OnePlus X Hands-On & erster Eindruck: Guter Schnitt aus Qualität & alter Technik

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Das chinesische Startup OnePlus hat mit dem OnePlus X sein erstes Mittelklasse-Smartphone auf den Markt gebracht und setzt dabei erstmals auch auf ein mit 5,0 Zoll Display-Diagonale deutlich handlicheres Format. Erneut setzt man auf die Kombination von möglichst leistungsfähiger Technik mit hochwertigen Materialien und bestmöglicher Verarbeitung. Mit einem Preis von 269 Euro hat man allerdings nicht mehr die altbekannten Preisvorteile gegenüber der Konkurrenz. Wir haben uns das OnePlus X zugelegt und wollen hier neben einem ersten Hands-On-Video auch unsere ersten Eindrücke schildern.

Überholte aber ordentliche Technik-Basis & schneller Speicher

Technisch ist das OnePlus X nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, was aber den relativ günstigen Preis von 269 Euro erst möglich macht. Das Gerät nutzt mit dem Snapdragon 801 von Qualcomm einen zwei Jahre alten Quadcore-SoC, der damals noch das Maß aller Dinge war, mittlerweile aber nur noch zur Mittelklasse gezählt werden kann in Sachen Leistung. Der Chip läuft hier mit den üblichen 2,26 Gigahertz und ermöglicht in Spielen einen weitestgehend ruckelfreien Betrieb, zeigt in Benchmarks aber eben, dass er nicht mehr mithalten kann. In AnTuTu kam unser gestern in Berlin erworbenes OnePlus X auf gut 42000 Gummipunkte - aktuelle Top-SoCs von Samsung und Qualcomm selbst erzielen hingegen um bis zu 50 Prozent höhere Werte. OnePlus X/OnePlus MiniHigh-End-Anmutung zum Mittelklasse-Preis: das OnePlus X In Sachen Speicher ist das OnePlus X mit drei Gigabyte RAM gut dabei, die 16 GB interner Flash-Speicher sind wiederum nicht unbedingt üppig. Immerhin ist der Speicher mit 236 MB/s Lese- und 55 MB/s Schreibgeschwindigkeit in Sachen Leistung auf dem Stand aktueller Konkurrenten - das LG Nexus 5X erzielt fast identische Werte. Der Umstand, dass der Speicher per MicroSD-Kartenslot bequem erweitert werden kann, ist äußerst begrüßenswert - bei der relativ geringen internen Kapazität ist dies aber auch dringend nötig. Ein wenig schade ist jedoch, dass man nur die Wahl hat, ob man das Gerät im Dual-SIM-Betrieb betreiben oder eine MicroSD-Karte einsetzen will - beides geht nicht.

OLED-Panel eine gute Wahl

Das Display des OnePlus X ist ein OLED-Panel mit den üblichen Vor- und Nachteilen. So wirkt das Panel mit seiner Full-HD-Auflösung angenehm hell, erreicht aber nicht die gleiche Leuchtstärke wie manche TFTs. Der Kontrast und die Farbwiedergabe können hingegen überzeugen und Probleme mit eventuelle Lichthöfen sind wie für ein OLED-Display üblich natürlich nicht zu verzeichnen. Die Blickwinkelstabilität ist enorm und erst bei sehr spitzen Winkeln legt sich ein leichter Blauschleier über das Bild - erneut ein für OLED-Displays übliches Verhalten.

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Generell macht das Äußere des neuen "kleinen" Flaggschiffs von OnePlus einen guten Eindruck. Die Materialwahl entspricht strikt dem eigenen Anspruch an möglichst hohe Qualität. Durch die gewölbte Form der auf Vorder- und Rückseite verwendeten Abdeckungen aus Gorilla Glass 3 liegt das Gerät gut in der Hand, wobei die "Mikro-Schnitte" im umlaufenden Metallrahmen tatsächlich etwas mehr Halt zu geben scheinen. Natürlich zieht das Gerät mit seinen Glas-Covern massiv Fingerabdrücke an - einmal gereinigt, ist das OnePlus X bereits nach dem ersten In-die-Hand-nehmen wieder verschmiert - zumindest auf der Rückseite. Wer trockene Hände hat, muss außerdem mit der glatten Oberfläche auf der Rückseite aufpassen, dass es nicht aus der Hand rutscht.

Etwas mehr Grip bietet das im Lieferumfang enthaltene Silikon-Cover, das gleichzeitig auch die Glas-Oberflächen schützt - die hochwertigen Materialien sind dann allerdings nicht mehr zu spüren. Die 100 Euro Aufpreis für die Variante mit Keramikrückseite sind unterdessen wohl kaum zu rechtfertigen, denn abgesehen von einem anderen Material bietet dies keinerlei Vorteile - das Gewicht steigt und weniger Fingerabdrücke landen deshalb noch lange nicht auf dem Gerät.

