Das Ende des Einzelhandels? Geshoppt wird online

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Der Online-Handel boomt - das Shoppen im Netz ist für viele schon längst zur Selbstverständlichkeit geworden. Dabei ist es gerade einmal 20 Jahre her, dass das Web für den kommerziellen Handel geöffnet wurde. Unter anderem das Plus an Bequemlichkeit und die größere Auswahl an Produkten zählen für den Verbraucher zu den Vorteilen gegenüber dem Einkauf im Geschäft.

In diesem Jahr soll für rund 44 Milliarden Euro im Netz geshoppt werden - allein in Deutschland. Und auch die Möglichkeiten zum Online-Einkauf sind in den letzten Jahren durch Smartphones und Tablets noch einmal vielfältiger geworden: Allein eBay registrierte hierzulande in den letzten zwölf Monaten mehr als 100 Millionen verkaufte Artikel über mobile Endgeräte.
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Nicht das Ende des Einzelhandels, aber hoffentlich erstmal das Ende von völlig Irren Ladenmieten in Innenstädten. 100 QM Wohnung in der Innenstadt 1100 Euro Miete, 100QM Ladenlokal nebenan 6500 Euro Miete
 
@Butterbrot: So bald das Wörtchen "Gewerbe" fällt steigen die Preise gleich um Faktor 5-10!
Seltsames Verhalten, gebe ich Dir vollkommen recht.
Als wenn Gewerbetreibende irgend wo einen Dukatenscheisser gebunkert haben, oder als
Gewerbliche die Taschen immer voller Geld.
Das aber erst einmal das Geld rein kommen muss, um diese Kosten decken zu können, wird
geflissentlich erst mal ignoriert.

Perfides Gesellschaftsverhalten.
 
Ich habe seit Jahren keinen Laden wie Saturn oder Mediamarkt besucht. Das einzige was ich im wesentlichen noch draußen kaufe sind Lebensmittel und Schuhe. Der rest wird zusammen geklickt.
 
naja... der Einzelhandel wurde ja auch die letzten Jahr extrem "Misshandelt" Metzgerfachverkäufer versuchen dir im Mediamarkt ein Notebook zu verkaufen...
Das hier angebotetne Notebook ist 20% über dem Preis von seriösen Onlinehändlern...

Es tut der Wirtschaft und den Comsumern keinen Schaden wenn der "Einzelhandel" den Bach runter geht.
=> kommt mir jetzt nicht mit Jobs...
1. brauchen die Onlinehändler auch Personal (vom Webdesigner, über die Produkteinstellung, über Rechnungsschreiber / Prüfer, bis zum Versender / Lageristen)
2. Wird es künftig wieder mehr Fachberater geben
=> gerade in der Computerbranche werde z.B. ich immer häufiger zu Dienstleistungen an "neuer" Hardware gefragt (oder die Frage: "was soll ich denn kaufen")

Ich kaufe nahezu nur noch Lebensmittel nicht online (selten mal Kleidung).
 
@baeri: 3 Millionen Menschen, die in Deutschland im Einzelhandel arbeiten, würden nach deiner These den Job verlieren. Diese Menschen würden sicherlich bei weitem nicht in deinem 1. Punkt verwurstet.

Zum 2. Punkt. Die Fachberater gibt es schon in qualifizierten Foren und in Gruppen auf Facebook und sogar noch in wenigen Geschäften im Einzelhandel. Dort informiert sich der Kunde gewissenhaft und kauft dann online. Das ist das große Dilemma.

Ergo ist dein Beitrag für die Tonne und zeugt keinesfalls von fundiertes Wissen! Ich habe lang genug als Fachberater im Einzelhandel, in leitender Position in der Computerbranche gearbeitet.

Bin schon auf die Minusklicker gespannt!
 
