Drohnen - im Dienst der Natur

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Die Sierra Nevada im Süden Spaniens. Hier sind immer häufiger Drohnen am Himmel zu sehen. In der zerklüfteten Landschaft der Region leben große Herden spanischer Steinböcke. Deren Population ist durch Krätze und Räude bedroht. Parasitenerkrankungen, die auch auf andere Tiere und den Menschen übertragen werden können.

Jetzt nutzen Wissenschaftler die Drohnen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Um die Tiere zu behandeln, müssen sie zunächst betäubt werden. Doch bis der Effekt eintritt, läuft das Tier noch etwa zehn Minuten lang weiter. Mit Hilfe der Drohnen kann es lokalisiert werden.

Auch nach dem Abklingen der Anästhesie sind die Drohnen hilfreich, denn viele Tiere sind einige Zeit orientierungslos, verlaufen sich und können so geortet werden. Durch die Verwendung von zwei Drohnen zeitgleich können Herden auch in teilweise abgeschlossene Bergbereiche getrieben werden.

Der Vorteil: So kann gezielt mit Medikamenten versetztes Futter ausgelegt werden, ohne dass andere Wildtierarten dadurch unnötig belastet werden. In Zukunft sollen die Drohnen hier auch zur Beobachtung anderer gefährdeter Arten eingesetzt werden wie z.B. dem Luchs.
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