Die Benutzeroberfläche des OnePlus X ist gegenüber dem "reinen" Android 5.0 "Lollipop" praktisch unverändert, es gibt lediglich einige kleinere Ergänzungen und Einstellungsmöglichkeiten in der "Oxygen OS" genannten Variante, die hier im Einsatz ist. So hat man zum Beispiel die Möglichkeit die Android-Buttons On-Screen anzeigen zu lassen - weil die eigentlich vorhandenen kapazitiven Tasten nicht beleuchtet sind. Auch der Double-Tap-To-Wake wird optional unterstützt und macht den Verzicht auf einen Fingerabdruckleser und ähnliche Premium-Features verschmerzbar. OnePlus X/OnePlus MiniOnePlus X: Praktisch kein Vorteil durch teure Keramik-Version Insgesamt macht das OnePlus X einen guten ersten Eindruck, vor allem auch, weil es in einem relativ kompakten Formfaktor viel Leistung zu einem durchaus günstigen, wenn auch nicht überragenden Preis bietet. Wer in der Preisklasse unter 300 Euro ein attraktives, bestens verarbeitetes und einigermaßen leistungsstarkes Smartphone sucht, ist hier durchaus gut bedient. Allerdings gibt es mittleweile auch eine Reihe ähnlich günstiger und gut ausgestatteter Alternativen - wie etwa das Honor 7 oder das LG G Flex2 und diverse andere Geräte.
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Meins kam heute morgen um 11 Uhr an. Macht einen super Eindruck nur die Schutzhüllen (habe die Sandstone) blockieren die Tasten ziemlich, da werde ich wohl versuchen ein bisschen was von wegzupfeilen. Qualität ist echt super so auf den ersten Eindruck. Das Display neigt jedenfalls bei meinem sehr schnell zum Blaustich (so ab geschätzen 30° kann mans schon merken). Kontrast ist aber genial (und wer schaut denn regelmäßig schief aufs Handy?). Besonders hervor gestochen ist mir bisher, das es echt extrem dünn ist ... sehr cool! Stehe gerne für Fragen zur Verfügung :) Die 25 Euro Versandkosten könnte man vielleicht noch als Nachteil aufzählen.
 
@Zreak: Stimmt, es gibt da diesen Zwischenbereich, in dem es auch schon bläulich wird, was dann wieder ein wenig nachlässt und im ganz spitzen Winkel dann wieder auftritt. Im Grunde klassisches OLED-Problem, ist auch bei allen Samsung-Geräten mit einem solchen Panel so, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran ;) Viel Spaß mit dem Ding!
 
@nim: Ja ich habs bis jetzt auch nicht als störend empfunden, im Gegenteil die Qualität vom Display gefällt mir.
 
@nim: Irgendwie verstehe ich das mit den Rückseiten nicht... Gibts da noch einen technischen Aspekt? Rein optisch sind die Unterschiede zwischen der Glas- und Keramikvariante dermaßen marginal, dass es mir sehr schwer fällt, da überhaupt von Variante zu sprechen.
 
@Vollbluthonk: also mir ist keiner bekannt... vielleicht ist die keramik weniger anfällig? ich seh auch keinen vorteil... absolut keinen schimmer.
 
@nim: Ok, Danke. Hätte vermutet, es gäbe da was Besonderes, wenn man es in Kauf nimmt, das Ding gute 15% schwerer zu machen, als die Glasversion.
 
@Vollbluthonk: Die Keramik ist deutlich weniger Kratz anfällig und dürfte glaube ich eine höhere Wärmeleitfähigkeit haben. Laut Reviews (youtube) wirkt es durch höhere Gewicht edler. Denke das ist hauptsächlich für Leute mit zu viel Geld gedacht.
 
sagt mal hat das ding eine benachrichtigungs led?
 
@jairek: Jap oben rechts, relativ klein sieht man nur, wenn sie an ist, ist aber relativ hell.
 
@Zreak: Danke! Ein Grund mehr dafür :) meine Frau will keins ohne ?
 
@jairek: Kann gerne nen Bild hoch laden wies aussieht wenn sie an ist ;)
 
@jairek: hat's! in farbe, und bunt!
 
Das Wort "ebend" gibts nicht, da bekommt man ja Ohrenschmerzen.
 
@RandyA: Gibt es doch ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=QxvePXhC8oE
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