Samsung Galaxy Note 4 im Test - Ausführliche Video-Review

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Mit dem Samsung Galaxy Note 4 hat der koreanische Smartphone-Marktführer seine sehr erfolgreiche Phablet-Serie einmal mehr aktualisiert und dabei einige Neuerungen umgesetzt, die nicht nur bei Freunden der Produktreihe gut ankommen dürften. Auch das neue Galaxy Note setzt erneut den Maßstab für direkt produktiv nutzbare Smartphones, denn unter anderem ist der Stylus noch besser geworden.
Samsung Galaxy Note 4Groß, breit, stark...und praktisch - Das Samsung Galaxy Note 4
Optisch orientiert sich das neue Galaxy Note 4 zwar an seinen Vorgängern, verabschiedet sich aber endlich von der ausschließlichen Verwendung von Kunststoff als Gehäusematerial. Stattdessen steckt jetzt im Kern ein Aluminiumrahmen, der außen nur anhand schmaler glänzender Streifen am Rand erkennbar ist, denn anders als bei den Geräten mit Plastikrahmen mit ihrem glänzenden aber eben nur nachgeahmten Chrom-Look wird hier auf eine zurückhaltende Optik gesetzt, bei der man den echten Metallrahmen sogar noch lackiert. Die Rückenabdeckung ist weiterhin aus Plastik, ermöglicht aber auch, dass man leicht Zugang zum austauschbaren Akku, dem SIM- und dem MicroSD-Speicherslot bekommt.


Das Super AMOLED-Display des Note 4 hat eine auf 2560x1440 Pixel und somit 2K-Niveau gesteigerte Auflösung. Diese macht sich dadurch bemerkbar, dass das noch immer mit PenTile-Anordnung daherkommende Display trotz der gegenüber einer RGB-Streifen-Anordung eigentlich unterlegenen Technik gestochen scharf wirkt. Die negativen Auswirkungen der gesteigerten Auflösung halten sich in Grenzen. Andererseits hat das neue Panel des Note 4 in Sachen Farbdarstellung große Vorteile gegenüber dem Vorgänger und vielen Konkurrenten mit LCD-Technik. Die Farbdarstellung stimmt fast perfekt mit dem sRGB-Farbspektrum überein und die Farbtemperatur ist nah an den Idealwerten. Bei Kontrast und Schwarzwert ist das Panel natürlich ebenfalls hervorragend, was an der OLED-Technik liegt.
Samsung Galaxy Note 4Das Display des Samsung Galaxy Note 4 in einer Nahaufnahme
Der Kunde hat dabei aber auch die Wahl, ob er nicht doch lieber die stark übersättigten Farbwerte sehen möchte, die er von früheren AMOLED-Displays aus Samsungs Produktion kennt. Man muss dazu lediglich die automatische Kontrast- und Farbanpassung von Samsung aktivieren, was auch den kuriosen Vorteil hat, dass das Display im aktiv angepassten Modus mehr Leuchtkraft bietet. So erreicht es im Freien dann Werte knapp unter der 470-Candela-Marke, was zwar keine Spitzenleistung ist, aber eine gute Lesbarkeit sicherstellt. Im "Einfach"-Modus mit der fast perfekten Farbwiedergabe bleibt die Leuchtkraft hingegen bei rund 350 Candela, ist also manchmal nicht ausreichend.

Die Leistung liegt beim Note 4 auf sehr hohem Niveau, was natürlich auf den neuen Qualcomm Snapdragon 805 Quadcore-SoC mit seinen vier bis zu 2,7 Gigahertz und der integrierten Adreno 420 Grafikeinheit liegt. In Benchmarks ist das Gerät in der Spitzengruppe anzusiedeln und im Alltagsbetrieb gibt es nur in wenigen Fällen noch Ruckler. Auch die hohe Auflösung stellt hier keine Hürde dar, denn die Oberfläche läuft stets flüssig, sei es beim Scrollen im Browser oder einfach nur im App-Drawer. Die drei Gigabyte Arbeitsspeicher tragen dazu sicherlich einen Teil bei, sind aber bei einem so teuren und vor allem in Sachen Anspruch hoch angesiedelten Gerät eigentlich ohnehin Pflicht. Grundsätzlich wird das Note 4 mit 32 Gigabyte ausgerüstet, was für die meisten Nutzer auch ausreichen sollte - die Erweiterung per MicroSD-Kartenslot ist um bis zu 128 GB möglich, sollte es in dieser Hinsicht mal Probleme geben.

