Mirabook: Die Notebook-Erweiterung für das Smartphone kommt

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Seit einiger Zeit versuchen diverse Hersteller ihre Smartphone-Plattformen auch als komplett eigenständige Rechner anzupreisen, die man durch den Anschluss entsprechender Peripherie auch als Desktop-System nutzen kann. Da verwundert es schon fast ein wenig, dass es bis zur jetzigen CES dauerte, bis auch mal wieder ein genau passendes Gegenstück für dieses Konzept präsentiert wird: Das Mirabook.

Das Produkt sieht aus wie ein Notebook - ist aber keins. Kernkomponenten wie Prozessor und Speicher sind in diesem schlicht nicht vorhanden. Vielmehr handelt es sich um ein Docking-System für Smartphones, die einen Desktop-Modus zu bieten haben. Für Aufsehen sorgte dieser zuerst bei Microsofts Windows 10 Mobile-Produkten - hier unter der Bezeichnung Continuum - aber auch diverse Android-Geräte haben inzwischen ein entsprechendes Feature zu bieten.
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In dem Mirabook findet sich im Kern vor allem etwas Steuerelektronik wieder, die für die Kommunikation zwischen dem Smartphone und den diversen Komponenten zuständig ist. Im Paket bekommt man dabei ein Display, Keyboard und Trackpad, einen eigenen Akku sowie diverse Anschlüsse geliefert. An das Mirabook kann man per USB Type-A und USB Type-C zusätzliche Systeme anstecken und MicroSD-Speicherkarten verwenden. Auch ein HDMI-Anschluss ist vorhanden, so dass das Smartphone voraussichtlich sogar zwei externe Monitore bedienen kann.

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Billig wird's nicht

Bei den Vorführmodellen auf der Messe wird allerdings schnell deutlich, dass man es hier mit klaren Vorserienmodellen zu tun hat, die erst einmal einen Eindruck vom Konzept vermitteln sollen. Wirklich nutzbar ist die Sache noch nicht, da die Spiegelung der Benutzeroberfläche auf dem Mirabook noch nicht besonders gut funktioniert. Das sollte sich aber ändern, bis die Systeme tatsächlich in den Handel kommen. Wann es soweit ist, wurde noch nicht abschließend klar. Da aber bereits ein Preis genannt wurde, dürfte es nicht mehr allzu lange dauern. 299 Dollar sollen letztlich fällig werden. Hier muss man entsprechend ein wirklich gut funktionierendes Produkt abliefern, denn zu diesem Preis bekommt man auch vollwertige Notebooks, die etwa ebenso leistungsfähig sein dürften.

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Da finde ich aber die Bauform des Motorola Atrix besser, da war das Mobilteil direkt mit dem "Notebook"- Teil verbunden und nicht über ein labriges Kabel.
Olle Kamellen ;-)
 
Wäre doch noch besser, wenn man das Smartphone in den Bereich des Touchpads einrasten und es dann eben als normales Touchpad inkl. sich änderer Hotkeys benutzen kann.

Edit: Ich wette, dass das in 2-3 Jahren von Apple kommt
 
@Stylos: Theoretisch ein schöner Gedanke. Solange aber die Anschlüsse an jedem Smartphonemodell woanders sind, wird das nicht funktionieren, sofern nicht modellspezifische Notebookdocks produziert werden (und Du Dir für Dein neues Smartphone auch ein neues Dock kaufen willst).
 
@Der Lord: Wozu gibt es wireless schnittstellen? :)
 
@Stylos: Die welches Telefon in welchem Umfang hat?

Ja, Bluetooth und NFC sind heutzutage Standard. Aber welche Revision dieser Technologien bietet die notwendige Bandbreite und welche Revision steckt im Gerät X? OK, "Smartphones, die einen Desktopmodus zu bieten haben" grenzt die Verwendbarkeit eines spezifischen Modells ohnehin ein. Ob das spezifische Modell aber über das wireless Interface arbeiten kann, ist auch nicht pauschal zu beantworten.

Desweiteren ist fraglich (vielleicht überlese ich es auch), ob der Akku im Dock nur selbiges oder auch das Smartphone powern soll. In letzterem Fall würde es wieder Einschränkungen in der Modellwahl geben, da längst nicht alle Geräte wireless geladen werden können.

Hinzu kommt, dass unterschiedliche Smartphonemodelle unterschiedliche Maße haben - nicht nur in Länge und Breite, auch in der Dicke. Dann noch diese lustigen "2,5D"-Displays (was auch immer eine halbe Dimension sein soll). Das Ergebnis wäre (um das Argument gleich vorweg zu nehmen) ein unübersichtlicher Adapterdschungel oder der Ausschluss einer ganzen Reihe möglicher Kunden.

