Wunsch vom Auge ablesen: Eye-Tracking-Technik im Gamer-Notebook

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Die Technologie des Eye-Tracking-Spezialisten Tobii kommt zukünftig in den Gaming-Notebooks von MSI zum Einsatz. Gemeinsam stellten die beiden Unternehmen auf der Elektronikmesse Computex in Taiwan ein entsprechendes Gerät vor, bei dem die Technik direkt in das Gehäuse des Rechners integriert worden ist.

Erstmals will man so versuchen, eine solche Technik einem größeren Markt zugänglich zu machen. Im Gaming sieht man dabei einen besonders vielversprechenden Ansatz. Das System kann hier die Augenbewegungen der Spieler überwachen und die daraus gewonnenen Informationen auswerten, um beispielsweise das Sichtfeld auf dem Display zu steuern. Dies muss der Spieler dann also nicht mehr manuell über Eingabegeräte erledigen.

Assassin's Creed: RougueAssassin's Creed: RougueAssassin's Creed: RougueAssassin's Creed: RougueAssassin's Creed: RougueAssassin's Creed: Rougue

Support in Spielen schon da

Die Eye-X-Technologie von Tobii konnte bisher bereits als separates System erworben werden, das über USB an den Rechner angeschlossen wird. Allerdings verspricht dies nicht gerade eine große Verbreitung, da wohl nur wenige Nutzer extra Geld für Peripherie ausgeben werden, von deren Nutzen sie noch nicht überzeugt sind.

Die Integration in ein Notebook, das ohnehin gekauft wird, kann hingegen helfen, für Erfahrungsberichte zu sorgen. Fallen diese positiv aus, dürften sich nach und nach mehr Käufer finden, was dann letztlich zu einer kritischen Masse führen kann. So dürften zumindest die Überlegungen der Partner sein, wenn es um MSIs neuen Rechner geht. Das Gerät namens GT72 ist mit einem 17,3-Zoll-Display ausgestattet und soll in den kommenden Monaten in den Handel kommen.

Bereits jetzt gibt es einige Spiele, die die Technologie unterstützen. Der bekannteste Vertreter dürfte dabei "Assassin's Creed Rougue" sein. Hier sorgt die Technologie dafür, dass das Sichtfeld auf dem Bildschirm stets danach ausgerichtet wird, wohin sich die Augen des Spielers bewegen. Wie praktisch das letztlich ist, wenn man längere Zeit spielt, muss sich allerdings erst noch zeigen.
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Als Steuerung klingt das ziemlich bescheuert. Ich schaue ja auch die UI-elemente an etc. Außerdem ist das eine generelle Regel, dass nur solche Mechanismen des Körpers als Steuerung verwendet werden sollten, die überhaupt völlig bewusst gesteuert werden können. Die Augenbewegungen gehören ähnlich wie die Atmung oder Lidschlussbewegung zu der merkwürdigen Grauzone zwischen Reflex und bewusster Bewegung. Ich halte das für eine außerordentlich schlechte Idee den Nutzer damit zu stressen.

Andererseits fand ich immer, dass es eine gute Idee wäre, die Berechnungsgenauigkeit (Detailgrad der Texturen oder Kantenglättung oder sowas) in der durch Augenbewegung ermittelten Peripherie runterzuregeln um die Performance zu steigern. Gibt es sowas eigentlich?
 
@nablaquabla: Dem kann ich nur zustimmen und Sicherheitsbedenken habe ich bezüglich dieser Technik ebenfalls. Nicht ohne Grund kleben Laptop Nutzer die Webcam ihrer Geräte ab und auch meine eigene externe Webcam ist nur dann angeschlossen, wenn sie auch gebraucht wird.
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