Motorola Moto G (2015) im Kurztest: Hands-On, Benchmark & Wasser-Test

Smartphone, Quadcore, Test, Hands-On, Hands on, Review, Wasser, Motorola Moto G 3rd Gen, Motorola Moto G 3rd Generation, Motorola Moto G 3. Generation, ausprobiert Smartphone, Quadcore, Test, Hands-On, Hands on, Review, Wasser, Motorola Moto G 3rd Gen, Motorola Moto G 3rd Generation, Motorola Moto G 3. Generation, ausprobiert
Das Motorola Moto G der 3. Generation soll schon ab heute lieferbar sein, nachdem Motorola es erst gestern vorgestellt hatte. Das neue Smartphone für die untere Mittelklasse wird in Deutschland deutlich teurer als der Vorgänger, kostet es doch nun mindestens 229 Euro. Dafür bietet es dem Kunden aber auch einige sinnvolle Upgrades gegenüber den Modellen der Vorgängergeneration, darunter ein wasserdichtes Gehäuse und eine deutlich verbesserte Kamera. Wir haben das Gerät nur wenige Stunden nach dem Launch einem ersten Kurztest unterzogen - dabei haben wir auch geprüft, wie es sich unter Wasser schlägt.

Technisch ist das Motorola Moto G 3rd Gen kein Quantensprung. Es bleibt beim 5 Zoll großen 720p-Display, das nun aber dank Dual-Domain-IPS-Technik eine noch bessere Farbdarstellung bieten soll und eine Abdeckung aus Gorilla Glass 3 mitbringt. Unter der Haube steckt auch weiterhin der Qualcomm Snapdragon 410 Quadcore-SoC mit seinen vier 1,4 Gigahertz schnellen 64-Bit-Kernen, der ein integriertes LTE-Modem mitbringt. Je nach Modell sind ein oder zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und acht oder 16 GB interner Flash-Speicher integriert, zusammen mit einem MicroSD-Kartenslot zur Speichererweiterung. Die rückwärtige Kamera mit ihren 13 Megapixeln und F/2.0-Blende soll deutlich bessere Bildern schießen als beim Vorgänger und auf der Front sitzt nun eine 5-MP-Cam für Selbstporträts. Mit 2470mAh ist der Akku des mit 155 Gramm nicht gerade leichten 5-Zöllers ein ganzes Stück gewachsen und soll so bis zu 24 Stunden je nach Nutzungsweise durchhalten. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationVertraute Optik, jetzt aber mit wasserdichtem Gehäuse

Design

Optisch hat sich das Moto G 2015 auf den ersten Blick kaum verändert. Der Hersteller bleibt seiner Linie treu, eine geschwungene Rückseite zu verwenden, die sich mit einigen Akzenten von der Konkurrenz abhebt. Die breiten Lautsprecherschlitze auf der Front sind geblieben, fallen nun aber weniger auf. Sie werden allerdings schnell zur Schmutzfalle, weil sich in den ungeschützten Schlitzen rasch reichlich Dreck ansammelt. Die Rückseite ist abnehmbar und kann per Moto Maker angepasst werden - der Kunde hat dabei die Wahl zwischen einer Vielzahl von Farben, wobei das neue Moto G grundsätzlich in Schwarz und Weiß angeboten wird.

Ein großer Vorteil ist die neue IPx7-Zertifizierung, die für eine weitgehende Wasserdichtheit des Smartphones sorgt. Wir haben das Gerät über 10 Minuten im Wasserbad belassen, ohne dass es dabei Schaden nahm. Man muss jedoch sicherstellen, dass alle Einrastpunkte des Rückencovers wirklich geschlossen sind, da doch einige Flüssigkeit unter die Abdeckung vordringt und dort erst an den Gummisiegeln stoppt, die um den optional auch doppelt vorhandenen SIM-Kartenslot und den MicroSD-Slot liegen und diese schützen.

Motorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. Generation
Motorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. Generation

Das Gerät wirkt insgesamt hochwertig, so dass nichts knarzt oder verbogen werden kann. Etwas mehr Aufmerksamkeit hätte Motorola dem Power-Button widmen sollen, denn dieser sitzt etwas zu tief im Gehäuse und lässt sich nur recht schwer drücken wobei er relativ "matschig" wirkt. Die Qualität ist aber insgesamt sehr ordentlich und durchaus dem nun höheren Einstiegspreis entsprechend. Das Moto G erscheint sogar wie eine Art "Rugged"-Gerät, das einige Stürze gut abfangen kann, auch wenn es offiziell nicht als solches vermarktet wird.