@William: Du HELD ^^

1. wenn jemand das "Fachwissen" fehlt um einen Computer zu kaufen, der Informiert sich auch nicht in Foren oder auf Facebook! Aber du kennst anscheinend nur die Leute die den "Fachhandel" so oder so schon lange nicht mehr brauchen ^^

2. Nicht alle "Einzelhandel" gehen von heute auf Morgen den Bach runter... dass mehr Leute in der IT gesucht werden als Einzelhändler ist heute schon so. Das wird auch weiterhin so bleiben sich sogar noch verstärken.

3. Das ist mir erst mal (vorsichtig gesagt) EGAL wenn 3 Millionen Einzelhändler seinen Job verlieren, wenn dafür 5 Millionen Lageristen, ITler und kaufmännische Angestellten dafür einen Job bekommen. => auch wenn ich ganz bestimmt niemanden wünsche einen Job zu verlieren (auch wenn du das sicher so interpretieren wirst)!!!

4. dein letzter Absatz beweist deine unendliche Reife ^^
 
@baeri: Dir ist aber bewusst das Lagerist / IT / Kaufm. Angestellter meist komplett andere Berufe sind im Vergleich zum Einzelhandel?
Aber mal realistisch gesehen wird das ein Prozess sein der gar nicht aufzuhalten ist.

Am Ende wird sich auch beim Einzelhandel die Spreu vom Weizen trennen, und nur die Geschäfte überleben, die auch einen Mehrwert bieten.

Das der Einzelhandel stirbt is ja doch eher unwahrscheinlich, es wird immer Menschen geben die lieber Beraten werden ( ob unwissend, oder um sich eine weitere Meinung zu holen ) und sicherlich wird der Einzelhandel auf dauer auch im Onlinegeschäft viel stärker vertreten sein ( Siehe Rewe mit der Leiferung nach Hause in vielen Gebieten, Saturn Online etc ).

Auf dauer denke wird es das ganze eher beleben als abtöten.
Konkurent belebt das Geschäft. So war es und so wird es bleiben.

Nur eins ist klar, im Onlinehandel sind weit Weniger Jobs nötig als im Einzelhandel. Schon allein durch die Art und Weise der Lageristik und Produkpräsentation.

Jeder wird da kaum aufgefangen.. allerdings wahrscheinlich die meisten.
Ich sehe da ohnehin in den nächsten 20 Jahren eine riesen herausforderung, sollte sich die Roboterisierung und Atomatisierung weiterhin so durchsetzen.. Da werden eine menge menge Jobs in jeder Branche wegfallen.
 
@baeri: Zu Punkt 1: Meinen Beitrag gelesen? ... und sogar noch in wenigen Geschäften im Einzelhandel.

Zu Punkt 3: Deine Rechnung kann nicht aufgehen, da viele Menschen im Einzelhandel gar nicht mehr Vollzeit arbeiten, sondern nur Teilzeit, weil viele Label diese Menschen nur noch auf 20 bis 30 Stunden maximal einstellen. Nach deiner These haben diese Menschen dann auch Lust und die Zeit in Vollzeit umzuschulen und einen Lageristen etc. abzugeben.

Du hast gar keine Ahnung, was die Menschen in den Einzelhandel treibt. Viele von denen machen das, weil sie gerne andere Menschen beraten und du nimmst denen mit deiner Aussage mal eben die Grundlage.

Wenn der Einzelhandel stirbt, geht das große Sterben der Städte erst richtig los. Deswegen bin ich für eine Balance zwischen Einzelhandel und Online Vertrieb.

Dir fehlt die Reife, wenn du den Einzelhandel abschreibst, weil du dir gar nicht bewusst bist, was das für die Städte und Kommunen bedeutet!
 