Es ist also letztlich eine Frage des Marktes, der bedient werden soll. Sollen es nur Smartphones ab der nächsten Generation sein? Sollen es auch dann nur die Flaggschiffe sein, da die entsprechende Konnektivität in der Mittelklasse nicht verbaut wird? Sollen nur Apple und Samsung bedient werden? Oder soll vielleicht eine möglichst große Universilität bestehen, vielleicht sogar die letzten harten Kerle mit einem Windows Phone (mit Continuum) mit abgedeckt werden?

Die Frage ist: Muss das Smartphone zwingend dort sein, wo das Touchpad ist oder kann es anderweitig befestigt werden, sodass die eine möglichst universelle Schnittstelle (wie eben das olle Kabel) genutzt werden kann.
 
@Der Lord: Die machst einen Denkfehler. Wieso sollten die Modeelle denn Herstellerübergreifen funktionieren?
 
@Stylos: Weil das Mirabook offensichtlich herstellerübergreifend konzipiert ist. Wichtig ist nur, dass das Smartphone einen Desktopmodus hat. Die Hersteller des Mirabook stellen selbst keine Mobiltelefone her. Warum sollten sie sich ohne Not auf ein oder zwei Hersteller einschränken, wenn sie einen breiten Markt bedienen können?
 
@Der Lord: Ok, dann habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Ich habe mich nicht gesondert auf dieses Produkt bezogen. Für mich würde dieses Ding hier sowieso keinen Mehrwert bringen.
 
@Der Lord: https://www.theverge.com/circuitbreaker/2018/1/9/16866206/razer-project-linda-phone-laptop-dock-touchpad-prototype-android-concept-ces-2018
 
@Stylos: Nur dass das Ding eben nicht herstellerübergreifend genutzt werden kann, nur mit 'nem Razer.
 
@Der Lord: will ich auch gar nicht. Herstellerübergreifend ist meistens nichts halbes und nichts Ganzes
 
@Stylos: Das hatte ich eigentlich für das HP Elite erwartet ... wurde leider enttäuscht.
 
Wenn ich mir mit einem solchen Dock einiges an Akkulaufzeit gewinnen könnte, wäre es durchaus spannend.
 
Mir fehlt da eine Halterung für das Smartphone. Das baumelt da einfach rum, wenn man es auf die Beine legt. Da wäre vielleicht eine Klemme oder ein rausziehbares "Brett" ganz hilfreich. Man hat ja schließlich nicht immer ein Tisch zur verfügung, wenn man unterwegs ist.
 
@Blubbsert: Genau, deshalb habe ich das Motorola Atrix erwähnt
 
@Max1234: Beim Attrix ist man aber wohl an ein Smartphone gebunden. Beim Mirabook kann man ja wohl jedes nehmen, was einen Desktopmodus bietet. Da ist man beim Mirabook schon flexibler.

Asus hatte sowas mit Notebook & Smartphonedock auch schon. "Transformer Book V". Ist aber glaube ich nie auf den Markt gekommen. Und wäre wohl auch an Asus Smartphones bzw an der Bauweise gebunden gewesen.
 
@Blubbsert: das habe ich in der Meldung übersehen bzw. dem Video nicht genau zugehört, dass das Mirabook ein universal Dock ist :-(

Ja, das Atrix war ein "geschlossenes" System zwischen Smartphone und seinem Display Dock.

Es ging mir aber auch um die Bauweise; das Atrixsystem konnte man auch auf den Oberschenkel nutzen und brauchte nicht unbedingt einen Tisch.

Oder man nutzt beim Mirabook ein "Verlängerungskabel" :-)
 
Mir fehlt irgendwie die Vorstellungskraft für ein Anwendungsszenario. Was ist daran nun besser als gleich ein vollwertiges Notebook beizuhaben ?
 
@iPeople: Dass die Daten auf ein und demselben Gerät bleiben und nicht zwischen zwei Geräten synchronisiert werden müssen.

Dass Du eine Verbindung ins Internet hast.

Dass Du Deine gewohnten Apps benutzen kannst.

Dass Du Clash of Clans auf einem großen Display spielen kannst.

Dass Du eine richtige Tastatur für WhatsApp hast.

OK, die letzten zwei oder drei Argumente sind etwas dünn, das gebe ich zu.
 
@Der Lord: Irgendwie überzeugt mich keines der Argumente. Das alles geht auch ohne sich einen teuren Dummie zu kaufen.
 
@iPeople: Keines meiner Argumente würde MICH bewegen, so ein Ding zu kaufen. Das liegt aber eher daran, dass diese Argumente nicht meine Anforderungen treffen.

