Hier seht ihr einen Smartphone-Akku in 15 min auf 100% laden

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Während die meisten Smartphone-Hersteller auf dem Mobile World Congress (MWC) mit immer mehr neuen Smartphones, bei denen Weiterentwicklungen - wenn überhaupt - eher im Detail zu erkennen sind, um die Gunst der potenziellen Kunden buhlen, geht der chinesische Anbieter Oppo einen erfrischend anderen Weg. Das Unternehmen will sich hier mit technologischen Neuerungen in Szene setzen. Neben einem neuartigen Bildstabilisator für Smartphone-Kameras gibt es hier auch eine wesentlich verbesserte Schnell-Lade-Technik zu sehen.

Das Unternehmen nennt seine neue Technologie "Super VOOC" und wir konnten sie uns in der Messe-Demonstration anschauen. Per Zeitraffer könnt ihr hier sehen, wie schnell Oppo den Akku eines Smartphones laden kann: Während andere Ansätze sich damit zufrieden geben, dass nach einer begrenzten Zeit von unter einer Stunde zumindest ein bestimmter Ladestand erreicht wird, will man hier eine ganz einfache Ansage für sich sprechen lassen: Voll in unter einer viertel Stunde.

Fast marktreif

Und tatsächlich gelingt es, bei dem Prototypen die Ladeanzeige eines durchschnittlichen Smartphone-Akkus mit 2.500 mAh in rund 15 Minuten auf die Hunder-Prozent-Marke hochzutreiben. Die nötigen Impulse dafür sollen aus dem Ladegerät kommen - aber auch der Akku wird hier wohl speziell optimiert sein. Tiefere Einblicke in die Technik wurden aber im Grunde nicht gegeben.

Beachtenswert dabei: Was Oppo hier ankündigte, ist keinesfalls eine Technik, bei der man erste Schritte im Labor machte und die irgendwann einmal verfügbar sein könnte. Nach Angaben des Unternehmens befinde sich Super VOOC bereits in einer finalen Testphase, in der es nur noch darum geht, ein paar kleinere Probleme aus der Welt zu schaffen. Noch im Laufe dieses Jahres sollen die ersten Geräte, die mit der Technologie ausgestattet sind, im Handel ankommen und den Alltag der gebeutelten Intensiv-Nutzer deutlich einfacher machen.
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mit dem erst langsam und dann schnell glaub ich nich ...
ein akku kann bis 75% sogar sehr schnell geladen werden und erst dann muss man etwas "gemächlicher" werden.
Klar kann das eine neue Technologie sein die ich nicht kenne, trotzdem glaube ich hier eher an einem Kommunikationsproblem.
 
@baeri: ist keinem aufgefallen, dass der Ladevorgang mehrfach bei 0mAh Ladestrom beginnt und bis auf mehr als 200mAh ansteigt? Oder sind das vielleicht die Füllstände diverser Akkuzellen, die soweit verkleinert wurden, damit sie schnell genug voll sind?

Anschließend bedient sich das Handy dann aus einem Akku, der innerlich aber eigentlich aus mehreren besteht.

Entladung: nach außen hin eine Akkuzelle
Aufladung: nach außen hin viele Akkuzellen
 
@MahatmaPech: mAh... ob das jetzt der Ladestrom oder ob dass die enthaltene "Kapazität" ist kann ich leider nicht ersehen... die theorie, dass es die einzelnen Zellen ist... womöglich...

Ich weiß nur, dass man Lithium (sofern es ein Li Akku ist) mit so viel Strom befeuern kann wie man will... wichtig ist dabei zu beachten dass es 1. nicht zu heiß wird und 2. die "Durchschlagskraft" der dabei benötigten SPANNUNG natürlich nicht über dem Isolationswertes sein darf...

zu Deutsch lädt man beim FAST-CHARGE (bis jetzt) immer volle Leistung (meist bestehend aus zulässigen Strom und höherer Spannung) bis eine gewisse "MAX"-Temperatur erreicht ist und regelt dann runter bis wieder eine gewisse "SOLL"-Temperatur erreicht ist dann von vorne...

Die wärme entsteht da wo der Widerstand ist... eine Energiezelle zu entwickeln ohne Innewiderstand (was die Theorie bekräftigt dass ALLE wärme im Netzteil entsteht) würde bedeuten, dass es bei einem Kurzschluss sofort Explodiert...
=> dieses Szenario kennen wir von Kondensatoren...
 
faszinierend. hab davon im radio gehört. bin gespannt ob der formfaktor des telefons aus dem video dem akku geschuldet ist. schlank sieht anders aus...
 
