Autonome Passagier-Drohne auf dem Weg zu ersten Praxis-Tests

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Menschen sollen in nicht allzu ferner Zukunft nicht nur mit autonomen Fahrzeugen an ihr Ziel gebracht werden, sondern auch von kleinen Fluggeräten. Als das chinesische Unternehmen Ehang ein solches System zum Jahresbeginn auf der Elektronikmesse CES ankündigte, herrschte noch Skepsis, inwieweit es sich dabei nicht einfach nur um Größenwahn einiger Drohnen-Bastler handelt. Doch nun macht die Firma erste Schritte hin zum Prozess einer Verkehrszulassung für die Ehang 184.

Das Unternehmen hat jetzt einen Vertrag mit der Regierung des US-Bundesstaates Nevada abgeschlossen, um das dort angesiedelte Testgelände für unbemannte Luftfahrzeuge nutzen zu können. Dies bedeutet freilich noch längst nicht, dass es in absehbarer Zeit eine Zulassung durch die Luftfahrtbehörden geben könnte - doch ist es immerhin ein erster Schritt. Und nicht zuletzt auch eine deutliche Ansage, dass man tatsächlich etwas hat, das nicht nur als Computer-Rendering existiert, sondern in der Praxis erprobt werden kann.

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Beim Ehang 184 handelt es sich auf den ersten Blick um einen Multicopter, wie man ihn aus diversen Drohnen-Projekten kennt. Allerdings ist das System deutlich größer und in der Mitte mit einer Kabine für einen einzelnen Passagier ausgestattet.

Technische Einzelheiten zu dem System sind nur eingeschränkt verfügbar. Bisher muss man sich auf einige Eckdaten aus dem Marketing des Unternehmens verlassen. Demnach soll die elektrisch betriebene Drohne eine Zuladung von bis zu 200 Kilogramm transportieren können. Der integrierte Akku reicht demnach für eine Flugdauer von etwas mehr als 20 Minuten und könne per Schnelllade-Funktion binnen zwei Stunden wieder aufgefüllt werden.

Die Ehang 184 soll bis zu 100 Kilometer pro Stunde schnell werden können und eine Reisehöhe von rund 500 Metern nutzen. Der Passagier muss den Multicopter nicht selbst steuern, sondern nur sein Ziel eingeben. Das Fluggerät soll den Flug dann komplett eigenständig durchführen. Die Tests in Nevada will man noch in diesem Jahr mit ersten Prototypen aufnehmen.
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Wenn ich mir vorstelle, dass ich auch in einem modernen Passagierflugzeug nur passiv hinten sitze und der Pilot mitteilt, dass der Autopilot die Landung vollkommen selbstständig durchführt (habe ich vor gut 15 Jahren erlebt), macht es eigentlich keinen Unterschied. Ein blödes Gefühl bleibt dennoch... Dann lieber einen autonomen Zug oder u-Bahn.
 
Hm, max. 100Km/h und eine Akkulaufzeit von 20 Minuten ergeben knapp 30Km Reichweite. Das heißt für die Langstrecke ist das Gerät nicht geeignet, was wiederum bedeuten würde, dass es primär im städtischen Umfeld eingesetzt werden kann. Wobei ich mir dann die Frage stelle, wie die offenen Rotoren mit den dicken Tauben und diversen anderen flugfähigen Tieren umgehen, die es in Städten gibt... Wäre blöd, wenn ein Schwarm aufsteigender Enten, Tauben,... durch die Rotoren zerlegt würde ,an denen das Geflügelgehackte mit Sicherheit Spuren hinterließe.
 
"Wobei ich mir dann die Frage stelle, wie die offenen Rotoren mit den dicken Tauben und diversen anderen flugfähigen Tieren umgehen, die es in Städten gibt... Wäre blöd, wenn ein Schwarm aufsteigender Enten, Tauben,... durch die Rotoren zerlegt würde ,an denen das Geflügelgehackte mit Sicherheit Spuren hinterließe."

Nun du beantwortest deine eigene Frage ja selbst. Ist halt das gängige Problem von Hubschrauben, Kleinflugzeugen mit Propellern oder eben die Turbinen der größeren Flieger. Bei der Größe der Rotoren gibs halt schöne Chicken Wings. Und irgendwann halt auch Verschleißerscheinungen.

Würde ich jetzt nicht überbewerten, es kommt schon mal vor, ist aber dennoch eher die Ausnahme als die Regel. Da gibt es andere größere Hindernisse wie Leitungen und beim starten und landen in Städten auch so hässliches Kleinzeugs was angesaugt werden könnte. Ne angesaugte Wäscheleine oder so wäre schon doof. xD
 
Fehler im Artikel: Nutzlast bis 100kg, Eigengewicht 200kg - zumindest stehts so im Video...
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