Derjenige, der bewusst ein desktopfähiges Smartphone gekauft hat, würde aber durchaus profitieren, da er den Desktop nicht nur an einem stationären Dock sondern auch unterwegs nutzen könnte. Und die jenige hat sich das desktopfähige Smartphone möglicherweise aus einem der obigen Gründe gekauft.
 
@Der Lord: Vor allem lässt sich die Hardwareleistung durch ein anderes Smartphone steigern.
Ich warte zwar immer noch auf eine Linuxoberfläche wie es Samsung auch gerade plant, da Microsoft gerade mal wieder so in der Luft hängt obwohl sie endlich mal so gut wie aufgeschlossen hatten..
 
@c[A]rm[A]: Auch ein interessantes Argument mit der Hardwareleistung. Jetzt fehlt nur noch das modulare Smartphone.
 
@c[A]rm[A]: mit dem: Microsoft hatte gerade etwas aufgeschlossen, dem kann ich nur zustimmen.
In einem anderen Thread zu Windows 10 mobile hatte ich etwas ähnliches schon mal gepostet.
Ein Display als "Dock" mit Zusatzakku für mein Lumia 950 mit continuum wäre genau das was ich gesucht hätte.
 
@Max1234: Sowas gab es von HP aber mir fehlt da der Win32 Support welcher hoffentlich mit Win10ARM bzw. Andromeda kommt wobei mit faltbaren Display so ein Display Dock unnötig würde.
 
@PakebuschR: Das gab/gibt es auch von Mircrosoft. Habe ich auch hier auf dem Schreibtisch, nennt sich auch Display Dock :-)

Ich meinte aber das Display als Dock ;-)

Fehlender Win32 Support ok, aber Microsoft hätte zumindest die UWP Apps weiter entwickeln/unterstützen können und wenn auch nur als Zwischenlösung bis zu eventuellem Win32 Support.
 
@Max1234: Ich meinte mit Display Dock, das Display als Dock. An den Display Dock (Würfel) hatte ich nicht gedacht :)

An UWP hält man weiter fest nur ist es für Entwickler weniger interessant seit die Smartphones am auslaufen sind, dafür wandern immer mehr Win32 Anwendungen in den Store was auch nicht verkehrt ist.
 
@iPeople:
- Keine doppelten Kosten für die Rechenpower
- dort weiterarbeiten, wo du aufgehört hast
- mehr Akkukapazität möglich
- das Dock kann an Orten bereitgestellt werden, wo mehrere Menschen einen Computer nutzen wollen, z.B. Jugendherbergen, Büchereien, Hotels, ?
- ich muss nicht immer meinen Laptop dabei haben um auf alle meine Daten zugreifen können (sprich, ich kann häufiger mit leichtem Gepäck unterwegs sein und nur, wenn ich es brauche muss ich den größeren Bildschirm dabei haben)
- für einen größeren Bildschirm muss ich nicht auch gleich den Prozessor austauschen
 
@eshloraque: nicht zu vergessen; starke Reduzierung des eigenen Geräteparks ;-)
 
@eshloraque: Das Teil soll 300 Euro kosten. Jeder Rechner mit i3 um die 300 Euro leistet mehr. Also bitte, die Kostenfrage ist doch wohl lächerlich.

Solange es keine Standardisierung der Anschlüsse bei der ganzen Vielfalt an Smartphones gibt, ist es irrwitzig, das Ding an öffentlichen Orten bereitstellen zu wollen.

Irgendwie sind das am den Haaren herbeigezogene Verkaufsargumente. Ob ich nun das Ding oder einen gleich großen Laptop bei habe, ist doch wohl gehuppt wie gesprungen.

Seine Daten kannten auch so zentral speichern und bearbeiten, dazu braucht man dieses Gerät nicht.
 
Du wolltest doch wissen, was sich andere so vorstellen können. Dass das alles für dich nicht zutrifft ist klar, sonst hättest du ja auch nicht gefragt.

Bleibt nur noch die Frage: Wo verdammt kriegst du einen Laptop mit 1kg Gewicht, 24h Laufzeit und neustem Snapdragon/i3 für 300€ her? Ich brauch auch mal wieder ein Megaschnäppchen!
 
Könnt ihr noch nachreichen, wie man mit diesem Gerät telefoniert? Im aufgeklappten Zustand (würde wohl etwas seltsam aussehen), oder kann man auch telefonieren, wenn es zugeklappt ist?
 
@TRJS: In der Regel wird man wohl freisprechen wenn man davor sitzt, das Gerät also aufgeklappt haben.
 
Fehlt nur ein Gerät mit Win10 für die Hosentasche womit man Win32 Support erhält, durch faltbare Display könnte so ein Display Dock aber auch überflüssig werden, mal schauen was 2018 bringt.
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