Geldfresser Raumfahrt: Was die All-Touren kosten

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Die Raumfahrt ist faszinierend und teuer zugleich: Was ein Flug ins All kostet, soll eine Rechnung am Beispiel des Astronauten Scott Kelly verdeutlichen. So verdient ein Astronaut etwa 100.000 US-Dollar jährlich, hinzu kommen rund 350.000 Dollar für Ausbildung und Training. Für einen einzigen Sitzplatz in einer russischen Sojus-Rakete mit der ISS als Ziel zahlt die NASA 70 Millionen Dollar.

Nach der Ankunft kümmern sich 50 Experten in Houston rund um die Uhr um den Astronauten. Kosten: etwa 3,125 Millionen Dollar. Rechnet man weitere Investitionen hinzu, kommt so ein jährlicher Betrag von 3 Milliarden Dollar zusammen.
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Ein Schnäppchen. Die Türkei will 6 Mrd dafür das alle da bleiben.
 
@Trabant: 6 Milliarden für Versorgung von ca. 3 Milliarden Menschen und Sicherung der europäischen Außengrenzen ist sicherlich nicht zu viel verlangt. Ist auch kaum Offtopic.
 
@Invictxs: Edit: Soll natürlich 3 Mio heißen
 
Deutlich sinnvoller investiert als in Waffen und Kriege. Würde man das Geld in die Raumfahrt stecken, würden wir wesentlich schnellere Fortschritte machen. Aber Krieg und Leid ist uns anscheinend wichtiger.
 
@snaky2k8: Fortschritt bringt scheinbar nicht so schnell so viel Geld wie Waffen ein. Leider.
 
@Invictxs: Die Frage ist, bringen die weltraumreisen überhaupt noch Fortschritt oder ist das nur noch Prestige? Ich meine jetzt nicht die ganzen Satelliten und Teleskope sondern wirklich die Menschen im All.
 
@kkp2321: Du schickst wahrscheinlich auch nur Roboter in den Urlaub, gell?
 
@Niccolo Machiavelli: Du hast meine Frage beantwortet: Urlaub. Wenns nämlich nichts anderes als das mehr ist, dann sollte das nicht mehr über Steuern finanziert werden.
 
@kkp2321: Und du meine. Offensichtlich hast du keine Ahnung, was da oben passiert. Du siehst nur eine Zahl und entscheidest, dass sie zu hoch ist. Aber die heutige Trump-News und weitere zeigen ja, dass du unter vorzeitiger geistiger Ejakulation leidest. Genauso wie du hier haben vor 500 Jahren die Nörgler lamentiert, was es den bringen würde, hochseefähige Schiffe über den Atlantik zu senden.

In den USA werden für die gesamte Raumfahrt rund 50 Euro pro Person und Jahr investiert, weniger als 1 % des BIP. Selbst wenn wir nur den reichen Westen nehmen, ist es im Schnitt noch viel, viel weniger. In Anbetracht dessen, dass weit mehr als 1% der potentiellen nutzbaren Ressourcen außerhalb der Erde zu finden ist, ist das verdammt wenig. So sind mittelfristig für die Kernfusion größere Mengen HE3 notwenig. Und die gibts nur auf dem Mond. Um da hinzukommen braucht es *trommelwirbel* Raumfahrt.
 
@Niccolo Machiavelli: und wenn es 0,1% wären. Wenn da nichts bei raus kommt, ist es eine Geldverschwendung. Nicht mehr und nicht weniger.
 
@kkp2321: Na gut, dass was dabei rauskommt. Womit sich deine Einwände ja von vornherein erübrigen.
 
@Niccolo Machiavelli: Also die Zweifel werden zunehmend größer, ob die ISS für die Grundlagenforschung heute wirklich noch gebraucht wird. Da ich kein Grundlagenforscher bin, halte ich mich da bedeckt. Ich werde aber nicht aus ideologischen Ansichten mich für den Erhalt eines Projektes aussprechen, weil es "nur" 1% des BIP kostet, oder es teurere sinnlosere Projekte gibt.
Wenn die ISS keinen wirkliche Vorteil für Forschungsarbeiten darstellt, sondern sie einfach nur noch benutzt wird, weil sie da ist, dann sollte man da den Rotstift ansetzen. Nicht um die Forschung einzustellen, sondern um die Forschung effizienter zu finanzieren.
 
