Handyalarm: Mit alten Smartphones gegen den Klimawandel

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Durch das illegale Abholzen tropischer Regenwälder wird der Umwelt ein enormer Schaden zugefügt, der auch zum Klimawandel beiträgt. Mit einer innovativen Idee kämpft die Rainforest Connection gegen die Waldzerstörung an - und dabei spielen alte Handys eine entscheidende Rolle.

Die Rainforest Connection sammelt alte Smartphones und stattet diese mit Solarpanels aus. Die Handys werden dann in durch illegale Rodung bedrohten Waldgebieten versteckt, wo sie dann das Geräusch von Kettensägen erkennen und Mitarbeitern in der Nähe die genaue Position des Tatorts mitteilen. Dadurch lässt sich das Fällen der Bäume oft innerhalb weniger Minuten stoppen.

In der Vergangenheit konnte das Projekt via Kickstarter rund 167.000 US-Dollar einsammeln. Zum Beispiel im ecuadorianischen Regenwald sind aktuell neun Aufpasser im Auftrag der Rainforest Connection beschäftigt.
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Die Meldung gab es schon am 16.06.2015. Erster suchtreffer bei google. Also nicht ganz neu, eher aus der Archiv Ecke...
 
Schön wenn alte Technik noch eine Aufgabe bekommt. Stellt sich nur die Frage was der Umwelt mehr bring. Das Handy/Smartphone dem Recycling zu zuführen oder es zum Schutz an einen Baum zu heften. Ist aber wahrscheinlich egal, hauptsache man fängt an mal eins von beidem zu machen. Interessant wäre auch ob man ein Handy mit defektem Display dafür nutzen kann.
 
Noch besser wäre es wohl, das Handy nicht jedes jahr zu wechseln und eines so lange zu verwenden wie nur möglich. Oder eben wichtige komponenten austauschbar zu machen, so das man upgraden kann und nicht ein komplett neues Handy braucht.

Dadurch entsteht viel weniger Elektroschrott, was der Umwelt sicher mehr bringt.
 
@pcfan: Es würde ja schon erstmal reichen, wenn die Dinger Updates, wie auch ein PC, erhalten würden.
 
@Siniox: Ja auch das.
Aber die meisten kaufen sich ja ein neues Handy wegen neuer Hardware, nicht wegen Software.
Trotzdem wären Updates über mindestens 5 jahre eher 8 Jahre sehr wünschenswert.
 
@pcfan: Was beim Apfel immerhin mit Fünf Jahren auch gemacht wird.
 
Na in 5 Jahren können wir ja mit den 44 Billionen Kameras sowieso jeden einzelnen Baum betrachten...

http://winfuture.de/news,99049.html

Aber mit der Aktion hier macht die Rechnung doch Sinn - es hängt dann wohl an jedem zweiten Baum ein Handy mit einer (nicht genutzten) Kamera ;-)

Allerdings frage ich mich ob das ganze mit Satellitenfotos nicht einfacher zu lösen wäre... Bei der inzwischen möglichen Auflösung sollte es kein Problem sein jeden einzelnen fehlenden Baum automatisch auf den Fotos zu erkennen... Und der Sat fliegt sowieso 24 Stunden am Tag durch die Gegend...
 
@Stefan1979: bis der Satellit das entdeckt, das Bild am Boden ist und ausgewertet ist sind die Holzfäller aber schon über alle Berge.
 
@Eagle02: Teils hast du wohl recht - aber so schnell sind die auch nicht. Die Fällen ja nicht nur einen Baum und ziehen dann weiter sondern holzen schon einen grössere Fläche ab... Teils bauen die sich ja selber extra noch Strassen um das Zeug abtransportieren zu können... Da ist schon einiges an Vorlauf dabei und das geht nicht so dass die nach 3 Tagen wieder weg sind...

Meist bauen die auch noch ein kleines Camp mit Hütten für die Arbeiter usw.

Einfach tief in den Regenwald gehen und einen Baum "mitnehmen" ist nicht so einfach...

Und noch ein Nachtrag:

Einfach mal die Network Coverage von z.B. Ecuador ansehen... (OK - die ist nicht so aussagekräftig - aber man kann aus den Messungen schon ein paar Rückschlüsse ziehen)

https://opensignal.com/networks

Tief im Regenwald gibt es dummerweise kein Netz - die werden also nur ein paar "kleine Fische" irgendwo am Rand erwischen.... Sonst würden die Forscher im Regenwald ein Handy und kein Sat-Telefon mitnehmen...
 
Wow ist ja dann nicht so, dass es die Abholzer nicht auch wüssten.

Dann nutzt man halt einen starken Störsender, dann wird da nichts mehr gemeldet.

Somit wäre es sinnvoler für die Umwelt alte Smartphones zu recyceln, statt an Bäume zu heften.
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