@Matico: Ich denke, das im Video ist ein Democase, um das neue Handy darunter (vllt ne bald öffentliche neue Version des Find 7?) noch nicht zu zeigen (und damit man sich auf das wichtige, den LAdevorgang, konzentriert)
 
Ähm...hier sieht man nicht, wie ein Akku auf 100% geladen wird, sondern wie eine Anzeige innerhalb von 15 Minuten 100% erreicht. Ist der Akku wirklich voll geladen? War er anfangs leer? Hat jemand Spannungen überprüft? Was, wenn dei Firma in Wahrheit (siehe dickes Gehäuse) einen 4000mAh Akku verbaut, ihn als leer bei 500mAh anzeigt und als voll bei 3000mAh? Dann wären die kritischen letzten 25%, die am längsten dauern, nie in der Messung. Natürlich lädt der Akku dann weiter auf 4000, zeigt aber immer 100% an. Einfach umzusetzen und nichtmal Betrug, da ja nur 2500mAh ausgelobt werden. Nur eben völlig anders als von 0 auf 100% zu laden.
 
@DailyLama: Du hast recht. Es ist kaum möglich einen Akku mit 2500 mAh in 15 Minuten zu laden, da die letzten 10% deutlich länger benötigen (exponentielle Kurve).
 
@DailyLama: Das wäre durchaus möglich, wobei deine Rechnung nicht ganz stimmt, er müsste ihn bei 2500mAh voll anzeigen und EDIT: bei nahezu null mAh zeigt er leer an. Und es müsste ein 3000Mah Akku sein. Es geht ja darum den Akku nie ganz voll zu laden, wenn man diese Art von Schnelladung verwenden will. Und es gibt durchaus auch Schnelladeverfahren die deutlich enger an die Spannungsgrenze heranladen und dann nur noch wenige Prozent zum Volladen benötigen.
 
@X2-3800: Danke für die Korrektur der Rechnung. Mir gings ja nur darum, dass der Artikel eine heute noch unbekannte Technologie kritiklos beschreibt, nur weil man eine Anzeige von 0 auf 100% springen sieht.
 
Schau ma mal, was dann wirklich auf den Markt kommt. So sehr ich im Akkubereich Neuerungen begrüßen würde, muss man einfach sagen, dass praktisch jede Woche irgendwie eine bahnbrechende Technologie gefunden wurde, irgendwas zu verbessern. Manchmal stimmt das sogar, aber die Nachteile die dabei eigentlich immer entstehen, werden verschwiegen. Also was sind hier die Nachteile?
Aber es tut sich ja was. Mit Qualcoms Quickcharge kann man in 20 Minuten auch je nach aktuellem Akkuladestand mal eben fast 40% akkuladung nachtanken.
 
@FatEric: Der Nachteil ist vermutlich, dass es wie die gefühlten 90% der anderen Akku Neuheiten nie auf den Markt kommt, oder dann möglicherweise erst viele Jahre später
 
"Hier seht ihr einen Smartphone-Akku in 15 min auf 100% laden"

Nein, tun wir nicht. Es dauert über 16 Minuten. Das wird sogar laut und deutlich in dem Video gesagt...

(Hinweis einsenden geht bei den Beiträgen ohne Autor nicht, daher in den Kommentaren)
 
Aha, da muss dann wohl ein eigener Spannungswandler im Phone eingebaut sein u. die Versorgungsspannung erhöht werden,
weil ansonsten wären min. 10 Ampere Ladestrom notwendig um einen Akku mit 2,5 Ah Kapazität in 15 min vollständig zu laden.
Das Netzteil müsste dazu min. 50 Watt Leistung bereitstellen, und 10 Ampere wird da wohl kaum über das Ladekabel fließen.
Ich denke dass das Phone z.B. mit 20 Volt u. 2,5 Ampere versorgt wird.

Edit:
Oder geht es hier nicht um eine Aufladung von 0 auf 100%?
Ok, aus den Informationen des Videos geht hervor dass der Hersteller das wohl tatsächlich meint. Von 0 auf 100% in 15 Minuten.
Das dürfte der Lebensdauer des Akkus nicht gerade förderlich sein, weil das schon eine ganz ordentliche Belastung für den Akku darstellt.
 
@Winnie2: Naja soweit ich weis unterstützt USB3.1?? auch viel höhere Spannungen und so könnte auch mit niedrigeren Kabelquerschnitten eine deutlich höhere Leistung übertragen werden. 20v 5A sollen laut wiki möglich sein. Also ca 100w
 
@X2-3800: Man kann einen Akku nicht einfach mit einer beliebigen Spannung laden. Die Spannung muss genau geregelt sein und je nach Ladezustand zwischen 3.8 und 4.2 V liegen. Li-Ion-Akkus würde man ansonsten damit zerstören. Also hier sollten tatsächlich mindestens 10 A fließen, was etwa das vierfache wäre was man üblicherweise für einen solchen Akku verwenden könnte.
 