@kkp2321: "Da ich kein Grundlagenforscher bin, halte ich mich da bedeckt. "

Das ist das Problem: Du hältst dich nicht bedeckt.

Und es ist nicht "nur ein Projekt" sondern eine ganze Industrie. Denn die NASA packt die Geldbündel nicht in die Raumsonde und schießt dann alles in den Weltraum. Das Geld wird hier auf der Erde ausgegeben und sichert hier auf der Erde Arbeitsplätze. Selbst wenn man der Raumfahrt jeden Sinn abspricht - was definitiv falsch ist - ist die Branche an sich nicht weniger wertvoll als etwa die ganze Unterhaltungsindustrie und viele andere Bereiche. Und die dort versenkten Beträge sind vieltausendfach höher - alleine mit der Begründung, einige Leute zu bespaßen.
 
@Niccolo Machiavelli: ich habe der Raumfahrt nicht jeden Sinn abgesprochen. Ich rede lediglich vom Status Quo.
Allerdings konntest du mich jetzt nicht wirklich davon überzeugen, das die ISS derzeit noch eine Existenzberechtigung hat. Das Dingen kostet 2,2 Milliarden Euro im Jahr. Letztendlich hat sie aber ein Ablaufdatum und das ist 2024.
 
@kkp2321:
du hast schlicht keine ahnung, was da oben geforscht wird. die astronauten machen da oben KEINEN urlaub.....die setzen sich bewusst strahlung aus, nehmen ein bis zu 5% höheres krebsrisiko in kauf, um zu FORSCHEN!

es gibt material, biologie und technik-experimente, die nur unter schwerelosigkeit durchgeführt werden können. experimente für sachen, die uns hier auf der erde helfen sollen.

wer glaubt, dass das da oben alles eine reine PR-veranstaltung ist und taumerfüllung von ein paar astronauten, hat schlicht keine ahnung.

hauptsache maulen
 
@IceyJones: Und du hast diese Ahnung oder vertrittst du hier eine Überzeugung, weil die ISS schlicht "cool" ist?
 
@kkp2321: Ja. Und die beteiligten Länder haben zusammen ein BIP von annähernd 40 Billionen. Die 2,2 Milliarden sind also Peanuts.

Aber sagte Nietzsche "Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen." Das gilt in deinem Fall noch mehr als bei anderen. Vor allem, wenn man den Mist durchliest, den du von dir gibst, wenn es politisch wird. Derjenige, der sich für die Fakten interessiert findet sie.
 
@Niccolo Machiavelli: 20€ sind für mich auch Peanuts, dennoch gebe ich sie nicht für etwas aus, was ich nciht brauche. Das bleibt für mich nach wie vor kein Argument. Das Nietzsche kann ich nur zurück geben. Wenn man nämlich nicht bereit ist einzusehen, das die Luft bei ein Projekt raus ist, greift genau auch da dieses Zitat.
 
@kkp2321:
die ISS ist nicht cool......die ist nötig
warum?
erkundige dich selbst.....dir lange vorträge zu schreiben hat sich schon mehrfach als sinnlos erwiesen
 
@IceyJones: Weil diese Vorträge Inhaltslos waren.
 
@kkp2321:
wunschdenken
 
@IceyJones: Schon die Luft raus?
 
@kkp2321: Und offensichtlich liegt es alleine in deinem Ermessen, wann die Luft raus ist. Denn ein Großteil der qualifizierten Personen sieht das nämlich ganz anders. Sonst wäre das Ding nicht gebaut worden. Denn die Budgets der Raumfahrtagenturen wären mit und ohne ISS gleich ausgefallen.
 
@kkp2321: nein....die lust. es ist schlicht sinnnlos mit dir zu diskutieren, da du einfach jegeliche argumente abtust und nicht als solche anerkennst.....weil sie dir nicht in den kram passen....

da kann man sich auch mit einem esoteriker über quantengravitation unterhalten.....hat den gleichen wert
 
@IceyJones: Du bist bist mit deinem Verhalten empfänglich für Argumente indem du als aller erstes persönlich wirst? Interessant. Ich muss in Sozialkunde echt viel falsch verstanden haben.
 