Display

Das IPS-Panel des Motorola Moto G der 3. Generation macht einen guten Eindruck, gibt es doch bei unserem Testgerät keinerlei Lichthöfe. Die Farbdarstellung geht soweit in Ordnung, es könnte jedoch wie so oft durchaus etwas heller sein. Durch die relativ niedrige Auflösung von 1280x720 Pixeln ist gerade bei Grautönen eine gewisse Streifenbildung erkennbar, die jedoch nur den wenigsten Käufern negativ ins Auge fallen dürfte. Der Kontrast wirkt relativ hoch, ebenso wie die Bildqualität insgesamt, da wegen der HD-Auflösung nur bei genauer Betrachtung eine Treppchenbildung zu erkennen ist. Genaue Werte zur Helligkeit müssen wir erst noch ermitteln. Motorola Moto G (2015) 3. GenerationNur bei genauer Betrachtung werden Streifen auf dem Display des Moto G 3rd Gen sichtbar

Performance

Das Moto G der dritten Generation hat den altbekannten Snapdragon 410 von Qualcomm an Bord - dieser Mittelklasse-SoC ist auch in diversen anderen Geräten der gleichen Preisregion zu finden und macht auch hier eine recht gute Figur. Er stellt zwar keinerlei Leistungsrekorde auf, kann aber im Alltag alle Aufgaben zügig erledigen und fällt kaum durch Lags oder andere Verzögerungen auf. Die Oberfläche läuft dadurch meistens flüssig, auch wenn es ab und an im Vergleich zu High-End-Geräten dann doch auffälligen Wartezeiten kommen kann.

Im Test mit AnTuTu erreichten wir rund 23.000 Gummipunkte, was den erwarteten Werten entspricht. Im Test mit GFXBench zeigt sich dann aber schnell, dass die Adreno 306 GPU des Snapdragon 410 der eigentliche Flaschenhals ist. Anspruchsvolle Spiele sollte man dem Moto G 3. Generation deshalb nicht unbedingt zumuten oder zumindest seine Erwartungen an die Grafikqualität nicht zu hoch stecken. Insgesamt ist die Performance jedoch gut, so dass die meisten Kunden mit dem neuen Motorola Moto G keine Probleme im Alltag zu erwarten haben.

Kamera

Die Kamera des Moto G der 3. Generation ist eines der Highlights, ist ihre Auflösung doch nun auf ganze 13 Megapixel gestiegen. Sie ermöglicht dadurch in den meisten Fällen gute Aufnahmen, auch wenn manchmal der Fokuspunkt nicht optimal getroffen wird. Bei guter Ausleuchtung sind die Fotos wenig von Rauschen betroffen, ist es etwas dunkler nimmt die Bildqualität wie bei vielen günstigeren Smartphones relativ schnell ab. Die Kamera-App von Motorola bietet leider nur wenig Einstellungsmöglichkeiten und ist vor allem auf einfache Schnappschüsse ausgelegt, denn fotografiert wird nach dem Willen des Herstellers meistens durch einfaches Antippen des Bildschirms - was sich glücklicherweise auch deaktivieren lässt. Motorola Moto G (2015) 3. Generation13 Megapixel machen die neue Kamera deutlich besser als zuvor Auf einen optischen Bildstabilisator muss man hier verzichten, doch immerhin stellt das Telefon im Normalfall angenehm zügig scharf. Es gibt einen Dual-LED-Blitz, der wie so oft für eine bessere Darstellung von Hautfarben sorgen soll, vor allem aber eine etwas bessere Ausleuchtung der Bilder herbeiführt. Die mit dem Moto G der 3. Generation möglichen Full-HD-Videos sind von ausreichender Qualität, mit den aktuellen Spitzen-Smartphones mit ihren Bildstabilisatoren, großen Sensoren und Laser-Autofokus und ähnlichem kann das Moto G natürlich nicht mithalten. Dennoch liefert es gute Bilder von solider Qualität.

Speicher

Der Speicher des Moto G ist in der uns vorliegenden Version recht begrenzt, hat das Gerät doch lediglich ein Gigabyte Arbeitsspeicher und acht GB internen Flash-Speicher. Davon stehen dem Nutzer nach der ersten Inbetriebnahme des Geräts nur recht schmale 4,54 Gigabyte zur freien Verfügung, denn Android und die vorinstallierten Apps belegen den Rest. Motorola installiert glücklicherweise nur einen begrenzten Umfang an eigenen Apps vor, so dass das System insgesamt weitgehend "sauber bleibt". Mit einer MicroSD-Karte lässt sich der Speicher bequem erweitern, so dass bis zu 128 GB zusätzlich zur Verfügung stehen können.

