Tidal Lagoon Swansea Bay - Gezeitenkraftwerk in Wales

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Die Kraft des Meeres ernten soll ein Gezeitenkraftwerk, das derzeit in einer künstlich aufgeschütteten Lagune bei Swansea in Wales entsteht. Die Swansea Bay wurde als Standort für die Anlage ausgewählt, weil dort die Gezeiten besonders stark ausgeprägt sind.

Vielseitige Anlage

Zur Stromerzeugung bauen die Unternehmer einen 9,5 Kilometer langen Damm mit Wellenbrecher, der mit Turbinen ausgestattet ist, die die Höhenunterschiede zwischen Ebbe und Flut in der Lagune nutzen. Durch die Trichterform der Bucht und die relativ geringe Wassertiefe entsteht hier eine Gezeitenwelle, die einen Tidenhub von bis zu 10,5 Metern aufweist.

Ton Fijen, Tidal Lagoon Swansea Bay: "Diese Art von Anlage ist mehr als nur ein Kraftwerk. Sie kann für viele weitere Aktivitäten genutzt werden, als Ausflugsziel oder für Aquakultur. Die riesige Anlage kann auch als Flutschutz für das Küstenvorland dienen." Das Gezeitenkraftwerk wird über eine Kapazität von 320 Megawatt verfügen und pro Jahr über 500 Gigawattstunden Strom produzieren - genug, um den Bedarf von rund 155.000 Haushalten zu decken.

Kritik am Projekt

Es gibt aber auch Gegner des Projekts, allen voran die lokale Fischerei, vertreten durch Mark Lloyd: "Viele Fischarten nutzen die Mündung des Severn als Brutstätte. Die künstliche Lagune könnte die Fischbestände in einem großen Umkreis beeinträchtigen. Das ist ebenfalls problematisch für Wanderfische. Es gibt viele Industriezweige, die von der Fischerei abhängig sind." Auch Umweltschützer warnen vor der Zerstörung des Meeresbodens durch die künstliche Lagune und negativen Folgen für die Fisch- und Vogelwelt. Anfang 2017 soll das Gezeitenkraftwerk den Betrieb aufnehmen.
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Gut, dass Winfuture über ein Gezeitenkraftwerk berichtet.
 
@xploit: GezeITenkraftwerk. passt doch.
 
@dognose: Und selbst da muss ich schon ganz genau hinschauen. (Danke) :D
 
Bei solchen Projekten stellt sich immer die Frage nach der Kostenwahrheit. Wurde der Bau mit öffentlichen Geldern übermäßig gefördert, wird der erzeugte Strom staatlich subventioniert usw. Letztendlich ist es doch so, dass wir unseren Strom heute doppelt bezahlen. Einerseits über die Stromrechnung, andererseits über unsere Steuergelder, die den Energiekonzernen - aber auch kleineren Kraftwerksbetreibern (von z.B. Windparks oder Biogasanlagen) - in Form von Förderungen den Rachen geworfen werden.
 
@Heimwerkerkönig: Genauso, wie die Betreiber von Kernkraftwerken viele Millionen für die vorzeitige Abschaltung kassieren, dadurch sogar noch um notwendige Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen herumkommen. Gespart und subventioniert - doppelt Profit.
 
@Heimwerkerkönig: Darüber könnte man freilich streiten, man könnte aber auch begrüßen, dass es überhaupt Bemühungen gibt, Projekte der erneuerbaren Energie zu realisieren anstatt im Schaukelstuhl zu sitzen, Däumchen zu drehen und zu überlegen, wie es nun weitergeht. ;)
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