LaCie stellt satte 96 Terabyte auf den Schreibtisch und bewegt sie schnell

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Richtig viel Speicher, richtig viel Bandbreite. Der Storage-Spezialist LaCie hat jetzt das bisher wohl leistungsfähigste Speichersystem für den Schreibtisch vorgestellt. In dieser Größenordnung ging bisher ohne Datenzentrum nicht viel - und selbst für anspruchsvolle Privatnutzer wäre das neue Produkt namens 12big komplett überdimensioniert.

Zielgruppen gibt es für LaCie hier aber durchaus: Wie beispielsweise Anwender im Videoschnitt, die große Mengen Rohmaterial mit 4K- oder gar 6K-Auflösung zu verarbeiten haben. Hier geht es nicht nur darum, dieses überhaupt auf einem lokalen Speichersystem unterbringen zu können, sondern es auch schnell genug über eine Leitung zu bekommen. Entsprechend erfolgte die Vorstellung des Produkts auch nicht auf einer der einschlägigen Technik-Messen, sondern auf der NAB, die sich an Video-Profis richtet.

96 Terabyte im Kasten

Das Storage-System wird in der Maximal-Konfiguration mit 12 Seagate-Festplatten mit jeweils 8 Terabyte Kapazität ausgeliefert. Das bedeutet dann also einen Gesamtspeicherplatz von bis zu 96 Terabyte. Wie viel davon dem Nutzer in der Praxis zur Verfügung stehen, ist abhängig von der RAID-Konfiguration. Über ein mitgeliefertes Tool lässt sich diese auf einer grafischen Oberfläche nach Wunsch anpassen - je nachdem, ob man nun beispielsweise auf viel Platz oder eine hohe Datensicherheit Wert legt.

Die wichtigste Schnittstelle für die Datenübertragung ist beim 12big der Thunderbolt 3-Port. Durch diesen und die interne Architektur des Systems lassen sich hier Bandbreiten von bis zu 2.400 Megabyte pro Sekunde erreichen. In bestimmten Konfigurationen sollen sogar 2.600 Megabyte pro Sekunde möglich sein.

Hinsichtlich des Formfaktors arbeitet Thunderbolt 3 bekanntlich auf einem herkömmlichen USB 3.1 Type-C-Anschluss. Dieser kann natürlich auch mit dem weiter verbreiteten USb-Standard verwendet werden, wobei dann natürlich nicht die maximale Geschwindigkeit erreicht wird. Für den Notfall steht aber auch noch ein normaler USB 3.0-Port zur Verfügung. Der 12big soll ab diesem Sommer ausgeliefert werden. Zum Preis machte der Hersteller noch keine Angaben.
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Dann könnte ich ja endlich mal meine Pr0n Sammlung in einem Kasten unterbringen. Gekauft!
 
@BartVCD: Der Witz ist so vorhersehbar, der muss einfach unter jeder "großen Speicher News" stehen. Was für ein Brüller
 
"...und bewegt sie schnell" - was für eine blöde Überschrift...
 
96 GB, als RAID 0 ohne Redudanz vielleicht. Wird kein vernünftiger Mensch machen.
 
@opensys: Vor allem bei Seagate Festplatten die ja doch sehr Ausfallfreudig sind.
 
@opensys: Raid 5 auch nicht :)
 
Schon wieder einen "neuen" Anschluss... miniDP, Thunderbolt, USB-C, USB-C mit Thunderbolt... Liebes Intel, kein Wunder müsst Ihr sparen, bei solchen Fehlentscheidungen!!!

Ich hätte niemals USB 3.0 und Thunderbolt getrennt von der Leine gelassen! Ich hätte von Anfang an einen neuen einheitlichen, schnellen und vielfach einsatzbereiten Anschluss vorgestellt, aber mich fragt ja keiner!
 
@AlexKeller: "Hinsichtlich des Formfaktors arbeitet Thunderbolt 3 bekanntlich auf einem herkömmlichen USB 3.1 Type-C-Anschluss."
Anscheinend hat sich da bei Intel jemand Gedanken gemacht...
 
@gutenmorgen1: Weshalb mein Frust: Weil ich meine HW alles auf Thunderbolt 1 aka miniDP umgerüstet habe. Es läuft zwar alles einwandfrei, aber wenn neue HW ansteht müsste ich das ganze Kabelgedöns wieder neu kaufen und das ist nicht gerade billig... mano!!
 
@AlexKeller: Ja mei, so ist es halt mit Technik, heute neu, morgen ein alter Hut.
 
10GBit Ethernet Anschluss wär noch ganz praktisch. Dürfte auch für 1200MB/s reichen :-)
 
Ich warte noch 10 Jahre, dann hol ich mir das Teil für 50 Euro bei ALDI und benutz es als Haus-Steuerung.
 
Naja, 96T an *Rohdatenspeicher und ob man mit Archive HDDs an ~ 2.5GB/s rankommen wird, muß sich auch zeigen.

Müßte man sich die Eckdaten mal genau ansehen, die interne Architektur, ob das SATA/1.5G ist oder SAS/12G, ob da Multiplexing passiert und so weiter und so weiter. Insbesondere: wer oder was steuert das RAID?

In Abhängigkeit von all dem würde ich mich überhaupt nicht wundern, wenn hinten stattdessen ca. 48T anliegen (RAID1), weil man nicht ernsthaft *irgendwas* anderes verwenden kann. Das sieht natürlich anders aus, wenn die ganze Geschichte hardwareseitig gut bestückt ist; dann wird irgendwann auch R5/R6 machbar, aber kostet dann halt natürlich auch den entsprechenden Extrahaufen Geld.

Besonders... verlockend... ist das Video jedenfalls nicht. RAID0 ist für so ein Setup ja wohl ein Witz.
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