Nexpaq: Modulare Smartphone-Cases & Akku-Pack für Maker & Frickler im Hands-On

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Das Startup Nexpaq konnte vor einiger Zeit über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter sehr erfolgreich Geld für sein Vorhaben sammeln, eine relativ offene Plattform für modulare Smartphone-Cases und seine eigene IoT-Plattform zu schaffen. Auf der CES 2016 war man nun präsent, um das Konzept zu präsentieren und um neue Investoren zu werben. Ab dem Sommer will Nexpaq nun mit seinen Produkten an den Start gehen und praktisch jedermann die Entwicklung von Modulen und Software rund um die Plattform ermöglichen - Grund genug für uns, das von deutschen Entwicklern mitgegründete Team auf der Messe zu besuchen und einen näheren Blick zu werfen.

Nexpaq versucht zunächst, mit Cases für das iPhone 6 und iPhone 6 Plus sowie eine Reihe von Samsung-Smartphones der Oberklasse eine Basis zu schaffen. Es handelt sich im Hüllen, die nicht nur einen 1000mAh großen eingebauten Akku haben, sondern zusätzlich Platz für insgesamt sechs vom Nutzer zusätzlich zu erwerbende Module bieten, die per App gesteuert und ausgelesen werden können. Wer will kann so Funktionen wie einen Alkoholtester, Luftgütemesser, Barometer und Feuchtigkeitssensoren, LED-Lampen, zusätzliche Akkus, Laserpointer oder auch zusätzlichen Speicher oder Hotkeys nachrüsten. Die Verbindung zum Smartphone erfolgt über MicroUSB oder Apples Lightning-Port, wobei der Art der Module durch die offene Gestalt des Projekts keine Grenzen gesetzt sind. NexpaqNexpaq will Makern und Entwicklern neue Möglichkeiten bieten - Module, Cases & Dev-Board So kann jedermann auf Wunsch auch eine Art Blanko-Modul erwerben und in das Case einsetzen, um über die auf den kleinen Entwickler-Boards vorhandenen Pins eigene Sensoren und ähnliches anzusteuern oder auszulesen. Dadurch ist das Ganze auch für die Maker-Szene interessant, schließlich kann sich praktisch jeder eigene Module entwickeln, die in Verbindung mit dem Nexpaq Case genutzt werden können. Ist das Interesse an einem in der Community entwickelten Modul groß oder die Idee für Nexpaq selbst interessant, will man sogar Produktion und Vertrieb der neuen Module übernehmen - wobei Nexpaq einen Anteil bekommt, so dass der Entwickler selbst weniger Aufwand hat.

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Im Grunde nutzen die Nexpaq-Macher ihre Smartphone-Cases allerdings eher als Vehikel und Einstieg, um ihren Plan einer weitestgehend offenen Plattform für IoT-Produkte voranzutreiben. Neben den Hüllen für Mobiltelefone, die selbst als Nexpaq bezeichnet werden, gibt es nämlich auch noch ein sogenanntes Batpaq. Dieses mit Bluetooth und MicroUSB ausgerüstete Produkt vereint die sechs Steckplätze für die diversen Module mit einem 2600mAh großen Akku-Pack, so dass diese auch unabhängig von einem bestimmten Smartphone mit einem Bluetooth-fähigen Gerät verbunden werden können. Das Ganze ist somit ultramobil und kann bei Bedarf auch mit einem USB-Netzteil betrieben werden, ohne dass ein Smartphone präsent sein muss.

Aktuell können zwölf vorgefertigte Nexpaq-Module im Online-Shop des Unternehmens vorbestellt werden, die dann ab August in Europa zu haben sein sollen. Für die Smartphone-Cases und das Batpaq werden dabei gut 90 Euro fällig, wobei es auch ein Angebot gibt, bei dem man für umgerechnet 182 Euro nicht nur die jeweilige Trägereinheit bekommt, sondern auch gleich noch das Hotkey-, SD-Kartenleser-, SuperLED-, Lautsprecher und Temperatur-/Feuchtigkeitsmesser-Modul dazubekommt. Die einzelnen Module kosten je nach Funktion zwischen 18 und 41 Euro. Für umgerechnet gut 270 Euro kann außerdem schon jetzt ein Nexpaq Developer Kit erworben werden, das ein mit einem von Texas Instruments stammenden SoC als Entwickler-Board dient und sämtliche Komponenten inklusive der "Rohfassung" der Module enthält, um auf diese Weise eigene Module zu entwickeln.
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