Hasselblad X1D: So fotografiert man mit 10.000 Euro in der Hand

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Wie in vielen anderen Produkt-Segmenten gibt es auch bei Kameras jene, die für die breite Masse an Nutzern, und welche, die für professionelle User gedacht sind. Und dann gibt es da noch ein kleines Luxus-Segment für alle, die das gewisse Extra zu schätzen wissen - und es auch noch bezahlen können. Zu letzterer Kategorie gehört die Hasselblad X1D.

Bei dieser sollte man besser gar nicht erst einen Vergleich zu den klassischen Vollformat-DSLRs ziehen. Denn wir haben es hier mit einem System zu tun, das einen Mittelformat-Sensor mit 50 Megapixeln zur Verfügung stellt. Allein schon die Größe des Chips von 44 x 33 Millimetern sollte deutlich machen, dass dessen Fähigkeiten, Licht aufzufangen, nicht einmal ansatzweise mit dem verglichen werden kann, was ein Smartphone beim Fotografieren tut.

WYSIWYG!

Und ums Fotografieren geht es hier in aller Klarheit. Zwar bringt die Kamera der Vollständigkeit halber einen Videomodus mit, doch sticht dieser nicht gerade mit guter Qualität hervor, wie unser Kollege Alexander Böhm zu berichten weiß. Dafür feuert die Kamera aus allen Rohren, wenn sie ihrer eigentlichen Bestimmung nachkommen kann. Selbst hochwertige DSLRs werden von den Ergebnissen der Hasselblad ohne größere Mühe schlicht abgekanzelt.

Um die Ergebnisse am griffigsten zu beschreiben, dürfte das größte Ärgernis von Fotografie-Einsteigern ganz treffend sein: Man sieht ein Bild mit den eigenen Augen und schafft es schlicht nicht, dieses genau so mit der Kamera einzufangen - die Hasselblad tut aber genau dies als Rohfassung. Die gespeicherten Bilder bringen es dabei auf eine enorme Klarheit und Detailverliebtheit. Und die Aufnahmen stellen so hervorragendes Material für die Weiterverarbeitung zur Verfügung.

Das zieht natürlich Dinge nach sich: Eine RAW-Aufnahme braucht dann schonmal ihre 120 Megabyte auf dem Speicher und diese Datenmengen lassen sich auch nicht so schnell wegschreiben, dass besonders schnelle Serienaufnahmen drin wären. Und die Anschaffung der Kamera schlägt mit rund 10.000 Euro auch ordentlich ins Kontor. Dafür bekommt man aber eben auch etwas geboten, was man sonst eher vergebens suchen dürfte.

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Schönes Teil. Aber leider ein unschöner Preis - aber wenn mal Bilder von dem Teil gesehen hat, versteht man, warum die mehr kostet als ´ne EOS1200D oder dergleichen.
 
@Mordy: Naja, man bezahlt auch den Namen :)
Hasselblad war schon immer was besonderes, vor allem im Preis! :)
 
@Mordy:

Bei CANON sind grosse zahlen die Einsteiger Klasse!

4 stellige Zahlen = billige (abgespeckte) Einsteiger Modelle
3 stellig = Einsteiger Modelle für den mainstream
2 stellige = semiproffessionel
1 stellig = Profi Modelle (7D)
 
Ich finde die Videos von dem typen immer sehr gut gemacht. Es wird alles gesagt, positiv als auch negativ, es ist lustig und auch gut anzusehen.
 
Letztlich bleibt es beim alten: Die teuerste Kamera nützt nichts, wenn man damit nicht umgehen kann, bzw. man kein Verständis für Fotografie hat. Ich kenne so einige "Experten", die sich DSLRs gekauft haben und sich wundern, warum sie mit ihren Smartphones bessere Fotos machen als mit ihrer 1000 Euro und mehr DSLR.
 
@Akkon31/41: Das liegt daran, das alle nur noch draufhalten wie die Blöden, so wird's ja beim Smartphone auch gemacht (und dort ist es situationsbedingt wohl auch meist in Ordnung).

Es fehlt zumeist an wichtigem fotografischen Wissen und Können:
- Motivauswahl
- passendem Ausschnitt
- passender Optik (z. B. Riesennase und winzige Ohren wg. Portrait m. Weitwinkel)
- passendes Licht (wg. Stimmung/Ausleuchtung)
- passende Verschlußzeit (z. B. in Relation zu bewegten Motiven)
- Tiefenschärfeeinstellung mittels passender Blende (aber nein, es muß ja heute ALLES im Bild scharf sein)
- u. v. m.

Wem das alles so überhaupt noch nicht mal ansatzweise etwas sagt, wirft mir einer guten, digitalen Spiegelreflex sein Geld zum Fenster raus, weil er sie nicht richtig nutzt. Der sollte dann gleich beim Smartphone bleiben.
 
Also ehrlich gesagt, finde ich in dem Video nichts, was den Preis von 10.000 Betrag/Summe rechtfertigen würde. Der Shot mit der Frau hat auf der Sony einfach nen anderen Fokuspunkt und ist leicht überbelichtet, evtl auch günstigeres Objektiv. Die wahnsinnige Dynamik des Gebäudefotos kann ich auch nicht erkennen, das Sony Foto ist abgesehn von anderem Farbton genau gleich, wirkt auf mich sogar ansprechender. Der einzige Shot, der überzeugen kann, ist die Lowlight Aufnahme und naja dazu hätte ich auch mal gerne die restlichen Settings wie Zeit, Blende und benutztes Objektiv gewusst. 25% höherer ISO sagt nämlich absolut nichts aus, wenn die beiden völlig andere Blenden und Verschlusszeiten haben.
Alles in allem technisch perfekt gemachter Clip, der es weder in Inhalt noch in der Komik über ein irgendwie unpassendes Slapstickniveau schafft.
 
Warum nicht die neue Fuji Mittelformat? Ist günstiger, kann auch sehr gut Video. Der Unterschied zwischen der Sony und der Hasselblad empfinde ich jetzt auch nicht als gigantisch. Mit der SOny kann man sehr gute Bilder machen. Das kann ich sogar mit meiner MFT. Unglaublich was?
Männerspielzeug
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