten Alternativen?
Selbst wenn man von den Primärdiensten mal absieht, z.B. hier auf WF Google Adsense, Amazon Werbung usw. ich kenne zwar die Einnahmezahlen dadurch nicht, aber wenn ich dass zusammen mit der immer wiederkehrenden Diskussion Werbung vs. Adblocker nennen darf, fehlt es hier also offensichtlich auch entweder an einem tragfähigen anderen Geschäftskonzept oder an dem fehlen anderer Arten von Werbeangeboten. Bei genauerer Betrachtung, würde ich das die Schuld jetzt auch nicht unbedingt nur bei Google, Amazon &Co suchen.
Nein, dieses ewige Gemeckere über Datenschutz bei den großen Internetkonzernen und das Geschrei nach schärferen Gesetzen, sind für mich irgendwie wenig zielführend.
 
@Lastwebpage: Du hast ja Recht! Leider schreibst Du aber nicht, was zielführend wäre nach dem Motto "Was tun"stattdessen.
 
@Kiebitz: Tja... ich meine... sagen wir es mal so... heute ist Wochenende. Wie viele haben sich heute z.B. ihre Playlist auf iTunes für die nächste Woche zusammengestellt? Für wieviel Euro? Gut, es mag auch welche geben, die stellen sich die Playliste auf eMule zusammen ;), aber bei iTunes, Netflix und ja selbst irgendwelche Gießkannen für irgendwelche Onlinegames, wo jede Gießkanne 2 € kostet, funktioniert die Sache mit dem Geld ja offensichtlich. Sicher, bei Google, Facebook &Co kommt es auch auf die Gesamtsumme aller Nutzer an, die dann den großen Umsatz abwirft, Gesamtkosten Werbeeinnahmen Facebook/Kosten= x€ pro Nutzer funktioniert sicherlich nicht so einfach, aber sagen wir mal ein Facebook Ersatzangebot für 5€ bis 10€/Monat pro Nutzer, dürfte meiner Meinung nach nicht daran scheitern, dass es sich nicht tragen würde, sondern weil es bei den Nutzern nicht "Klick" macht.
Mal ein etwas konkreteres Beispiel. Die eher linke Zeitung taz.de hat ja durchaus redaktionell gute Beiträge, dort wird nur ein Hinweis angezeigt, das man Mitglied werden kann, man kann da monatlich mindestens 5€ geben siehe https://www.taz.de/Regelmaessig-zahlen-per-Bankeinzug/!115932/
"5.481 Zahlen schon freiwillig für taz.de", scheint mir also nicht wirklich zu laufen und ob sich die Zahl wesentlich erhöhen würde, wenn auf taz nicht nur der Hinweis eingeblendet würde, sondern die Artikel gesperrt wären, da habe ich so meine Zweifel.
Dann noch die Sache mit der Werbung im allgemeinen. Auch hier sind mir die Zahlen vollkommen unbekannt, aber ich gehe davon aus, dass meiste ist Pay-per-Click Werbung. Es wird anscheinend versucht durch die Masse an Werbung zu versuchen, dass dann doch mal jemand zufällig draufklickt. Auch die "personalisierte" Werbung bringt hier wenig, wenn man auf Facebook ist und auf irgendeiner Witzseite auf irgendein komischen Amazonangebot klickt, erscheinen dann dort total unpassende Amazon Angebote oder von Webseiten, wo man mal zufällig draufgeklickt hat.
Auch bei der Werbung sehe ich einiges an Optimierungspotential.
 
@Lastwebpage: Ich denke mal verkürzt für mich ausgedrückt, die allermeisten User irgendwelcher Dienste wollen es möglichst für Lulu, sprich umsonst, haben. Dafür sind sie bereit, irgendwelche negativen Gedanken / Folgen bezüglich Sicherheit zu ignorieren, teils sogar ganz bewußt. Es gehört ganz offensichtlich zur heutigen Internetnutzung, nichts zahlen zu wollen, alles umsonst haben zu wollen. Insofern gibt es eben viele / große Anbieter / Dienste die SCHEINBAR !!!!! -ich betone scheinbar!- ein kostenfreies Angebot präsentieren. Damit nun optimaler Gewinn herausspringt, wird Werbung eingebaut, für die die Werbenden bezahlen (müssen).

Und nun kommt der Punkt, wo ich Dir im doppelten Sinn Recht gebe: 1.) Die Werbenden aber auch der Dienst, der die Werbung zuläßt, müssen diese in ihrem eigenen Interesse so interessant und ansprechend machen wie irgendmöglich. Auch und gerade bei der nichtpersonalisierten Werbung. Da gibt es noch sicher viele Möglichkeiten in Richtung Animation, mit mehr Info als hohle Phrasen, medienpsychologische Tricks usw.

2. Die Werbung darf nicht überhand nehmen, meint WEB-Seiten vollgeknallt mit Werbung werden nicht mehr aufgerufen. Zu viel Werbung auf einer sonst recht interessanten Seite (mal als Beispiel Winfuture) werden dann halt mit Adblock u.ä. versehen. Das hilft dann also weder dem Seitenbetreiber noch dem Werbenden. Dies läßt sich so ähnlich auch bei den privaten TV-Sendern beobachten (die übrigens auch nur scheinbar umonst sind!). Wer guckt sich schon die häufige und teils lange Werbund an zwischen Sportübertragungen, "guten" Filmen usw. Kaum jemand. Da geht man auf Toilette, holt sich ein Bier oder so, guckt mal eben was wo anders läuft. Und dann gibt es ja auch noch Technik, die teils die Werbung "rausschneidet".

Ich denke die Werbung schwankt zwischen dem Trend, massenweise bis zum geht nicht mehr Werbung zu machen egal wie, hauptsache die volle Werbedröhnung.... UND andererseits zwischen teils recht guter Werbung. Dieses Gute kann vielseitig sein mit richtiger Information und nicht billigen Gelaber oder mit ansprechenden hängenbleibenden Gags wie z.B. Toyota (nichts ist unmöglich) oder das frühere HB-Männchen, manche Ältere werden es noch kennen (...aber aber, wer wird denn gleich in die Luft gehen, rauch Dir lieber erstmal eine HB...).

Das "moderne Schicksal" der Werbung ist, sie ist in den elektronischen Medien praktisch unbegrenzt möglich und trifft mit ihrem "Schrotgewehr" schon irgendjemanden. Früher -und auch heute noch- ist sie in den Druckmedien nach wie vor begrenzt und muß in gewisser Weise auch ziel- / personenorientiert sein. In der ZEIT / WELT kann ich schon mal für Luxusvillen, Luxusreisen oder Luxusautos werben. In der BILD wohl eher nicht. Das erforderte von den Werbenden, sich mehr mit der Zielperson / Zielgruppe und dem Medium, in dem sie werben, auseinanderzusetzen. Diesem Dilemma versucht man ja nun mit der personalisierten Werbung zu entkommen.

Und abschließend ein noch wesentlicher Gesichtspunkt zur Werbung ist, wie ich meine, die Werbung muß frei wählbar sein, d.h. die Entscheidung ob und welche Werbung der User sehen / nutzen will, muß bei diesem liegen. Werbung die dem User quasi -und womöglich noch unausweichbar- aufgezwungen wird, der versucht er wo und wie es nur geht zu entkommen.

Nun ja - sind so meine Gedanken zur Werbung.
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