RoomAlive von Microsoft macht jeden Raum zur interaktiven Spielfläche

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Microsoft Research hat mit RoomAlive ein neues Forschungsprojekt vorgestellt, bei dem mit Hilfe von Projektoren und Kinect-Kameraeinheiten demonstriert wird, wie sich ganze Räume in eine interaktive Spielfläche verwandeln lassen. Das Proof-of-Concept basiert auf dem früheren Projekt IllumiRoom, führt dieses jedoch deutlich weiter.

Hinter dem Projekt stehen die Forscher Hrvoje Benko und Brett Jones mit ihrem Team, die sich mit neuen Möglichkeiten zur Interaktion mit Computern beschäftigen. Die Entwickler nutzten für RoomAlive nach eigenen Angaben sechs sogenannte "Procams", bei denen es sich um eine Kombination aus einem handelsüblichen Beamer, einer Kinect-Kameraeinheit der ersten Generation und einem kleinen Rechner handelt. Diese werden an der Decke eines Raums befestigt und miteinander kombiniert, wobei die Einrichtung und Justierung des Systems automatisch erfolgt.

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Mit Hilfe der Kinect-Kameras wird der jeweilige Raum vermessen und zu einem 3D-Modell gemacht, auf das dann über die Projektoren das gewünsche Bild gelegt wird. Weil die Software dahinter in der Lage ist, Boden, Wände und andere Flächen zu unterscheiden, können diese mit unterschiedlichen Inhalten belegt werden. Anders als bei ähnlichen Ansätzen, die diese als "Projection Mapping" bezeichnete Technik nutzen, wird der projizierte Inhalt in Echtzeit dem jeweiligen Raum angepasst, was ohne Eingaben des Nutzes erfolgen kann.

Die Kinect-Kameras erkennen die Position und Blickrichtung des Nutzers und passen das projizierte Bild der Perspektive an, um eine ordnungsgemäße 3D-Darstellung zu gewährleisten. All dies erfolgt dynamisch während der Nutzung, so dass stets ein korrekt ausgerichtetes Bild ausgegeben wird. Auf Wunsch kann man so den Raum inklusive der gesamten Einrichtung mit interaktiven Inhalten wie Spielen belegen. Für RoomAlive nutzten die Forscher zunächst die Spiele-Engine Unity.

Die Spieler können mit dem jeweiligen Spiel allein oder gemeinsam interagieren, um zum Beispiel auf eingeblendete Spielgegner zu schießen, sie zu berühren oder anderweitig Einfluss auf ihr Verhalten zu nehmen. Weil die Kinect-Kameras Infrarotsensoren enthalten, kann man auch mit einer Spielzeugwaffe auf Gegner losgehen und ähnliches. Auf Wunsch lassen sich auch Spiele realisieren, bei denen der Anwender eine Figur mittels einem einfachen Xbox-Controller vom Sofa aus über die verschiedenen Oberflächen im Raum steuert.

Benko und sein Team zeigen RoomAlive am Mittwoch erstmals während des ACM User Interface Software and Technology Symposiums auf Hawaii öffentlich. Ob und wann das Projekt jemals zu einer kommerziellen Umsetzung kommt, bleibt abzuwarten, denn es handelt sich wie erwähnt lediglich um ein Forschungsvorhaben von Microsoft Research. Langfristig sollen die Erkenntnisse aus dem Projekt aber durchaus in Produkte des Konzerns einfließen.
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Naja so richtig toll sieht das ja noch nicht aus dafür das die ganze decke voll mit Beamern hängt. Ich warte bis es so funktioniert wie in dem film "Her" bevor ich dafür Geld ausgebe.
 
@MOSkorpion: Die Decke voller Beamer würde mcih nicht stören, nur das Geld das ich für die alle vermutlich latzen dürfte hab ich nicht.
 
@cathal: und das ergebnis sieht ziemlich schwach aus, wie ich finde.
 
hier ein mario kart mit so einem prinzip, find ich sehr cool:
http://youtu.be/77JFjtKEhSw
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