@William: Es wär schrecklich, wenn man in der Stadt nicht mehr das bekommt was man schnell benötigt - da kann auch ein Amazon Express Service nicht helfen.
Konkurrenz belebt das Geschäft, leider sind viele Einzelhändler nicht bereit eine geringere Marge einzufahren und schocken mit überzogenen Preisen.
(und damit wie sie nette alte Damen über den Tisch ziehen und einen Bären aufbinden, ja ich rede von EP vor allem auf den Dörfern)
Ich habe aber selbst schon nach einem Online-Preisvergleich die Stadt aufgesucht, weil es dort an günstigsten war. Okay, ich wohne jetzt in einer Stadt in der dies überhaupt möglich ist - kenne auch andere Großstädte in denen die Innenstadt bereits leer ist und es nicht mal mehr einen Karstadt gibt.
Das Sterben des Einzelhandels ist nicht aufzuhalten, aber die guten Läden bleiben hoffentlich erhalten, wenn sie für ihre Beratung den Preis nicht zu sehr anheben. Denn die Geiz-ist-geil-Mentalität lässt die Leute in den Fachhandel gehen zur Beratung und dann beim billigsten Johann online bestellen.

Zum Personal kann ich aber diese Sache mit dem Fleischfachverkäufer bestätigen, hatte schon zu gruselige "Beratung" bei Saturn vernommen. (wurde da aber auch schon ein-zwei mal sehr freundlich und kompetent beraten ;) )
 
@William: Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Ich weiß noch, wie man in Zeiten vor dem Mauerfall bei Karstadt von den Verkäuferinnen von oben herab behandelt wurde. Oder wenn man eine Frage hatte: "Fragen Sie mal da hinten den Mann mit dem blauen Hemd!" - und dann stand man da wie bescheuert und hat gewartet, bis der Herr Verkäufer Zeit für seinen Kunden hatte.

Heute ist man nur noch da unfreundlich, wo man es sich leisten kann: bei Netto, Lidl usw. Die füllen lieber die Regale auf, statt eine Kasse mehr zu öffnen. Aber nicht mehr lange, dann geht es denen auch an den Kragen.
 
@Michael41a: Freundlichkeit beginnt bei einem selbst. Wenn ich wortlos an der Kasse bezahle und noch ein grimmiges Gesicht ziehe, kann ich nicht erwarten, wie ein König behandelt zu werden.

Schau dir die Menschen doch mal in den Geschäften an! Und dann halte dir selbst einen Spiegel vor. Wenn ich freundlich zu den Menschen bin, bekomme ich auch ein freundliches Feedback. Es gibt sicherlich Ausnahmen. Die hast du aber auch beim Fachberater in der Computerabteilung.
 
@William: Ich kann an der Kasse noch so freundlich grinsen, da kommt trotzdem keiner, und macht eine weitere Kasse auf. Heute hat Aldi 4 min zu spät aufgemacht - man hatte eben noch was zu tun. Da hätte Freundlichkeit auch nicht dazu geführt, dass sie pünktlich aufmachen. Ich kann noch so freundlich sein, trotzdem werden sich die DDR-Zustände ("Haben wir nicht, ist diese Woche nicht mitgekommen." oder "Es ist nur das da, was im Regal steht." - so etwas gab es früher nicht) nicht ändern. Das einzige was hilft ist, wenn die Kunden wegbleiben.
 
@Michael41a: Dann mach den Mund auf. Auch hier gilt: Nur wer fragt, dem kann geholfen werden. Das funktioniert vielleicht nicht überall. Nur wenn du es nicht machst, weißt du nicht ob es klappt.

Den Kunden ist es egal. Die kaufen dort ein, wo die Geiz ist Geil Mentalität am Größten ist. Beschweren sich aber dann, das zu wenig Kassen geöffnet sind, weil nicht genug Verkäufer da sind. Die kosten allerdings auch Geld. Das müsste wiederum auf die Preise gewälzt werden, wenn mehr Personal eingestellt wird.

Und es wird einen Grund gegeben haben, das dein Aldi 4 Minuten zu spät aufgemacht hat. Notbesetzung, weil jemand krank geworden ist?! Wohl kaum, weil die Mitarbeiter sich an den Füßen gespielt haben. ;)
 
@Michael41a: Mein Fr.... Tatsächlich hat Aldi 4 (in Worten: Vier) Minuten zu spät aufgemacht. Um Gottes willen! Was ist Dir dadurch passiert. Welch grausames Schicksal hat Dich dadurch befallen. Ganz offen: Manchmal kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. UND bist Du Dir auch wirklich sicher, dass Deine Uhr atomuhr-sekundengenau ging? Waren es nicht vielleicht sogar noch 3 Sekunden später. Oder gar 5 Sekunden früher? :->
 
Und das obwohl es noch kein "Perfektes" Kaufhaus im Netz gibt.