@kkp2321: Welche Argumente? Außer "Das ist so", "Die ISS und ie Raumfahrt ist (zu) teuer" und "Da ist die Luft raus" hast du nix von dir gegeben. Und ausgerechnet du wirft dem Redakteur in dem anderen Thread vor, nicht zugänglich für Kritik zu sein.
 
@Niccolo Machiavelli: Und was hast du hervorgebracht? Sinngemäß doch nichts anderes.
 
@kkp2321:

ach so:
"@IceyJones: Weil diese Vorträge Inhaltslos waren."

ich glaube du musst dringend an deiner kompetenz zur korrekten differenzierung von eigen- und fremdwahrnehmung arbeiten
 
@IceyJones: Ich muss(!) schon mal gar nichts. Schon gar nicht deinen Aufforderungen nachkommen.
Wiederholt kann ich dir nur raten, dich an deine eigenen Anweisungen zu halten.
 
@kkp2321: Zum Beispiel hatte ich dir erklärt, dass die (bemannte) Raumfahrt mittelfristig für die Kernfusion wichtig sein wird. Dass der Weltraum insgesamt für die Ressourcenbeschaffung wichtig sein wird. Da kauft sich die NASA nicht einfach mal ein Buch und findet darin alles aufgeschrieben, was man wissen muss.

Dann wurde so langsam klar, dass du deine Meinung eh schon hast oder einfach nur zu dumm für Google bist. Einen Auszug der Experimente findest du auf Wikipedia. Aber natürlich nur, wenn man sich dafür interessiert.

https://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_research_on_the_International_Space_Station

Der Bauer muss ja nichts fressen, was er nicht kennt, aber es würde schon reichen, wenn du deiner Behauptung "Da ich kein Grundlagenforscher bin, halte ich mich da bedeckt. " folgen würdest.

Die eigene, stille Unwissenheit ist keine Schande. Aus der eigenen Unwissenheit heraus laut für alle Konsequenzen zu fordern dagegen schon. Vor allem, wenn sich da zweifellos schon wesentlich schlauere Leute als du den Kopf darüber zerbrochen haben.
 
@Niccolo Machiavelli: Ich habe nirgendwo behauptet das die Menschen arbeitslos auf der ISS sind. Sondern in Frage gestellt, ob die ISS für diese Experimente erforderlich ist. Bzw. auch ob Menschen für jedes einzelne Experiment erforderlich sind.
Man wird doch schlicht mal in Frage stellen dürfen ob das, was wir seit 16 Jahren da oben tun und noch weitere 8 Jahre run werden, eigentlich noch zeitgemäß ist.
In dem Punkt sind Anhänger der Wissenschaft ironischer weise gleich Blind die Religiöse Fanatiker. Kritik und Infragestellung wird nicht respektiert. Ist schon beeindruckend, das Zwei so gegensätzliche Gruppen die gleiche Krankheit haben.
 
zitat kkp:
"@Niccolo Machiavelli: Und was hast du hervorgebracht? Sinngemäß doch nichts anderes."

@kkp2321:
Niccolo erhebt auch nicht den anspruch darauf......er stellt nur fest.
du hingegen willst "gehört werden" und jeder, der anderer ansicht ist als du, hat sie eh nicht mehr alle.......richtig?

ein gar nicht mal so kleiner, und schon gar nicht feiner unterschied
 
@IceyJones: ich will gehört werden? Ich bin Antworter auf einen Post, nicht Ersteller dieser Konversation.
Nur scheine ich emotional was bei euch zu bewirken, weil ich aus eurer Sicht nahezu blasphemisch einen kritischen Ton anschlage.
 
@kkp2321:

zu :
"@Niccolo Machiavelli: 20€ sind für mich auch Peanuts"

deine relation stimmt nicht. 40 billionen zu 2.2 milliarden verhält sich wie 20 eur zu 360.000 EUR. ich denke nicht, dass du so viel verdienst ;-)

sagen wir mal 4EUR. das ist realistischer.....

das ist ein grosses bier.......oder ne gute tafel schokolade. oder ne packung kondome.

alles "sinnlos"
 
@kkp2321: DAS ist doch das PROBLEM mit DIR: Du stellst nicht die Frage, sondern du stellst fest(!), dass "die Luft raus ist", ohne den auch nur den Hauch einer Ahnung zu haben.

