Virtual-Reality: Videospiele als Vorbild zur Behandlung von Phobien

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Nathalie leidet unter Platz- und Höhenangst. Um ihr Problem zu behandeln, nutzen die Ärzte des Van-Gogh-Krankenhauses in Charleroi, Belgien, sogenannte Virtual-Reality-Apparate. Mit einem speziellem Headset kann sie sich sicher in einer ihr angsteinflößenden Welt bewegen. Die Idee dahinter ist, sich den eigenen Phobien zu stellen und sie mit Hilfe dieses 3D-Geräts kontrollieren zu lernen.

Angepasste Therapien

Noël Schepers, Psychologe am Van-Gogh-Hospital in belgischen Charleroi erklärt: "Die Personen, die diesen Test in einer virtuellen Realität machen, wissen, dass sie sicher sind. Aber das Gehirn reagiert, als ob es die Wirklichkeit wäre. Genau hier setzen wir mit der Übungstherapie an. Ursprünglich wurde diese Technik für Videospiele geschaffen. Aber deswegen können wir sie für die Behandlung von Höhen- und Platzangst oder posttraumatischen Stresssyndromen nutzen."

Es gibt viele verschiedene Phobien. Bei ihrer Behandlung ist im Idealfall jedes Programm auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten. Schweizer Wissenschaftler der Technischen Hochschule Lausanne arbeiten an einem noch präziseren Gerät für die erfolgreiche Behandlung von Phobien.

Bruno Herbelin, Neurowissenschaftler an der EPFL Lausanne: "Für unser neues Gerät haben wir einen anderen Ansatz gewählt. Wir schaffen keine 3D-Bildinhalte, sondern wir filmen sie. Mit einer Kamera können wir Panorama-Aufnahmen machen, mit Ton. Wir schaffen eine sehr reale Welt in der virtuellen Realität."

Hohe Erfolgsquote

Virtual-Reality-Apparate werden weltweit immer häufiger zur Behandlung von Phobien genutzt. Belgische Ärzte sprechen von einer 80-90 prozentigen Erfolgsquote. Dennoch: Einige Wissenschafter warnen vor einer Ausweitung der neuen Behandlungsmethode. Zu wenig sei über die Langzeitwirkungen auf das menschliche Gehirn bekannt.
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jo...ewig gestrige warnen immer vor neuen entwicklungen.

ich finde das eine gute, sichere methode. der patient kann JEDERZEIT in die sichere welt zurück flücheten und sollte somit eine niedrigere hemmschwelle haben, sich seiner angst zu stellen.
 
Kann man damit auch Homophobie und Angst vor Fremden heilen?
 
ich halte davon nichts. Mein Terapheut sagt immer man soll nicht gegen seine Angst kämpfen, sondern sie wahrnehmen, und sein Ziel aber im Blick behalten. Ängste sind ein Schutzmechanismus, den man nicht abschalten kann. Es wird auf kurzer Zeit garantiert helfen, aber die Angst bleibt ja im Unterbewusstsein, und sobald etwas schlechtes passiert, kommt die Angst wieder. Dieser Apparat gaukelt einem doch nur vor, dass nichts passiert.
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