Ich denke da an Möglichkeiten die das "Regale stöbern" im Laden auch ins Internet bringen. In Sachen Übersichtlichkeit ist das Internet noch nicht wirklich weit. Wenn ich z.B. im Laden nach einem Geschenk suche, kann ich in wenigen Minuten mehrere Regale abklappern, im Internet bin ich in der selben Zeit vielleicht bei 30 Artikeln.

Dann fehlt es im Internet einfach an Beratung. Sicher bekommt man die im Geschäft auch nicht immer aber wenn ich erst 100 Kommentare und 5 Foren durchsuchen muss um zu wissen welches Produkt für meine Anforderungen das richtige ist, dann ist das auch alles andere als praktisch. Ich denke da an Direktlinks zu sinnvollen Foren bzw. Informationsseiten.

Und zu guter letzt die Artikelbeschreibungen die entweder nicht stimmen oder einfach viel zu knapp sind. Da muss man erst in anderen Shops suchen damit man alle Informationen zu einem Produkt zusammen hat.

Wenn ein Shop das alles kann und dabei auch die entsprechende Auswahl hat, kann Amazon usw. einpacken.
 
@MOSkorpion: Sorry, aber all die Nachteile die du hier ansprichst, hast du im Einzelhandel auch. Denn ich zweifle bei 80% der Verkäufer an, dass sie einen fachgerecht beraten. Also hast du auch nur das Produkt im Regal stehen und kannst maximal selbst entscheiden ob es das richtige ist oder nicht. Insofern sind deine Argumente eher schwammig.
 
@MOSkorpion: deinen 2. Absatz versteh ich nicht...

Klar kann ich im Laden 20 Regale in 10 Minuten abklabbern und habe nebenbei 500 Artikel gesehen... die Frage ist doch WAS DAVON brauch / will ich?

Wenn ich bei Amazon einen Suchbegriff eingebe, hasst du schon recht, das ich in 10 Minuten 30 Artikel habe... aber alle 30 Artikel sind exakt in dem Preisfeld und exakt für den Verwendungszweck bestimmt den ich suche...
=> ich muss nur noch aussuchen was mir gefällt.

d.h. der einzige Nachteil ist -> das ich bei mehr auswahl mich besser entscheiden muss (wo so manch einer ein Problem hat)
 
@baeri: Wenn man genau weis was man sucht, hast du recht.
 
Muss sich der Einzelhandel aber nicht wundern...ich bin eigentlich Onlinekäufer was alles außer Klamotten angeht. Verschlägt es mich doch einmal in den Einzelhandel, weil ich hoffe etwas, dass ich sofort brauche zu bekommen, so gibt es das Gesuchte eben doch nicht, also lande ich wieder im Onlinehandel. Da habe ich das gewünschte zwar doch nicht so schnell, aber ich bekomme es definitiv und wenn nicht beim einen Händler dann beim Anderen und das ohne Weltreise....
 
Lebensmittel, und Kleidung ganz klar im Laden.

Mich würde es nerven, wenn man sich einen Pack an Kleidung schicken lässt und alles was nicht passt wird zurückgeschickt. Erhöht nur die Kosten und ist auch nicht Umweltfreundlich.

Der Rest wird spontan entschieden. Teilweise nerven auch Ladengeschäfte, weil eben die Auswahl gering ist und auch bei Buchhandlungen teilweise alles erst bestellt werden muss.
Dann muss man oft 2x in den Laden um das ganze dann abzuholen.

Und am Ende sind die Preise bis zu 40-50% teurer, dann kommt teilweise noch der Parkplatz, und allgemein die Fahrkosten dazu.