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Der Lautsprecher des Samsung Galaxy Note 4 ist wohl der größte Schwachpunkt des Geräts. Er ist ungünstig auf der Rückseite positioniert und wird durch häufig verdeckt. Außerdem liefert der Speaker einen nur wenig zufriedenstellenden Klang, weil er sehr hohe Töne ausspuckt. Zwar ist der Lautsprecher einer der lautesten in aktuellen Smartphones, doch macht es wenig Spaß, ihm zuzuhören.

Die Kamera des Note 4 weiß mit hoher Auflösung und 4K-Video-Fähigkeit zu beeindrucken und liefert insgesamt auch sehr gute Fotos. Samsung beweist hier einmal mehr, dass man in Sachen Kamera zu einigem fähig ist, wobei dies hier wohl vor allem dem Sony IMX240 Sensor zu verdanken ist, der im Note 4 verbaut ist. Mit dem erstmals bei einem Note-Modell integrierten optischen Bildstabilisator ist es nun besser möglich, in Full-HD-Auflösung zu filmen und dabei weniger verwackelte Ergebnisse zu erzielen. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen sind dadurch bessere Bilder möglich. Insgesamt kann die Kamera aber bei wenig Licht nicht immer überzeugen, auch wenn sie insgesamt gute Ergebnisse liefert.

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Die TouchWiz-Oberfläche des Note 4 läuft auf Basis von Android 4.4.4 "KitKat" und wurde erneut etwas verschlankt. Sie wirkt dadurch aufgeräumter, wobei Samsung vor allem darauf gesetzt hat, durch eine bessere Struktur für Ordnung zu sorgen und den Nutzer nicht mehr mit gleichzeitig und massenhaft präsentierten Optionen zu erschlagen. Der überarbeitete Stylus mit seiner gesteigerten Zahl von Druckstufen kann in Verbindung mit diversen neuen Inking-Funktionen so viel wie noch nie, wobei Samsung seine geballte Erfahrung ausspielt, um zu zeigen, dass der Stift nicht nur nette Dreingabe sondern bei entsprechender Bereitschaft, sich mit den Features auseinanderzusetzen, auch wirklich nützlich ist.

Die Akkulaufzeit des Note 4 fällt wegen des neuen 3220mAh-Akkus gut aus, so dass man mit dem Gerät locker über den Tag kommt und bei moderater Nutzung auch ohne Probleme gleich zwei Tage damit auskommt. Praktisch ist, dass das Gerät mit Fast-Charging-Support aufwartet, also innerhalb von einer halben Stunde auf 50 Prozent geladen werden kann, wenn man den mitgelieferten 9-Volt-Adapter nutzt, der mehr Leistung liefert als herkömmliche Smartphone-Netzteile. Auch der Ultra-Power-Saving-Modus kann hilfreich sein, verlängert er die Laufzeit doch ungemein. Weil der Sparmodus nur noch die wichtigsten Funktionen aktiv lässt, die CPU einbremst und das Display nur noch Graustufen anzeigt, kann man in diesem Modus mehrere Wochen Laufzeit erzielen. Samsung Galaxy Note 4Abnehmbare Rückseite, austauschbarer Akku, erweiterbarer Speicher Der Fingerabdruckleser und der Herzfrequenzmesser sowie der Infrarot-Blaster bleiben auch beim Note 4 meiner Meinung nach eher Gimmicks als nützliche Helfer. Der Fingerscanner ist unkomfortabel in der Nutzng, denn man muss immer recht präzise aus einer Richtung darüber streichen, wobei sich dieses Problem durch die Ablage mehrerer in unterschiedlicher Richtung erfasster Fingerabdrücke des Nutzers etwas abfedern lässt. So einfach und simpel wie beim iPhone oder auch dem Android-basierten Konkurrenten Huawei Ascend Mate 7 ist er aber bei weitem nicht. Der Herzfrequenzmesser dürfte ebenfalls nur ein Nischenpublikum ansprechen und ist wie der schlecht funktionierende IR-Blaster höchstens als nette Dreingabe zu betrachten.

Insgesamt kann das Samsung Galaxy Note 4 mit einem durchaus ansprechenden Design, hoher Bauqualität, sehr guter Leistung, einem hervorragenden Display, ordentlicher Kamera und langer Laufzeit durchaus überzeugen und hat im Grunde auch eine Kaufempfehlung verdient, wäre da nicht der wie üblich recht hohe Preis von fast 700 Euro.

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Smartphones ohne Digitizer kann ich einfach nicht ernst nehmen. Galaxy Note FTW.
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