Mikrobenzoo in Amsterdam zeigt die Vielfalt des unendlich Kleinen

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Micropia, ein neues Museum in Amsterdam, zeigt das, was wir normalerweise nicht sehen: Mikroorganismen aller Art. Und um es gleich vorwegzunehmen, wir sind umzingelt! Diverse Animationen zeigen, was sich auf mikroskopischer Ebene abspielt, zum Beispiel die Bakterienbevölkerung, die auf einem Mobiltelefon zu finden ist. Andere interaktive Exponate wie der Körperscanner laden quasi zur "Reise ins Ich". Der menschliche Körper ist eine wahre Oase für Mikroben.

Micropia ist kein Gruselkabinett, sondern soll über eine unbekannte und doch so lebenswichtige Welt aufklären. Der Besucher erfährt, in tausendfacher Vergrößerung, wie Mikroorganismen leben und sich ernähren, Schimmelpilze zum Beispiel. Haig Balian ist Direktor des Amsterdamer Zoos Natura Artis Magistra und hat das Bakterienmuseum konzipiert.

"In diesem Museum geht es um die unsichtbare Welt, immerhin zwei Drittel aller lebenden Arten. Wenn man sie sichtbar macht wird klar, dass der Mensch rund zwei Kilogramm Mikroorganismen und Bakterien mit sich herum trägt. Die Hälfte des Sauerstoffs, den wir einatmen, wird von Bakterien produziert. Und wenn man sich klar macht, dass der Menschen zehnmal mehr Mikroorganismen als Zellen im Körper hat, versteht man, dass wir ein Teil dieser unsichtbaren Welt ist."

Über zwölf Jahre tüftelten Mikrobiologen niederländischer Universitäten an dem Museumskonzept. Sie wählten die Organismen aus, die auch in einer künstlich erzeugten Atmosphäre überleben können. Gefährliche Exemplare wie HIV oder Ebola sieht man aus Sicherheitsgründen nur im Modell, auf Fotos oder im Film. Wer den Mikrobenzoo gesehen und verstanden hat, den dürfte auch dieser Anblick nicht mehr schrecken: eine vergammelnde Kiwi im Zeitraffer.
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