Roboter helfen Schlaganfallpatienten

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Nach einem Schlaganfall kann es zu schweren Lähmungen kommen. Eine Therapie ist dennoch oftmals möglich, wenn sie intensiv genug ist. In vielen Reha-Zentren wie dem National Hospital for Neurology and Neurosurgery in London sind deswegen zunehmend Roboter im Einsatz, die, wie in diesem Fall, den Arm der Patientin bestimmte Bewegungsmuster vollziehen lassen. Gleichzeitig verfolgt die Frau ein Videospiel auf dem Computerbildschirm.

Mehr Abwechslung

Fran Brander, Krankengymnastin: "Roboter und Computer sorgen für mehr Abwechslung in der Therapie, der Patient muss sich konzentrieren, während er die Übungen vollzieht, um auf die Muskelplastizität einzuwirken. Aber es ist kein Ersatz für Krankengymnastik. Wir werden hier nicht sechs Roboter aufstellen und sagen, das reicht aus. Der Roboter weiß nicht, wie man angespannte Muskeln behandelt oder geschwächtes Muskelgewebe gezielt aufbaut."

Das Exoskelett unterstützt die Bewegungen und entlastet den Arm vom eigenen Gewicht. Vor dem Beginn der Übungen wird das Patientenprofil in den Computer eingegeben, der den Roboterarm steuert. "Man vergisst, wozu der Arm fähig ist, wenn er eine Weile nicht benutzt wurde", sagt eine Patientin. "Hier lernen wir mithilfe des Roboterarms, den rechten Arm wieder zu bewegen."

Kein Ersatz für den Therapeuten

Der Armroboter schafft immerhin bis zu 1000 Wiederholungen pro Stunde mit einem Patienten. Er soll den Therapeuten nicht ersetzen, sondern entlasten, besonders bei den monotonen Übungen, die so wichtig sind für den Erfolg.
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