Abreißen, neu bauen: Microsoft zeigt Pläne für den Redmond-Campus

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Auch der Software-Konzern Microsoft plant nun ein Bauprojekt, das aus der Perspektive des Unternehmens als historisch angesehen werden kann. Der größte Teil des klassischen Campus in Redmond soll schlicht abgerissen werden, damit Platz für einen weitgehenden Neubau des Areals entsteht. Im Rahmen der umfassenden Modernisierung soll dabei auch Platz für rund 8.000 weitere Mitarbeiter an diesem Standort entstehen.

Die Gebäude auf dem rund 200 Hektar großen Gelände, das den Microsoft-Sitz in Redmond darstellt, stammen zum größten Teil aus den 1980er Jahren, als aus der kleinen Software-Firma unter Leitung von Bill Gates ein Weltkonzern wurde. Ein guter Teil der recht ikonischen Bauwerke, die sich so mancher Technik-Interessierte Besucher der Region sicherlich schon einmal angesehen hat, soll in den kommenden Monaten abgerissen werden.
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Fußwege und öffentlicher Nahverkehr

An ihre Stelle setzt das Unternehmen dann einen wesentlich moderneren Campus, dessen Außenbereiche von Fußgängerzonen und Grünflächen zur Erholung gekennzeichnet sein werden. Der einzige motorisierte Verkehrsweg, der direkt in den Kernbereich des Geländes geht, ist dann eine Bahnverbindung des öffentlichen Nahverkehrs. Hier ist schon länger eine Verlängerung geplant und im Zuge des Umbaus bekommt der Microsoft-Campus seine eigene Haltestelle, über die täglich tausende Pendler aus Seattle in ihr Büro gelangen sollen.

Im Zentrum der neuen Anlage entsteht außerdem ein zentraler Platz, der nicht nur als allgemeiner Treffpunkt genutzt werden kann, hier könnte nach den Vorstellungen der Planer auch regelmäßig ein Wochenmarkt mit Produkten aus der Region stattfinden, was die Einkaufswege der Mitarbeiter reduzieren würde. Weiterhin sollen hier auch große Freiluft-Events durchgeführt werden.

Die neuen Büro-Gebäude, die schrittweise in den kommenden fünf bis sieben Jahren entstehen sollen, werden ebenfalls wesentlich moderner gestaltet sein. Hier geht es unter anderem um die bereits bekannte Auflösung klassischer Büro-Umgebungen zu Gunsten von Team-Arbeitsflächen und flexibel gestaltbaren Räumen für die jeweils beste Arbeits-Situation.

Angeschaut: Microsofts bisheriger Campus in Redmond
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"Team-Arbeisflächen" oder auch "Großraumbüro" genannt. Ich bemitleide jedem der dem ausgesetzt ist.
 
@Memfis: Hat beides vor- und Nachteile.
 
@Edelasos: Für Lärmempfindliche Menschen ist es ein Albtraum.

Besonders wenn es Arbeitskollegen gibt, die den ganzen Tag z.B. laut mit dem Kaugummi schmatzen und mit offenem Mund kauen und andere Geräusche von sich geben.

Und gerade jetzt in Grippezeit ist es wirklich ein Traum, wenn 1-2 zu husten beginnen und die anderen den ganzen Tag Angst haben sich anzustecken.

Volle Konzentration und Leistung können viele daher nur in einem Einzelzimmer bringen.
 
@andi1983:
Dafür gibt's ANC Kopfhörer ...
 
@GRADY: besonders nützlich, wenn man oft telefonieren muss geschweige denn im team/arbeitgeber ungern gesehen wird
 
@lulumba:
Zum Telefonieren gibt's Headsets mit ANC, und ich vermute mal das Microsoft als Arbeitgeber dies unterstütz wenn es die Produktivität steigert
 
@GRADY: ich wollte mal ein drahtlos-headset haben, dass man direkt an ein dect telefon hängen kann um vernünftig telefonieren und gleichzeitig arbeiten zu können anstatt den hörer auf die schulter zu legen. kostenpunkt ~80e -> abgelehnt. mein rechner hatte damals 512mb ram. hab mir dann privat 1gb besorgt weil die kiste so arschlahm war. statt mickrigen 2*17" wären 2*24 monitore ein segen gewesen, wurde abgelehnt. wenn du einen chef hast, der das versteht haste glück, idr bekommt man nur einen blöden spruch ala "die anderen schaffen es ja auch". mit anderen worten: vieles ist möglich, ob es dann gemacht/bewilligt wird, steht auf einem ganz anderen blatt
 
@GRADY: Wie "lulumba" schon sagt ist das nicht produktiv. Ich musste mal so eine Zeit mitmachen und hatte dann normale Ohrstöpsel drin.
Was will man auch mit einem Headset, wenn man in keinem Callcenter arbeitet.

Wollte zu dem Kollegen auch nicht direkt was sagen, weil er immer sehr schnell eingeschnappt ist, und wohl den Kaugummi ab und an aus Stress/Tinitus nimmt.

Was war das Ergebnis. Zum einen wird man blöd angeschaut, weil man Ohrstöpsel drin hat. Zum anderen das ewige rein und raus, wenn doch mal das Telefon geht, oder man sieht, wenn jemand was will.

