Hi-Tech-Sendung: Eine App für Flüchtlinge und ein Handy zum Selbstdrucken

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Eine Smartphone-App für syrische Flüchtlinge in der Türkei wird derzeit immer beliebter. Die Anwendung hilft den Menschen, sich an das Leben im Nachbarland anzupassen. Die App nennt sich Gherbtna. Zu Deutsch bedeutet das so viel wie Exil, Einsamkeit, Fremde.
Gherbtna Smartphone-AppGherbtna Android-App
Die App und die dazugehörende Website bestehen aus verschiedenen Bereichen, etwa Jobangeboten, türkischen Gesetzen oder Nachrichten. App-Designer Modschahid Akil glaubt, dass sein Produkt vielen Syrern helfen kann, die vor dem Krieg im eigenen Land geflogen sind.

Akil: "Wir haben diese App vor etwas mehr als einem Jahr entwickelt, um Syrer zu unterstützen, die in der Türkei leben und die nicht wissen, wie sie Kontakt zu anderen Menschen in der Türkei aufnehmen können oder die Probleme mit dem Aufenthaltsrecht oder der Eröffnung von Bankkonten haben. Den Menschen fehlen oft bestimmte Informationen, und für sie haben wir diese App und die Website entwickelt."

Akil lebt selbst als syrischer Flüchtling in der Türkei. Er sagt, sein Produkt werde immer beliebter. Derzeit läuft die App nur auf Android-Geräten, bald soll sie aber auch für andere Smartphone-User verfügbar sein.

Akil: "Wir haben das Projekt zu zweit gestartet. Nach acht Monaten begannen wir, die App und die Website zu verfeinern, so dass sie einfacher zu nutzen war. Wir haben auch weitere Bereiche hinzugefügt. Bald wird die Anwendung auch auf iPhones und dem Windows Phone funktionieren."

Die Türkei hat ungefähr 1,7 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen, von denen rund 230.000 in Notlagern leben.

OWNFONE: Das Handy zum Selbstdrucken
Das britische StartUp OwnFone buhlt derzeit mit einer originellen Idee um Gelder. Die junge Firma aus London bietet ein Set an, mit dem jeder sein eigenes, schnickschnackfreies Handy herstellen kann. Dieses Set ermöglicht es Nutzern, eine selbstgestaltete Hülle für ein einfaches Handy zu drucken. Die Tasten können zwei- oder dreidimensional sein. So ist es auch möglich, etwa Blindenschrift aufzudrucken.

Erfinder Tom Sunderland sagt: "Wir haben eine Zeichen-App mit der Möglichkeit, ein eigenes Handy herzustellen, verbunden. Man muss also nur sein eigenes Handy gestalten. Hier ist die App. Man wählt ein Handybild mit vier Tasten und malt dann darauf, was man will. Dann nehmen wir das Design und drucken es direkt aus und man geht mit dem Handy nach Hause, das man gerade designt hat und das man sofort benutzen kann."

Das PrintFone-Kit enthält bis zu zehn Basis-Mobiltelefon-Einheiten oder "Seeds", wie OwnFone sie nennt. Mit dem Kit werden "Skins" genannte Plastikhüllen bedruckt, und zwar mit einem normalen Tintenstrahldrucker.

Danach werden sie um das Seed gelegt. Dieses wird per USB mit der FoneBuilder-App programmiert. Sunderland sagt, wer seine Hülle nicht zu Hause ausdrucken will, kann auch in den OwnFone-Laden in London kommen. "Es ist ein Entwickler-Kit, das es jedem ermöglicht, sein eigenes Handy zu Hause zu drucken, entweder am normalen Tintenstrahldrucker oder mit einem 3D-Printer. Man bekommt die Handy-Teile, die man dafür braucht, die Software, so dass man totale Freiheit hat das zu kreieren, was man möchte.

Die Möglichkeiten sind endlos, was die Herstellung eines eigenen Handys angeht." Die OwnFone-Handys sind als eine Art Ergänzung von Smartphones gedacht. Sie dienen lediglich zum Sprechen und zeichnen sich durch ihre Einfachheit aus. So gibt es nur vier programmierbare Tasten, was die Handys für Ältere, Kinder oder Menschen mit Behinderungen ideal macht.
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