Zumal diese Ansicht großteils nur von Journalisten, von konservativen Politikern, wo sowieso jeder Euro in einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung ein verschwendeter Euro ist, sowie einigen Privatiers vertreten wird.

Blind und stur bist hier nur du. Menschen mit einer gewissen Bildung sind halt nicht so kurzsichtig, alles zusammenstreichen und einstellen zu wollen, dessen Sinn sich nicht aus der Lektüre von einer Handvoll Sätzen ergibt, oder gar verstehen lässt. Sogar dazu gibt es eine Studie, auch wenn sie nicht auf der ISS durchgeführt wurde: https://goo.gl/GCIzOx

Frei nach Nuhr: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten. Kritisieren oder gar Konsequenzen fordern kann man immer noch, wenn man zumindest grundlegende Expertise erworben hat.
 
@Niccolo Machiavelli:

[re:1]kkp2321 am 08.03.16 um 14:08 Uhr Submit
@Invictxs: Die Frage ist, bringen die weltraumreisen überhaupt noch Fortschritt oder ist das nur noch Prestige? Ich meine jetzt nicht die ganzen Satelliten und Teleskope sondern wirklich die Menschen im All.

Das erste ist eine klare Frage und mein gesamter erster Kommentar ist im konjunktiv geschrieben. Ich habe nicht festgestellt, ich habe kein Urteil gefällt, ich habe gefragt und zur Debatte angeregt. Letzteres ist mir sogar gelungen. Allerdings habe ich die Fanatiker angezogen, das war nicht meine Absicht.
 
@kkp2321: Wenn es dir ganz offen um die Sinnhaftigkeit der Raumfahrt ging, warum hast du dann meinen sehr konkreten Hinweis "In Anbetracht dessen, dass weit mehr als 1% der potentiellen nutzbaren Ressourcen außerhalb der Erde zu finden ist, ist das verdammt wenig. So sind mittelfristig für die Kernfusion größere Mengen HE3 notwendig. Und die gibts nur auf dem Mond." nicht angenommen?

Doch nicht etwa, weil du nur rhetorische Fragen stellst, auf die du keine Antwort akzeptierst oder überhaupt nur wahrnehmen willst?

Oder warum verlangst du, dass man dir - als jemand ohne Initiative und offensichtliches Interesse dafür - in einem öffentlichen Forum haarklein die Sinnhaftigkeit der Forschung erklärt? Meine Güte: Wenn es dich interessiert, lies die verdammten Papers, die sind alle öffentlich. Und wenn es dich nicht interessiert, dann solltest du keine Fragen stellen und deine Klappe halten.
 
@Niccolo Machiavelli: Weil ich die Weltraumforschung als solche niemals in Frage gestellt habe. Ich denke wenns um Ressourcenabbau geht, wird dies nicht bemannt geschehen.
 
@kkp2321: Und das denkst du warum? Weil wir hier auf der Erde schon so einen super Job machen, wenn es um das automatisierte Warten von Maschinen geht?

Der Ressourcenabbau auf dem Mond wird sehr wahrscheinlich hochautomatisiert aber fast unter Garantie nicht unbemannt stattfinden. Alleine die ganze Wartungstechnologie zu entwickeln, welche alle Maschinen vor Ort und sich selbst (!) warten müsste, ist viel viel aufwändiger, als den zwei Wochen langen Trip bemannt zu unternehmen. Zumindest auf absehbare Zeit.
 
