Quanta NH6: Next-Gen Stick-PC mit Intel Core M für Windows 10 im Hands-On

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Der taiwanische Vertragsfertiger Quanta arbeitet offensichtlich bereits an der nächsten Generation der Windows-basierten HDMI-Sticks auf Basis des Intel Core M Strompar-Prozessors, der normalerweise vor allem in großen Tablets, 2-in-1-Geräten und Ultrabooks verwendet wird. Auf der Computex 2015 ist uns am Stand von Intel das Quanta NH6 getaufte Gerät in Form eines Prototypen über den Weg gelaufen, so dass wir uns die Zeit für ein kurzes Hands-On-Video genommen haben.
Quanta NH6Quanta NH6 Prototyp: Quanta NH6USB Type-C zur Stromversorgung..... Quanta NH6und ein passiv gekühlter Intel Core M
Noch handelt es sich bei dem hier gezeigten Gerät lediglich um einen Prototypen, denn auf der im Google-Cache aufzufindenden Produktseite aus Intels IoT-Portal ist ein weiterentwickeltes Design zu sehen. Sicher ist aber, dass hier der Intel Core M 5y10 bzw. 5y10a verwendet werden soll, der deutlich mehr Leistung bieten kann, als die bisher im Intel Compute Stick und ähnlichen Stick-PCs für den HDMI-Port verwendeten Intel Atom "Bay Trail"-SoCs. Die beiden Kerne des Chips laufen jeweils mit 0,8 Gigahertz Basistakt und erreichen eine Burst-Frequenz von 2,0 Gigahertz, falls mehr Leistung benötigt wird. Weil der Core M aber auf der "Broadwell"-Architektur basiert, dürfte die Leistungsausbeute höher ausfallen als bei den Atoms, vor allem was die Grafik-Power angeht.

Das Produkt-Listing gibt die Kapazität des Arbeitsspeichers mit vier Gigabyte an, wobei der Core M theoretisch bis zu 16 GB RAM unterstützen würde. Leider setzt Quanta hier wohl auf 32 oder 64 GB fassende eMMC-SSDs, die nicht die gleichen Übertragungsraten erreichen wie eine ebenfalls mögliche M.2-SATA-SSD, wobei sich auf Basis des gleichen Referenzdesigns sicherlich auch solche Lösungen realisieren ließen. Zur weiteren Ausstattung gehören außerdem Gigabit-WLAN, ein USB-3.0-Port, ein MicroUSB-Port und erstmals auch ein USB Type-C-Anschluss - anders als von mir im Video behauptet - soll letzterer offensichtlich zur Stromversorgung dienen, denn es ist von einem 12-Zoll-Netzteil mit 24 Watt Leistung die Rede, das per USB Type-C angeschlossen wird.

Der nur 12 Millimeter dicke, aber wie man sieht deutlich ausladendere Stick wird natürlich per HDMI-Port mit einem Display oder einem Fernseher verbunden. Einer der Gründe für die größere Bauform könnte der Versuch sein, die Abwärme passiv und ohne Sicherheitsmaßnahmen in Form des beim aktuellen Intel Compute Stick verbauten Lüfters abzuführen. Auf dem hier enthaltenen Mainboard sitzen eine Heatpipe und ein passiver Kühler, die die gesamte Platine abdecken. Auf Wunsch lässt sich der Speicher mittels MicroSD-Karte erweitern. Als Betriebssystem wird ausdrücklich Windows 10 genannt - neben Windows 8.1.

Quanta NH6Quanta NH6Quanta NH6Quanta NH6Quanta NH6Quanta NH6

Wann und zu welchem Preis der sicherlich nicht mehr sonderlich günstige Quanta NH6 auf den Markt kommen soll, ist aktuell noch vollkommen offen. Es handelt sich beim NH6 - und das kann man nicht oft genug sagen - um ein Referenzdesign von Intels Partner Quanta, der seine Produkte üblicherweise nicht unter eigenem Namen vermarktet. Stattdessen dienen sie sozusagen als "Blaupause" für die Produkte anderer Marken, die diese dann unter ihrem Namen vertreiben können - und natürlich bei Quanta als Vertragsfertiger bauen lassen sollen.
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Schönes Ding..
 
Was für ein fürchterliches Design... mit einem Compute-Stick hat das nichts mehr zu tun. Dieses Ding hält doch niemals in der HDMI-Buchse, die damit vielleicht sogar ausreisst! Mit einer Buchse und einem Kabel dazu würde das Gerät mehr Sinn machen, aber dann kann man auch gleich zu einem kleinen Standgehäuse greifen, wie bei der Wintel CX-W8 oder dem Orbsmart AW-05.
 
@Basarab: Du musst bedenken, dass es sich um einen Prototypen bzw. ein Referenz-Design handelt. Selbst wenn die fertigen Produkte ähnlich konstruiert sind, lässt sich das Problem ggf. mit einem kurzen HDMI-Kabel lösen, wobei dann natürlich der größte Vorteil - der direkte Anschluss am HDMI-Port flöten geht. Schon jetzt würde ich mir bei den aktuellen Sticks entsprechende Sorgen machen ;)
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