Bestes Beispiel ist doch Motorenöl. Im Handel bis Baumarkt kostet der Liter Markenöl bis 27 Euro.
Das gleiche Öl gibt es für 8 Euro im Internet.
 
Naja Online ist schon oft bequem. Aber in letzter Zeit habe ich die Erfahrung gemacht das OFFline manchmal einiges günstiger ist. Und ab und zu geht man dann doch mal "gerne shoppen". Och denke die beiden Wege werden sich weiterhin ergänzen.
 
das ende des Einzelhandels?
Sagen wir es so.. der Umsatz im Einzelhandel(inkl. Online) betrug 2014 ca 460mrd Euro. Jetzt macht online knapp 10 % aus und ihr schreibt vom ende des stationären Handels.. läuft bei euch.
 
Ich kaufe nur noch online. Was soll ich auch machen wenn der Fernseher gleich mal 200 im Internet billiger ist. So viel Mitleid habe ich da doch nicht das ich freiwillig 200 mehr bezahle. So viel Verdient man auch nicht mehr um so was zu machen.
 
Sorry wenn ich das mal so frei raus sagen muss. onlinehandel ist für mich eine seuche die hoffendlich bald wieder ausgerottet wird.

es geht nichts über das einkaufserlebniss in der innenstadt. morgens rein in die stadt und spät nachmittag wieder raus. zwischendurch käffchen oder prossecco und lecker essen und dabei mit freundinnen schnacken.

hab da auch nichts bei noch mal wieder hin zu müssen wenn was nicht da ist.
 
@Crazylena: Manche Leute müssen tatsächlich arbeiten und haben nicht die Zeit, ihre Tage in der Innenstadt zu vergeuden. Andere Leute wohnen zufällig etwas weiter weg von einer Innenstadt, welche ein Einkaufserlebnis bieten könnte. Wieder Andere können oder wollen nicht ständig schwere Einkäufe heim schleppen.
usw. usw. usw. ... es gibt also genug Gründe, auch mal in ein Einkaufscenter am Stadtrand zu fahren online einzukaufen.

Onlinehandel ist weder eine Seuche noch wird das wieder aussterben - zum Glück!
Es müssen sich eben neue Verhältnisse erst einpendeln, dass der stationäre Handel sich ändern muss und wird durch neue vertriebsformen, ist ja klar. Nicht umsonst bieten viele Händler auch online ihre Produkte an als Ergänzung zum Ladengeschäft, du solltest also wirklich darüber nachdenken, ob du das alles wirklich weg haben willst.
 
@Drachen: ich arbeite auch bis zu 12 stunden täglich. trotzdem habe ich zeit in die stadt zu gehen.
mein weg zur nächsten größeren innenstadt beträgt 2-2,5 stunden fähre und bis zu 3 stunden mit dem zug. diese zeit nehme und gönne ich mir. meine einkäufe schleppe ich gerne. denn dann weiß ich was ich für mein geld (ich zahle immer bar), bekommen habe.

was mich angeht, ich brauche und nutze kein onlineshopping. ich finde keinen wirklichen grund, trotz wohnen auf einem eiland.
 