@Niccolo Machiavelli: Weil Lebenserhaltungsenergien eingespart werden können. Nun müssen aber aber schon trennen ob wir auf einem Planeten etwas abbauen oder von Asteroiden oder vielleicht sogar Nebel Gase entziehen.
Bei Planeten halte ich eine Bemannung für möglich, wenn auch gleich das warscheinlich noch viele Jahrhunderte dauern wird.
Denn die besonders Rohstoffreichen Planeten sind sehr weit weg. Von einem Neben ganz zu schweigen. Wir haben ein halbes Jahrhundert gebraucht, bis die Voyager Sonden 1 und 2 das Sonnensystem verlassen haben (ich glaube 2 hats noch nicht mal). In Sachen Geschwindigkeiten, sind wir heute nicht weiter als vor 50 Jahen. Zwar sind wir technisch, auf dem Papier, zu mehr in der Lage, In der Praxis aber nicht. Zu unser Lebzeiten, wird nichts über den Mars hinaus gehen. Und selbst der lässt noch ~15-20 Jahre auf sich warten.
Bemannter Ressourcenabbau im Weltraum im großen Stil, sehe ich derzeit absolut nicht. Und mit derzeit meine ich durchaus dieses Jahrhundert.
(nun beginnt die Debatte darauf hinaus zu laufen, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte)
 
@kkp2321:
Und du denkst, wir lösen das Problem, indem wir gar keine bemannte Raumfahrt mehr durchführen? Oder wir eine an extrem kurzfristigen Motiven ausgerichtete "Sinnfrage" stellen?

50 Jahre, bis wir das Sonnensystem verlassen haben? Pioneer 10 wurde 1972 gestartet - 15 Jahre nach Sputnik. Weitere Sonden, die das Sonnensystem verlassen haben oder verlassen werden, sind Pioneer 11 sowie Voyager 1 und 2 und New Horizon.

Klar sind wir nicht viel weiter als vor 50 Jahren. Denn seit dem Ende des Weltraumrennens besteht kein nennenswerter politischer und öffentlicher Wille mehr. Dabei hatte von Braun das Konzept meines Marsflugs bereits zur Mondlandung in der Schublade. Es existierten in den 50ern sogar bereits Pläne für ein Raumschiff, das interstellare Reisen innerhalb der Lebenszeit eines Menschen ermöglicht. Das äußere Sonnensystem ab Jupiter soll damit innerhalb von Wochen erreichbar sein. Und das Ganze ließe sich mit aktueller Technologie realisieren, wenn auch nur mit Atombomben.

Aber hilft halt nix, wenn der politische Wille fehlt und sich nicht nur die Raumfahrt, sondern fast jede Forschungsunternehmung weltweit mit dem öffentlichen Unwillen herumschlagen muss, wenn man nicht gemäß Taktung der Börse für das kommende Quartal eine wissenschaftliche Revolution versprechen kann, die sich sofort in bare Münze verwandeln lässt. Du bist doch das beste Beispiel dafür: Wirtschaftlicher Nutzen nicht sofort erkennbar? -> Im Schnellschussverfahren die rhetorische Sinnfrage stellen und danach die Einmottung fordern.
 
@Niccolo Machiavelli: Da liegst du absolut falsch:

Pioneer 10 blieb bis zum 17. Februar 1998 das am weitesten von der Erde entfernte von Menschen geschaffene Objekt. Die 1977 gestartete Sonde Voyager 1 befindet sich aber inzwischen dank ihrer höheren Geschwindigkeit in größerer Distanz zur Erde.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Pioneer_10#Nach_Jupiter
 
@kkp2321: Ja und? Nur weil eine Sonde die andere überholen kann, kann die andere das Sonnensystem nicht mehr verlassen?
 
@Niccolo Machiavelli: Dir von dir genannten Sonden haben das Sonnensystem nicht verlassen. Voyager 1 und 2 sind die ersten Sonden welche das offiziell geschaft haben, die dafür konzipiert worden sind. Und diese haben 50 Jahre dafür gebraucht.
 
@kkp2321: Und das machst du am Ortsschild fest, das Voyager 2 passiert hat, der Rest aber noch nicht?

Als Ende des Sonnensystems wird in der Regel der Termination Shock genannt, dieser befindet sich je nach interstellarem "Wetter" zwischen 80 und 100 AU Entfernung zur Sonne. Und die 80 AU hat jede einzelne dieser Sonden (außer New Horizon) gepackt.

Die Sonden wurden auch nie dafür gebaut und erwiesen sich nur als unerwartet lange haltbar. Und es dauerte auch so lange, da langsam mit Swing-Bys viel billiger als schnell und direkt ist.
 
