Intels Compute Stick: Ein kompletter Windows-PC für die Hosentasche

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Auf der Elektronikmesse CES hat der Chiphersteller Intel seine neuen Compute Stick-Systeme nun auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In dem kleinen Plastik-Gehäuse verbirgt sich ein kompletter PC, der nur noch an ein Display angeschlossen werden muss, damit es losgehen kann.

Den Kern des Produktes bildet ein Prozessor des Typs Atom Z3735F "Bay Trail". Weiterhin verbaut Intel standardmäßig 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Festspeicher kommen Flash-Chips mit einer Kapazität von 32 Gigabyte zum Einsatz. Über einen MicroSD-Slot lässt sich der vorhandene Platz allerdings erweitern.

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Die Kommunikation nach Außen erfolgt über WLAN mit den Standards 802.11b/g/n und Bluetooth 4.0. Ein USB 3.0-Port bietet die Möglichkeit, Peripherie- und Eingabe-Geräte nach Bedarf anzuschließen. Neben diesem findet sich am Gehäuse auch noch ein Micro-USB-Anschluss wieder, an den das Netzteil für die Stromversorgung gesteckt wird.

Zielgruppe? Unklar.

Der Compute Stick soll es ermöglichen, dass der Nutzer seinen eigenen PC immer mit sich herumtragen kann - auch in Situationen, in denen selbst ein Notebook zu groß wäre. Entsprechende Ansätze gab es in der Vergangenheit schon mehrere Male, besonders erfolgreich waren diese aber nicht. Es wird sich daher erst zeigen müssen, ob es Intel gelingt, mehr als eine kleine Nische mit den Geräten zu bedienen.

Interessant ist es allerdings durchaus, dass das Unternehmen hier einen kompletten Rechner auf diese Größe schrumpft. Das mit vorinstalliertem Windows 8.1 ausgestattete System ist mit 149 Dollar auch noch recht preiswert. Voraussichtlich im März werden die ersten Geräte ausgeliefert werden können. Wer es noch etwas billiger will, wird dann auch eine noch weiter abgespeckte Version bekommen können. Intel will den Compute Stick auch in einer Linux-Variante zum Preis von 89 Dollar anbieten. Diese wird dann allerdings nur 1 Gigabyte Arbeitsspeicher und 8 Gigabyte Flash enthalten.
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Hmm, liest sich genauso wie der Micro PC von HannSpree http://www.hannspree.eu/de/computing/snnpdi1b-micro-p und gibt es sogar schon zu kaufen
 
@Odom: Ja - hat die gleichen technischen Daten. Allerdings gibt es den noch nirgendwo.
 
@Odom: Der HanSpree hat aber wohl nicht so gut abgeschlossen. Die Wärmeentwicklung soll recht beachtlich sein, wodurch die Performance ordentlich in den Keller geht.
 
Ich besitze ein Zotac PI320, der technisch identisch ist ausser die Baumasse und den RJ45 LAN-Anschluss, und benutze es als XBMC/KODI + NETFLIX Player. Bei diesem Stick vermisse ich den 802.11ac Standard bei WLAN wenn schon kein dedizierter LAN-Anschluss vorhanden. Denn bei N reicht es oft nicht um ruckelfrei und ohne ewiges Buffering FULL-HD Material anzuschauen. Folge darauf ist ein USB3 to LAN Adapter, was die Gesamtkosten wieder höher macht. Von einer Fernbedienung reden wir gar nicht, denn dann müsste auch noch ein USB-Hub her und es gäbe einfach zu viel Kabelsalat.
 
@BiTeMeNoW: Der hat doch WLAN IEEE 802.11b/g/n
Und das müsste auch für HD locker ausreichen. Da ist wohl eher der Prozessor und die integrierte Grafik die Krücke.
Ich habe derzeit ein altes Sony Vaio (C2D 2.53 GHz) am TV und streame da auch via WLAN problemlos und ohne Aussetzer zum TV (auch über XBMC).
 
@LastFrontier: Ja, ich sagte bei N reicht es oft nicht. Normalerweise steht der W-LAN Router nicht im Wohnzimmer und mit dem ganzen Overhead auf der Leitung habe ich auch mit dem Zotac PI320 ruckler. Aber sobald ich über RJ-45 gehe, sind die Probleme weg. Also liegt es nicht an der Graka. Übrigens habe ich bei Full-HD 7% Auslastung und bei Animes Hi10 1080P 65% Auslastung :)
Bei Dir geht es um Streaming. Hier wird das Viedomaterial vermutlich transcodiert und ist leichter als ein volles Abspielen.
 
@LastFrontier: Wohnst du auf dem Dorf? Für Städter macht 5GHz Support schon einen Unterschied.
 
@RocketChef: Hä? Bei mir gehtt das mit 2.4 GHz.
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