Naja, selber Schuld?... Ich bin im letzten Monat von Rauchen auf Dampfen (E-Zigarette) umgestiegen. Ich habe also in der Zwischenzeit für mich 3 neuartige Offlineshops aufgesucht, weil irgendwelche Kleinigkeiten fehlten (zugegeben, die Hardware habe ich nach dem lesen einiger Forenbeiträge bei Amazon bestellt). Es steht zwar in diversen Foren, man sollte zwar besser eine Beratung in einem Offlineshop suchen, aber mit Beratung, ohne längerfristige Kundenbindung, ist eben kein Geld zu verdienen. Den Preis für Beratungskosten + Personal + Ladenmiete + ... auf die Preise umzulegen, mehr nicht, funktioniert nicht, da müssen schon zusätzliche Anreize kommen und die fehlten in allen drei Läden. Kaum etwas zum ankucken, und das wenige was da war, war auch noch nur von 2 oder 3 Herstellern, die man wesentlich billiger im Internet an jeder Ecke kaufen kann. Wenn man sich erdreistete mal nach etwas von der Werbe-Webseite des Shops zu fragen, kam die Antwort "Kann ich dir bestellen". Um es kurz zu machen, selbst Geschäfte die relativ neu sind und wissen dass die Konkurrenz im Internet groß ist, scheinen mir nicht wirklich ein Konzept zu haben, wie man zumindest einen Teil der bisherigen Online Kunden zu fröhlichen Offline-Kunden macht, sieht mir eher so aus wie "Ach das ist neu, wir machen mal einen Laden, nach dem Konzept was wir uns vorstellen, auf und sehen wie es läuft" und das reicht eben auf gar keinen Fall. Ich bin mir sicher, dass 2 von den 3 Läden in spätestens 2 Jahren auch wieder zu haben.
Stichwort "soziale Medien", einer der 3 Shops hatte auf der FB Seite eine relative lange Vorlaufzeit von mehreren Monaten. Auf die Idee mal VORHER eine Kundenbefragung zu machen, kam da natürlich auch niemand.
Nein, Onlineshops sind hier für mich hier nicht das Hauptproblem, dass Problem ist hier für mich eher eine gewisse Ideen- und Gedankenlosigkeit bei Offline-Shops.
Ich erwähne hier das mit dem E-Zigaretten Shop deswegen, weil diese keine Verbrauchswaren, wie z.B. Bäckereien anbieten, und auch nicht über einen gewissen Kundenstamm verfügen, wie ein alteingesessenes Küchenstudio, ein Elektrogerätegeschäft, ein paar Bekleidungsläden, Schuhgeschäfte oder Spezialgeschäfte wie Reisebüros, Bestatter usw. auf der Einkaufstraße in meinem Ort, da es bei diesen Läden kaum Onlinekonkurenz gibt oder sich die Läden mittlerweile darauf eingestellt haben.
 
Sicherlich fallen da Arbeitsplätze weg, ab so ist die Zeit und der Wandel. Früher gab es mit Hufschmieden, Henkern und Quacksalbern ( OK, die haben heute ne Kassenzulassung) auch florierende Brangen, die mußten dann auch umlernen.In den 70er Jahren haben ca. 1 Mio Menschen ihren Arbeitsplatz an Tankstellen verloren weil wir plötzlich selber tanken mußten/wollten.
 
Ich kann das ganze gebabbel nicht nachvollziehen. Jede betriebsform erreicht irgendwann seinen zenit das ist klar, Aber warum nervt euch dann der Personal Mangel bzw. Die fehlende fachliche Qualifikation wenn ihr am Ende doch nur geil seid auf den niedrigsten Preis. Das ist Hausgemacht. Wie könnt ihr eine gerechte Sortimentsbreite im Einzelhandel erwarten wenn der Umsatz letztendlich doch an den Onlinehandler geht, das geht einfach nicht. Am Ende solltee ihr lieber im Hinterkopf behalten wohin die ganzen Gelder verschwinden. Bleiben sie hier wo es in unsere Wirtschaft zuruckfließt oder landet sie im Ausland bzw. Bei den oberen Zehntausend die danach noch leichteres Spiel haben den nicht vorhandenen Mittelstand auszubeuten. Denkt ihr ernsthaft der Online Handel wird weiter so kulant bleiben bzw. Immer den günstigsten Preis bieten. Auch hier wird mit der Zeit der Kampf um Innovation schwinden. Marktanteile, Verdrängung und Umsatz werden an vorderster stelle stehen und auch hier wird an Qualität (jeglicher Art) geschraubt werden. Mir ist bewusst das jeder von uns nur ein kleines Zahnrad dieses Systems ist jedoch sollte man das deshalb nicht aus den Augen lassen. Am Ende sollte es uns um (Mit) Menschen gehen On wie Offline und nicht um Betriebsformen oder Unternehmen.
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