Touch ID im iPhone 6 bleibt anfällig für den "Holzleim-Hack"

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Apple hatte erstmals 2013 mit dem iPhone 5S ein Smartphone mit Fingerabdruckscanner veröffentlicht. Der sogenannte Touch-ID-Sensor im Homebutton des iPhone soll traditionelle Maßnahmen wie die Eingabe eines Sicherheitscodes ersetzen und die Daten des Nutzers sozusagen mit der ultimativen individuellen Note schützen. Schon damals hatte sich gezeigt, dass sich der vermeintlich fingerfertige Mechanismus durchaus einfach überlisten lässt.
iPhone 5SSicherheit mit Fingerzeig? Apples Touch ID
Beim aktuellen Hack des Touch-ID-Sensors im neuen iPhone 6 wurde dabei exakt dieselbe Technik angewendet, mit der auch schon der Zugang zum iPhone 5S erlangt werden konnte. Eines ist dabei aber ganz klar: zwar kommen bei dieser Methode einfache Hausmittel wie ein Drucker und Holzleim zum Einsatz. Mit einer einfachen Bastelarbeit hat der Touch-ID-Hack aber nichts gemein.

Der Sicherheitsforscher Ben Schlabs von SRLabs musste zunächst den entsprechenden Fingerabdruck abfotografieren, digital bearbeiten und dann mit einem Laserdrucker auf eine Folie übertragen. Mit diesem Ausdruck kann dann eine Kupferplatine belichtet werden, aus der sich das individuelle Fingerrillenmuster herausätzen lässt. Bestreicht man das Ergebnis mit Holzleim, lässt sich sozusagen ein Stück falscher Finger produzieren. Da dieses Finger-Double dieselben Konturen ausweist wie die Vorlage, und in Touch ID keine Lebenderkennung integriert wurde, kann so das iPhone entsperrt werden.
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