Unser Testgerät des neuen Motorola-Smartphones ist die "kleine" Version, also das billigere Modell mit nur einem Gigabyte RAM. Während der bisherigen Nutzung fielen uns keine merkbaren Einbußen durch den recht begrenzten Arbeitsspeicher auf, doch natürlich sollte man je nach Finanzlage eventuell über die Anschaffung der Variante mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher nachdenken - die dann auch eine Verdopplung des internen Flash-Speichers auf 16 GB mit sich bringt. Leider fällt der Aufpreis für das Speicher-Upgrade zumindest in Deutschland recht heftig aus, werden von Motorola doch ganze 299 Euro für das 2/16GB-Modell angesetzt.

Akku

Der Akku des Motorola Moto G der 3. Generation ist fest verbaut und kann vom Nutzer somit nicht getauscht werden. Immerhin ist er mit 2470mAh doch ein ganzes Stück größer geworden, so dass die Laufzeit in Kombination mit dem recht sparsamen Qualcomm-Prozessor und dem moderat auflösenden Display durchaus ordentlich ausfallen dürfte. Bisher konnten wir aufgrund der kurzen Testzeit noch keine ausführlichen Tests des Akkus durchführen, doch schon während der ersten Stunden mit einigen Benchmark-Durchläufen, mehr als 2,5 Stunden Screen-On-Time und der Installation einiger Apps zeichnete sich bereits ab, dass die Akkustandsanzeige hier deutlich langsamer fällt als bei so manchem Konkurrenzgerät der gleichen Preisklasse.

Software

Auf dem Motorola Moto G der 3. Generation läuft ein praktisch unverändertes Android 5.1.1 "Lollipop", das lediglich um einige wenige Motorola-Apps ergänzt wird. Die Oberfläche bleibt dabei unberührt, doch gibt es einige Spezial-Features, wie etwa die Möglichkeit die Kamera durch eine kurze aber heftige Drehbewegung des Handgelenks zu starten. Moto Assist soll bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben helfen, ohne zu stören, doch noch konnten wir dies nicht ausführlicher testen. Die Oberfläche läuft flüssig und es gibt das übliche Material-Design, das ein praktisch reines Android-Erlebnis bietet.

Motorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. GenerationMotorola Moto G (2015) 3. Generation

Fazit - Gutes Smartphone, aber durch hohen Preis nicht mehr konkurrenzlos

Das Motorola Moto G 3rd Generation bietet in der uns vorliegenden Version eine gute Ausstattung für ein Smartphone der unteren Mittelklasse. Das gute Display wird hier mit einem passenden Prozessor gepaart, wobei der Speicher der Basisversion durchaus etwas knapp bemessen ist. Die neue Kamera ist eine sehr willkommene Verbesserung, was auch für das nach IPx7 zertifizierte Gehäuse gilt. Die Akkulaufzeit dürfte einmal mehr ordentlich ausfallen. Mit dem weitgehend unveränderten Stock-Android behält der Nutzer die volle Kontrolle, auch wenn einige vielleicht willkommene Features, die bei anderen Geräten durch Hersteller-Optimierungen durchaus nützlich sein könnten, fehlen. Stattdessen kann man ganz nach Belieben eine Individualisierung des Geräts vornehmen.

Leider verliert das Motorola Moto G in der dritten Generation seinen größten Vorteil - den niedrigen Preis. Zumindest in Deutschland ist der Einstiegspreis von 229 Euro für ein derart ausgestattetes Gerät garantiert kein Schnäppchen mehr, gibt es doch mittlerweile viele günstigere Alternativen mit ähnlichen Merkmalen. Während das Moto G 3rd Gen in den USA und anderen Märkten zu Preisen ab rund 180 Euro angeboten wird, kann man sich hierzulande getrost nach billigeren Alternativen umschauen. Dennoch bleibt das Moto G auch in der dritten Auflage ein attraktives Smartphone, das die meisten Nutzer zufriedenstellen dürfte - vorausgesetzt man weiß, worauf man sich einlässt. Eins ist sicher: so viel Moto G gab es noch nie.
Dieses Video empfehlen
Kommentieren2
Jetzt einen Kommentar schreiben
 
selten so viele Ungereimtheiten in einem "Test" gelesen.
Tatsächlich kostet das moto G mit 16/2 GB nicht 299€, sondern 279€. Und das ist nur die UVP, schau ma mal, wie der Straßenpreis ausfällt.
Dann wird von Optionalem DualSim gesprochen. Ja wie optional? In Deutschland verfügbar oder nicht? Wäre schon interessant zu wissen. Vielleicht erklärt das auch den Preisunterschied zwischen USA und Deutschland.
Und hier im Artikel steht, der Speicher sei um bis zu 128GB erweiterbar. In fast allen anderen Artikeln steht, es sind nur 32GB möglich und das wird auch explizit erwähnt.
 
Also bei 279€ stimmt die Preisleitung eindeutig nicht mehr!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!