Sôki - Das erste E-Auto aus Chile

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Sôki ist das erste chilenische Elektro-Auto, ein schnittiger Zweisitzer, der Ende September auf den Straßen von Santiago de Chile Premiere feierte. Das zehn PS starke Vehikel hat eine Reichweite von vergleichsweise niedrigen 60 Kilometern. Dafür lässt sich die Batterie entnehmen und soll an jeder beliebigen Steckdose in drei Stunden vollgeladen sein. Die Entwickler dachten bei Sôki an eine Mischung aus Auto, Fahrrad und Motorrad, komfortabel aber dennoch wendig und sauber.

Neues Verkehrsmittel

Daniel Perez, Erfinder von Sôki: "Für mich war es zunächst ein persönliches Anliegen, das sich dann zu einer technischen Herausforderung entwickelte. Wir wollten ein neues Transportmittel schaffen, das die Sicherheit und den Komfort eines normalen Autos mit den praktischen Vorteilen eines Motorrads und eines umweltfreundlichen Fahrrads verbindet, und das zu einem günstigen Preis."

Sôki kann als Motorrad zugelassen werden und soll ab 2016 in Kleinserie in die Produktion gehen. Das elektrische Fahrzeug wurde mit Unterstützung der chilenischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Corfo entwickelt. Deren Leiter unterstreicht das Potenzial des sparsamen und umweltfreundlichen E-Autos in modernen Städten.

Lösung für moderne Städte

Patricio Feres, Corfo: "Die Herausforderungen werden immer größer, vor allem in dicht bevölkerten Städten. Die Entwickler des Autos bieten eine Lösung an, die sauber und effizient, sicher und komfortabel ist."

Ab März sollen die ersten Fahrzeuge in den Verkauf gehen zu einem Preis von 12.000 Euro. Bis dahin wollen Daniel Pavez und sein Team mit durch die Städte des Landes reisen um für Sôki zu werben.
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Hmm... Ich war gerade erst wieder 3 Wochen und mehrere Hundert KM im Nordosten von Brasilien unterwegs. Ich stell mir gerade vor, der würde da mit seinem Überraschungsei fahren wollen...
Die Schlaglöcher, die teilweise ganz Auto verschlucken können, sind noch nichtmal das größte Problem: Man fährt dort in einer Hackordnung der Fahrzeuggröße. LKW Fahrer kümmern sich nicht um kleinere Fahrzeuge, Autofahrer ignorieren Motorräder usw. Und dann kommt da so ein süßes, kleines, schnuckeliges Elektrospielzeug auf die Piste... Das wird lustig...und vor allem lebensgefährlich.
Apropos: In Brasiliens Städten fährt man üblicherweise mit verdunkelten Scheiben, damit man an der nächsten Ampel nicht überfallen, ausgeraubt oder gleich erschossen wird. Und da will sich jemand mit so einem offenen Teil freiwillig auf die Straße begeben?
Aber vielleicht ist ja in Chile alles besser und sicherer...
Ach ja: Strom... Im Nordosten von Brasilien hat man so um die 220V mit 60Hz. Wenn man Glück hat. ich hab auch schon 176V an der Steckdose gemessen. Also betreibt man dort alles was beim Einschalten "Piep" macht mit einem "Estabilizador", der saubere 110V heraus zaubert. Nur... Zum Aufladen der Batterien eines solchen Fahrzeuges wird es wohl gar keine Stabilisatoren geben, in der Stärke...
 
@Skystar: Den Nordosten kenne ich auch ein wenig, ich kann deine Erfahrungen bestätigen. Aber ob diese wirklich mit Chile vergleichbar sind?
 
Tja, jetzt nichts gegen Daniel Perez aber so ein Teil kann "jeder" zusammenbauen. Die deutsche Automobilindustrie setzt weiterhin auf PS, Öl-Motoren, Getriebe usw. also auf mehr oder weniger aufwendige und komplizierte Technik (und das die Kunden zahlen können). Unabhängig davon, dass ich nicht glaube das Elektroautos der Weisheit letzter Schluss ist, was die Umwelt betrifft, aber die deutsche Autoindustrie wird sich so nicht ewig halten können.
 
@Lastwebpage: Das hat zwei trifftige Gründe...
Zum Einen wäre da die Öllobby, die natürlich nicht will, dass sich die Leute Elektroautos kaufen und dementsprechend Steine in den Weg werfen(Google-> Warum das Elektroauto sterben musste)
Zum Anderen sind da natürlich die Autobauer selbst, die mit einem verschleißstarkem Auto mehr Einnahmen erzielen als mit einem langlebigen E-Auto.
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