@Niccolo Machiavelli: "Als Ende des Sonnensystems wird in der Regel der Termination Shock genannt ..."
Das ist so nicht ganz richtig.
Guckst Du: http://www.astronews.com/frag/antworten/3/frage3506.html
 
@Alle: Zu den hier genannten Zahlen, das meiste Geld davon ist ja nicht weg. Ich würde die Weltraumforschung, was das finanzielle Betrifft, eher mal so als staatliche Subventionen für Firmen im Hochtechnologie Bereich bezeichnen. Sicher, Ausbildung und Gehalt der Astronauten, die sind in dem Sinne weg, fast alle "Hardware" kommt aber von Firmen.
 
@kkp2321: Die Aufenthalte auf der ISS (in dem Fall fast ein Jahr) liefern wichtige Erkenntnisse für spätere mögliche Reisen zum Mars. Und Prestige bekommt man heutzutage mit ISS Auflügen sicherlich nicht.
 
@snaky2k8: Astro Alex... kein Stück Prestige.
 
@kkp2321:
ach du wissenschafts-kritiker wieder ;-) jedesmal wennes hier um eben diese geht, steht kkp auf dem plan und moniert die ach so heftigen kosten.

fakt ist:
die zukunft der menschheit liegt im all. die erde wird in absehbarer zeit unbewohnbar werden......nicht nur wegen uns menschen......nein...wegen der sonne. die wird mit zunehmenden lebensalter immer leuchtkräftiger. in 100 mio jahren wird es auf der erde keine ozeane mehr geben, weil alles verdampft ist.

gut......wir menschen arbeiten ja gerade fieberhaft daran, diese zeit drastisch zu verkürzen, aber das nur am rande...

irgendwann müssen wir umsiedeln. wenn wir aber erst kurz vor 12 damit anfangen, die techniken dafür zu entwickeln (wegen leuten wie dir), dann ist das geschrei gross....

der mensch muss ins all.......unsere erde ist endlich
 
@IceyJones: Also die Erde wird noch ca. 1,75 Milliarden Jahre existieren. Ich glaube das wir da ein sehr entspanntes Tempo an den Tag legen dürfen, was das verlassen des Planeten angeht.
Ich habe mich auch nirgendwo gegen eine solche Entwicklung ausgesprochen, sondern die Sinnhaftigkeit derzeitiger Wege zur Debatte gestellt. Meine Überzeugung ist, die ISS ist ein Prestige Objekt und dient keiner Forschung mehr, die man nicht auch anders bewerkstelligen könnte.
 
@kkp2321:
nenne mir ein alternatives, permanentes raumlabor für langzeit tests...
 
@IceyJones: Laut eines Artikels in der Zeit seien Raumlabore nicht zwingend notwendig.
http://www.zeit.de/wissen/2013-11/iss-15-jahre-faq

Einfach mal eben aus dem Stand herausgegriffen.
 
@kkp2321:
genau.....einen eigentlich ganz guten, neutralen artikel genommen, EINEN SATZ aus dem zusammenhang gerissen herausgepickt
"Ob man für all diese Erkenntnisse wirklich ein mehrere Milliarden teures Labor im All braucht, bezweifeln einige Kritiker."
und das wenig gewichtige "einige kritiker" überbewertend voranstellen....

typische möchtegern-skeptiker-taktik

lesen, was man lesen will
 
@IceyJones: Ich bin sportlich und verweise auf einen Link der sich für die ISS ausspricht. Doch von Neutralität kann auch da nicht die Rede sein:

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/08/04/was-nuetzt-uns-die-raumstation-wissenschaft-auf-der-iss-teil-1-physik/
 
so viel kohle für n bisschen CGI. lohnt sich!
 
Ich fasse es nicht!
Nein, ich rede nicht von den angeblichen Milliarden die da ohne jeden Nachweis genannt werden, sondern darüber, wie völlig unreflektiert hier in den Kommentaren darauf reagiert wird.
Ginge es auch nur entfernt um politische Themen, würde sofort wieder "Lügenpresse" geschrien. Aber kaum geht es mal um ein technisch/wissenschaftliches Thema ... klar, dann müssen die Angaben ja exakt sein, immerhin ist Wissenschaft ja exakt.

