Neues 3D-Druckverfahren ahmt den T-1000-Terminator nach

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Ein neues Verfahren für den 3D-Druck ist wesentlich schneller, als bisherige Methoden, und sieht ganz nebenbei auch noch spektakulär aus. Das ist auch nicht verwunderlich, ließen sich die Erfinder doch nach eigenen Aussagen von dem aus Flüssigmetall zusammengesetzten T-1000 im Film "Terminator 2" inspirieren.

Herkömmliche 3D-Drucker arbeiten im Wesentlichen fast immer nach dem gleichen Prinzip. Eine Druckkopf schichtet das eingesetzte Material Lage für Lage übereinander auf. Bei dem neuen Verfahren namens Continuous Liquid Interface Production (CLIP) scheint das gedruckte Objekt schlicht aus einem Behälter mit Flüssigkeit gezogen zu werden, was im vorliegenden Video an zwei Beispielen zu sehen ist.

3D-Druck: CLIP-Verfahren3D-Druck: CLIP-Verfahren3D-Druck: CLIP-Verfahren3D-Druck: CLIP-Verfahren3D-Druck: CLIP-Verfahren3D-Druck: CLIP-Verfahren

Der flüssige Ausgangsstoff hat die Eigenschaft, bei auftreffendem UV-Licht fest zu werden. Damit dieser Prozess kontrolliert abläuft, befindet sich unter dem eigentlichen Werkstoff eine mit Sauerstoff angereicherte Schicht. An dieser findet die eigentliche Reaktion statt. Statt einer Düse, die das Material aufeinanderschichtet, sorgt hier hingegen ein UV-Lichtstrahl für den eigentlichen Modulationsprozess. Entsprechend fein kann das gewünschte Objekt natürlich aufgelöst werden.

Die Methode ist auch wesentlich schneller, als herkömmliche 3D-Drucker. Letztere benötigen auch für die Erstellung eines relativ kleinen Objektes teilweise mehrere Stunden. Das neue System ist bei vergleichbarer Qualität binnen weniger Minuten mit der Arbeit fertig.

Entwickelt wurde das CLIP-Verfahren von Joseph DeSimone und seinem Team an der University of North Carolina. Bei ihrem System handelt es sich erst einmal nur um einen Prototypen. Allerdings ist geplant, das Verfahren selbst zu vermarkten, wofür die Erfinder es in eine Firma namens Carbon3D ausgegliedert haben. Die ersten entsprechenden 3D-Drucker sollen im kommenden Jahr auf den Markt kommen, werden aber voraussichtlich erst einmal nur für Firmen finanzierbar sein.
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Das mit dem Eiffelturm schaut echt cool aus.
 
@Wuusah: Jau - und irgendwie erwarte ich immer, dass von der Spitze am ende noch ein Tropfen der Flüssigkeit zurück ins Becken tropft; aber da kommt und kommt nix ^^
 
Weiß jemand ob der Sponsor zufällig Skynet ist?
 
@Commander Böberle: Top Kommentar, wollte gerade was in die gleiche Richtung schreiben. Wenn man die Flüssigkeit jetzt noch silbern bekommt und eine kleine Terminator Figur gießt, ist das Werbevideo perfekt! :D
 
@Commander Böberle: Nein, Cyberdyne Systems.
 
WAHNSINN!!!
Was für eine unglaubliche Technik.
 
@tamm: Joa, sowas sagten die Menschen im Mittelalter auch wenn jemand was erfunden hat. Nur wurd er dann eher verbrannt und als Hexer bezeuichnet xD
 
@ThreeM: Und um seine Unschuld zu beweisen versenkt...Naja atmete er noch war er ein Hexer, war er tot war er normal ;) aber naja tot
 
Das ist nicht "neu". Ich kann mich täuschen aber das ist doch Stereolithographie und das gibts seit 1987. Interessant wäre zu wissen wie erschütterungsanfällig das System ist. Bei STL ist das die Kotze.
 
@ThreeM: Jep, wird in der Autoindustrie und Medizin für Prototypen schon länger gemacht.
Seit kurzem gibt es das auch für daheim:
https://www.youtube.com/watch?v=JXNTZtQo6gE
Neu ist daran ist die Geschwindigkeit.
 
@ThreeM: scheint auf einem ähnlichen Prinzip zu basieren ja
 
Warum winfuture 5 Jahre alte Sachen als neu verkauft enzieht es mir.
DLP Drucker gibt es schon etwas länger als"Neu"
http://www.youtube.com/watch?v=snOErpOP5Xk
http://blog.tonercartridgedepot.com/2010/10/18/home-made-3d-dlp-printer/
 
@Montag: du musst es so sehen , wenn WF das vor 5 Jahren schon brachte, heißt sowas *Forscher haben das dann und dann herausgefunden, aber in ca 5 jahren wird es Marktreif sein* 5 Jahre später... der erste 3D drucker 2. Generation wurde erfunden der nur in binnen paar minuten druckt...... deswegen.. mag sein... aber es muss immer erst ein Forschungsbereicht folgen damit du ein DejaVu hast ;)
 
wieso eigentlich DRUCKER?.. die müssten eher ZIEHER heissen....
 
die frage ist ob das material auch was aushält. sonst wäre das ganze ja murks
 
@Tea-Shirt: Carbon ist das Zauberwort..... war im Text.... und naja... Carbon hält mehr aus als dein tollstes LEGO....
 
@awwp1987: Ja, aber Carbon = Kohlenfaserverstärkter Kunststoff. Diese Fasern musst du dir wie den Stoff eines Wollpullovers vorstellen, nur dass die Fäden kleiner sind. Diesen Stoff muss man Lage für Lage aufeinander legen und dabei darauf achten, wie die Fasern orientiert sind, denn genau wie ein Seil können die fast nur in Zugrichtung Kräfte aufnehmen. Der Kunststoff daran ist der Kleber, also das Harz, mit dem diese Kohlefasergewebe verklebt werden.
Du siehst, Name und erste Assoziation müssen nicht zwangsläufig in Verbindung stehen ;)

PS: Vielleicht sind Kohlefaser-Nanotubes drin. Dann KÖNNTE das Sinn ergeben...KÖNNTE. Ob das jedoch werkstofftechnisch funktioniert, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass das Material dann verdammt teuer wäre...
 
Dem Film fehlt noch eine Szene, wie man ein fertiges, aber fest mit dem oberen Teil des Geräts verklebtes Werkstück sauber wegbekommt ...
 
Ich hoffe ich war nicht der einzige der den Sound lauter drehte, schaute ob die Boxen an sind und anschließend ein YT Video aufrief bis er bemerkte das dieses Video einfach keinen Ton hat xD
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