Hi-Tech-Sendung: Nicht-linearer Ultraschall für mehr Flugsicherheit

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Beim Fliegen geht es immer zuerst um die Sicherheit. Versteckte Schäden, etwa Materialrisse oder -verschleiss zu finden, ist nicht leicht - es bleibt eine Herausforderung.

Anthony Croxford und seine Kollegen von der Universität Bristol haben eine Lösung gefunden. Sie nennen es "nicht-linearen Ultraschall". Damit erhalten Croxford und sein Team "Einblick" etwa in Metallstrukturen. Sie schicken Hunderte Tonsignale in das Material und horchen dann, wie und wo sie zurückkehren - und wie das klingt. Sie erhalten dadurch ein Bild vom "Inneren" des Metalls - und ein Bild davon, wo sich selbst leichte Schäden oder Risse befinden könnten. Derzeit können die Ingenierue sich zwar ein Bild per Ultraschall machen, allerdings nur von großen Schäden.

Mit nicht-linearem Ultraschall können sie nun auch kleinere Schäden entdecken, indem sie nicht nur eine Schallquelle benutzen, sondern Hunderte auf einmal. Croxford erklärt das so: "Das funktioniert, indem diese Energie den Riss sozusagen ‘rasseln' lässt - und zwar auf eine Art, mit der man Harmonien erhält. Man schickt also eine Frequenz hinein und erhält andere zurück. In einem rein linearen System erhält man lediglich die Frequenz zurück, die man abgeschickt hat. Mit der neuen Technik können wir einen Riss in der Nähe eines Lochs erkennen. Das ist etwa für die Luftfahrt interessant, bei Flugzeugen, wenn man sich Sorgen um Risse in der Nähe von Vernietungen macht."

Der wirklich interessante Punkt ist laut Croxford, dass man bei der neuen Methode Geräte benutzen kann, die in der Industrie bereits Verwendung finden. Die neue Technologie ist nicht nur bei Flugzeugen anwendbar. Sie kann auch in großen Metallstrukturen Risse und Strukturschwächen erkennen, etwa in Brücken.

Die Wissenschaftler glauben, dass so Metallstrukturen zukünftig besser konstruiert werden können.
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