Plastikstethoskop aus dem 3D-Drucker

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3D-Drucker könnten künftig dabei helfen, der medizinischen Unterversorgung im Gazastreifen entgegenzuwirken. Dort haben acht Jahre Einfuhrblockade und der Konflikt zwischen Israel und Hamas die medizinischen Versorgungsengpässe stark verschärft.

Günstige Stethoskope

Tarek Lubani, ein palästinensisch-kanadischer Arzt aus Ontario, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Stethoskope kostengünstig auf dem 3D-Drucker herstellen lassen. Nach Einschätzung des Entwicklers kann das Diagnoseinstrument bereits für 2,50 Dollar produziert werden.

Tarek Lubani: "Ich stieß zufällig auf das Spielzeugstethoskop meines Neffen, dessen Herstellung vermutlich nicht mehr als einen Dollar gekostet hatte. So kam ich auf die Idee, ein Stethoskop aus Plastik herzustellen, so ähnlich wie dieses Spielzeug. Aber eben technisch so weit entwickelt, dass es mit handelsüblichen Stethoskopen mithalten kann."

Ein simpler 3D-Drucker liefert die Bestandteile. Die benötigten Utensilien für die Herstellung, sagt Lubani, könnten vollständig aus den palästinensischen Gebieten bezogen werden. Die Qualität ist Medizinern zufolge, die das Gerät getestet haben, ausreichend.

Tarek Lubani: "Es gibt viele Gründe für die Blockade, die weitgehend von Israel auferlegt wird. Aber wir sollten alles Erdenkliche tun, um den Mangel an Geräten für die medizinische Grundversorgung, insbesondere Stethoskopen, auszugleichen. Indem wir das Problem lösen, sorgen wir für einen großen Gewinn für uns, wir helfen den Patienten hier in Gaza."

Weitere Geräte in Planung

Geplant sind weitere medizinische Geräte aus dem 3D-Drucker wie Pulsmesser oder Dialysegeräte. Das Projekt könnte auch anderen armen Regionen oder Krisengebieten zugute kommen. Entwickelt werden die Geräte aus dem 3D-Drucker auf Open-Source-Basis, um einen kostengünstigen Nachdruck zu ermöglichen.
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