@nablaquabla: Deine Antwort hat mich ziemlich zum Nachdenken gebracht.
Ich überlege, ob es sein kann, das die eine Methode entwickelt haben, eine Art Kreisverkehr beim Laden zu entwickeln. Das es eben nicht mehr nur ein Akku ist, sondern das sich sozusagen mehrere Akkus in einem Akkugehäuse befinden. Und das eine Ladetechnik die reihum zu und abschaltet.
Denn die Zeitspanne, BIS ein einziger, großer Akku zerstört würde, in Kombination mit ansich zu hohem Ladestrom, genau die dürfte da das Zünglein an der Waage sein.
Wenn also eine intelligente Elektronik "rechtzeitig" wieder weg bzw. weiterschalten würde, also von sagen wir Akku 1 auf Akku 2 und wenn der genug hat, dann weiter auf Akku 3 und 4 und danach wieder zurück auf 1..dann könnte es womöglich tatsächlich funtzen, das schnellladen auf die Weise, wie sie gezeigt gezeigt wird, funktioniert.
Weil eben jeder dieser "Unterakkus" rechtzeitig wieder sowas wie in Ruhe gelassen wird, quasi seine Zeit kriegt, die Zwangsfütterung zu verdauen... :-)
 
@nablaquabla:
Richtig, zum Laden des Akkus wird eine Spannung von etwa 4 Volt benötigt. Deshalb sagt ich ja Spannungswandler im Smartphone. Der Spannungswandler im Gerät macht dann aus 20 Volt u. 2 Ampere am USB-Anschluss 4 Volt u. 10 Ampere am Akku.
 
Neues Ladeteil, Akku und Algorithmus sagen mehr als deutlich aus, das man diese "Ladetechnik" überhaupt nicht mit den anderen vergleichen kann.
Das jetzt hier selbsterklärte Energieelektroniker meinen, das sie die Technik dahinter besser verstehen als die Ingenieure, ist einfach nur arrgogant und dumm.
Abwarten bis die Technik im Laden steht und dann testen...
 
@SuperSour: Bisher war OPPO immer wegweisend und hat tolle Hardware geboten. Das Oppo Find 5 war das erste Smartphone mit FHD Display, das Find 7 war das erste Gerät mit Schnellladetechnik (lange vor Qualcomm) und zudem das erste Gerät mit 2k Display. OPPO mag nicht der bekannteste Hersteller sein, aber man sollte sie nicht unterschätzen. Einzig die Software ist Geschmackssache, wobei ich aber als ehemaliger Find 7 Nutzer sagen muss, dass ich die Software und die eigenen Features sehr zu schätzen wusste.
 
@noneofthem: Erzähl mir mehr ;)
 
Bei aller Liebe zum schnell geladenen Akku. Ich frage mich immer wie gut so ein Akku das immer schnellere Laden wegsteckt. Die Abwärme bei solchen Ladevorgängen dürfte ja auch zunehmen und ist für Litium Akkus ja eher Gift.
 
@Frankenheimer: Diese Schnellladung ist der größte Schwachsinn überhaupt und Gift für den Akku. Es sollten lieber Akkus auf den Markt kommen, die bei starker Nutzung wirklich mal ihre 1-2 Tage ohne Steckdose durchhalten. Die meisten Smartphones heutzutage haben einen fest verbauten Akku, der sich nicht mehr oder nur mit großem Aufwand wechseln lässt, wo ist da also das Problem diesen über Nacht "normal" vollzuladen? Dann kann man nämlich auch davon ausgehen, dass der Akku auch nach 2 Jahren noch über 70 Prozent Kapazität besitzt ;)
 
@J1GGA: mein Smartphone schafft 2 Tage bei normalem Betrieb ohne Weiteres. Der Akku ist durch einfaches Entfernen der Gehäuserückseite wechselbar und zwar werkzeuglos, einzig einen Fingernagel ist von Nöten.

Das Ganze ist sogar ein HighEnd-Gerät, welches ebenfalls noch die Stiftbedienung mitbringt. Für gerade mal 500€ bekommt man 32GB internen Speicher und einen SD-Einschub, der wenigstens 128GB Karten verträgt.
Der erste Vertreter dieser Serie ist ebenfalls noch im Einsatz und kann (Bj. 2011) ebenfalls mit der 128GB Karte umgehen.

Bleibt nur abzuwarten, was Generation 7 der Serie in etwa 3 Jahren noch davon hat oder was alles eingespart wurde, wenn ich dann mal ein Ersatzgerät in Betracht ziehe.
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