Ernsthaft, denkt doch mal nach! Und dann schaut den Beitrag nochmal an! Und dann zückt mal euren Taschenrechner. Und jetzt erzählt mir bitte, wie man aus $ 100 Tsd (Verdienst), $ 350 Tsd (Ausbildung/Training), $ 70 Mio (an Russland), $ 3,125 Mio (50 NASA-MA am Boden) auf $ 3 Mrd kommt? Ich komme da auf gerade mal $73,575 Mio ... also 2,45% der im Video angegebenen Summe. Die im Video so lasch angedeuteten "weiteren Investitionen" machen also schlappe 97,55% aus!

Ich habe auch den Eindruck, dass immer weniger Leute in der Lage sind, große Zahlen halbwegs einzuschätzen. Ein gewisses Gefühl dafür zu entwickeln, über welche Größenordnung es sich dabei handelt. Millionen oder Milliarden ... was macht das schon für einen Unterschied!?
Dabei hätte man mit geringem Aufwand selber rauskriegen können, dass die $ 3 Mrd jährliche Kosten für einen Astronauten nicht mal ansatzweise stimmen können.
Ein Blick in den Wikipedia-Artikel zur ISS zeigt, dass die Gesamtkosten für die ISS (Entwicklung/Aufbau und Betrieb der ersten 10 Jahre) etwa 100 Mrd € betragen. Bisher waren ca. 220 Astronauten auf der ISS. Hätte jeder von denen $3 Mrd / Jahr gekostet, lägen die Kosten NUR für die Besatzung der ISS mittlerweile bei $ 660 Mrd ... irgendwas kann also an der Rechnung nicht stimmen.

Mit den vorliegenden Informationen kann ich nicht genau berechnen, was ein Astronaut pro Jahr kostet. Aber es sind mit Sicherheit ein paar Größenordnungen weniger als die im Beitrag genannten $ 3 Mrd.

Also, denkt doch einfach mal nach, bevor ihr auf die achso teure und achso böse Wissenschaft schimpft. Und glaubt nicht alles, was euch erzählt wird; schon gar nicht, wenn es so einfach zu widerlegen ist.
 
@webmantz: Ich denke mal zu den genannten Kosten kommen noch weitere Versorgungsflüge, Instanthaltung der ISS, usw, usw...

Das Video hat auch ungefähr den Informationsgehalt einer Galileo Sendung auf Pro7. Einfach irgendwelche Zahlen und Infos in den Raum werfen und Aufmerksamkeit erregen. Warum sich mit Hintergrundrecherchen auseinandersetzen für Zuschauer die eh nichts mehr kapieren und hinterfragen wollen.
 
@Manny75: Es fällt immer öfter auf, wie viele Leute keinerlei Vorstellungsvermögen zu haben scheinen, was für Mengen sich hinter Millionen oder Milliarden verbergen. Millionen sind halt meistens noch OK, aber Milliarden sind böse.

Es ist übrigens nicht so einfach, auf die schnelle verlässliche Zahlen zum NASA-Budget zu bekommen. Für 2013 habe ich zumindest folgende Zahl gefunden: Budget für den Betrieb der ISS: $2,9 Mrd. So was blödes aber auch, da mussten sie ihrem einzigen Astronauten doch tatsächlich zum 19. Dezember kündigen, weil ihnen das Geld ausgegangen ist.
 
@webmantz: Die Werte von Millionen und Milliarden sind inzwischen auch völlig aufgeweicht. Ganz extrem fällt einem das in den letzten Jahren in den Nachrichten auf. Waren vor einigen Jahren z.B. noch Millionenbeträge für irgendwelche Reparaturmassnahmen oder Renten und Krankenkassen ausreichend, wird heute alles in Milliarden gerechnet. Heute wird dann nicht mehr von 500 Millionen Euro Überschuss gesprochen, sondern von einer halben Milliarde. Der dumme Durchschnittsdeutsche sitzt dann mit dem Bier vor der Glotze und denkt sich, von irgendwas die hälfte ist ja nicht so viel wie ein Ganzes.

Davon abgesehen, glaube ich der Nasa bei den Bugetberechnungen mehr als irgendwelchen zwielichten Politikergesindel.

Das ist natürlich ein Blöder Zeitpunkt für eine Kündigung so kurz vor Weihnachten. ;)
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