Project Ara: Google zeigt funktionierenden Prototypen des Modul-Smartphones

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Google Project AraAra-Module
Der Suchmaschinenkonzern Google arbeitet schon seit geraumer Zeit im Rahmen des "Project Ara" an einem modularen Smartphone. Einen funktionierenden Prototypen des Gerätes zeigte das Unternehmen nun in einem Video, das vor allem auch Entwickler für die Plattform begeistern soll. Diese will Google nämlich im Januar zu einer weiteren Konferenz zusammenholen.

Die Arbeit an der Hardware selbst fand allerdings nicht auf dem Google-Campus im kalifornischen Mountain View statt, sondern wurde an das Startup NK Labs in Boston ausgelagert. Die dort versammelten Ingenieure sorgten für das Design der einzelnen Module und können nun zeigen, wie ein Ara-Smartphone auf verschiedenen Komponenten zusammengesteckt wird und dann sein Betriebssystem Android startet.

Der erste Prototyp im Rahmen des Projektes Ara war noch nicht besonders ausgefeilt. Als "Spiral 1" wurde das Gerät damals bezeichnet. Hier hatte man noch das Problem, dass rund 50 Prozent des Systems allein dafür benötigt wurden, die Funktionalität in Modulbauweise sicherzustellen. So blieb im Grunde nicht mehr viel Raum für eine kreative Zusammenstellung verschiedener Komponenten.

Bei dem nun präsentierten "Spiral 2" sieht dies schon etwas anders aus. Hier arbeitete man mit Toshiba zusammen. Der japanische Konzern stellte eigens für das Gerät entwickelte Chips zur Verfügung, die so weit miniaturisiert sind, dass der Großteil des Ara-Smartphones nun mit den Ideen von Hardware-Entwicklern gefüllt werden kann. Weiterhin konnten die Leute der NK Labs die Konnektoren deutlich verbessern.

Spiral 2 soll nun die Grundlagen für verschiedene weitere Meilensteine setzen. So wird Google im Januar eine dezentrale Entwicklerkonferenz durchführen, bei der man an verschiedenen Standorten rund um die Welt tiefer in die Materie eintauchen kann. Externe Ingenieure sollen hier befähigt werden, eigene Module für das Smartphone zu entwickeln. Hier will Google dann außerdem konkretere Angaben zu einem noch im kommenden Jahr beginnenden Verkauf der ersten Ara-Smartphones an Verbraucher vorstellen.

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Dieses Projekt wird sich leider bestimmt noch einige Jahre ziehen bis es zu einer Marktreife gelangt. Von einem Release im kommenden Jahr sollten wir nicht ausgehen. War/Ist bei Glas auch nicht anders. Dieses hätte ursprünglich auch vor 2 Jahren öffentlich auf den Markt kommen sollen. Entwicklung braucht eben Zeit.

Ich bin aber wirklich gespannt auf Ara. Hier sehe ich eine neue, revolutionäre Smartphone-Zukunft.
 
Die Idee an sich ist super! Am Design müssen sie dann Arbeiten :-D
das ist beim _Prototypen_ naja nicht so toll :-)
 
Fraglich ob sich das Prinzip jemals auf dem Markt durchsetzen wird, oder ob es bei einer Spielerei für Technik-Enthusiasten bleibt.
Außerdem bleibt abzuwarten ob man wirklich nur einmal das "Basisteil" kaufen muss und danach nur noch die einzelnen Module, oder ob es nach 2-3 Jahren nötig wird ein neues Modell zu kaufen, da sonst neue Bausteine nicht mehr kompatibel sind.

Ich selbst bin jedoch sehr gespannt, wenn auch noch nicht 100% überzeugt.
 
Der Computer-Nerd/Software Entwickler in mir findet das wirklich cool! Der Handyuser ist skeptisch. Wieviele halblustige wirds geben, die Module raus nehmen oder vertauschen? Oder weil sie eines cool finden, einfach das Modul stehlen (Gibt schon genügend Handy-Diebstähle). Wie sicher sind die Module drin, wenn ichs in einer Tasche liegen hab? Und vor allem: Was bringts mir? Also, so cool ich die Idee find, irgendwie wirft das mehr Fragen auf, als es für mich Antworten liefert...
 
@Tintifax: Du meinst sicher rauben, denn wenn dir ein Smartphone oder Teile davon gestohlen werden hat man selbst etwas grundlegendes falsch gemacht.
Was die Sicherheit der Module angeht, sollen die ja ganz gut halten. Allerdings würde ich schon allein wegen der völlig zerklüfeten Rückseite ein solches Gerät sowieso nie ohne Hülle betreiben, wodurch die Module sowieso nicht weit kommen werden.
 
@Johnny Cache: Stimmt eigentlich, wenn man das ganze schön verpackt, dann merkt man die module Bauweise nicht. Bleibt einzig und allein die "Platzverschwendung" im Vergleich zu integrierten Systemen, und dass somit dieses Gerät immer entweder größer oder mit weniger Features ausgestattet bleiben wird.
 
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