Und an dem "sieht" scheitert es am meisten. Wenn jemand vom anderen Schreibtisch etwas zu einem sagt, kommt es immer doof, wenn man es dann nicht hört.

Das Glück war, dass der Kaugummi nicht immer genutzt wurde. Und wenn,
dann sagte ich dass ich die Dinger zwecks "Konzentration" in die Ohren stecke.
 
@andi1983: hab nen kollegen, der "unterhält" 3 abteilungen gleichzeitig, weil der immer sehr euphorisch und vor allem lautstark telefonieren muss. konzentriertes arbeiten ist da kaum möglich
 
@Memfis: kommt immer drauf an wie man es umsetzt. Bei Großraumbüros denkt man zunächst mal an die großen Vertriebsbüros, wo hunderte Menschen am telefonieren sind. Da ist es einfach nur eine wirtschaftliche Entscheidung diese räumlich zusammenzufassen.
ABer bei Kreativ-Abteilungen, die häufig miteinander interagieren müssen, können solche "Team-Arbeitsflächen" für ein großes Plus an Produktivität und Kommunikation sorgen.
 
@FuzzyLogic: Ich glaube Memfis geht es weniger um "Produktivität und Kommunikation" sondern um den Stressfaktor, lärm ist einer und der ist in einem solchen Büro immer höher
 
@0711: absolut...wie soll ich einen text lesen, wenn gleichzeitig einer immer lautstark s.o. telefonieren muss. bei einzelbüros haste dann aber auch wieder den nachteil, dass es zu langweilig ist bzw. ständig einer rein und raus bzw vorbeigeht
 
@0711: Und Lärm macht bekanntlich krank - zumindest wenn es darum geht mal wieder eine Tempo 30 Zone einzurichten. Ansonsten, wenn es wirtschaftlichen Nutzen hat oder der Lärmschutz zu teuer wäre scheint Lärm im allgemeinen nicht krank zu machen.
 
@Memfis: Gucke dir mal an wie MS das in München umgesetzt hat http://www.spiegel.de/fotostrecke/neue-microsoft-zentrale-smarter-worken-in-schwabing-fotostrecke-141722.html
 
@Memfis: Teamarbeitsflächen sind keine Großraumbüros. Das sind ja dann keine Teams. Teamarbeitsflächen ist das was heute der Standard in Startups (auch in Deutschland) ist, da man dadurch Synergien nutzen kann und viel bessere Zusammenarbeit fördert. Es ist so ziemlich das Gegenteil eines Großraumbüros, wo bedingt durch den offenen Raum eine Zusammenarbeit praktisch unmöglich ist, da sonst alle anderen gestört würden.
 
"Abreißen, neu bauen" und ich dachte schon kurzzeitig es geht um den BER :/
 
@sav: Das wäre eine wirtschaftlich sinnvolle Vorgehensweise. So etwas ist beim BER nicht zu erwarten.
 
Gibt es auch einen eigenen Produktfriedhof? Oder reicht dafür die Fläche nicht?
 
@FuzzyLogic:
Der befindet sich direkt neben der Ruhmeshalle, die randvoll mit erfolgreichen Produkten ist...
 
@GRADY: randvoll ist vielleicht etwas übertrieben, aber grundsätzlich gibt es natürlich auch viele gute Microsoft Produkte, die ich auch selber nutze.
Aber die Fails sind witziger!
 
@FuzzyLogic: - Zune - Windows ME - Windows RT - Windows Phone was gibts noch? (ernst gemeint)
 
@sav: nicht chronologisch was mir ad hoc einfällt:
KIN
Microsoft Band
Microsoft Health
Windows 10 Mobile (kann man zu WP zählen)
Surface RT
Windows Vista
Groove Music
Internet Explorer
Windows 8(.1)
MSN Apps (zähle ich gesondert, obwohl sie zu WP 8.1 gehörten. Die GEsundheitsapp die ich lange gepflegt hatte wurde einfach ersatzlos gestrichen, ohne die Möglichkeit die Daten zu retten)
Kinect

Also es ich will hier nicht rumtrollen, nutzte ja selber viele MS Produkte. Aber die Liste der Fails ist in der reinen Anzahl wohl länger als die Wins. Wieso sollte man das nicht dann auch mal so sagen dürfen? Microsofts Erfolg baut halt eher auf ihre Kernprodukte auf...Windows, Office, Cloud
 
@FuzzyLogic: Vielen Dank! Sagen darf man alles, viele Produkte müssen auch wirklich eher ein Fail gewesen sein (zumindest hab ich nie von denen Gehört): KIN, Microsoft Band, Microsoft Health oder hab sie tatsächlich verdrängt weil die so schlecht waren: MSN und Games for Windows und was es nicht noch gab. Beim Internet Explorer und Windows Vista bzw. 8 würde ich aber eher widersprechen. Die haben sich doch teilweise nicht so schlecht verkaufen bzw. wurden doch ziemlich häufig benutzt.
 
@sav: ich würde noch nicht mal sagen, dass die alle schlecht waren.
Ich hatte ein Microsoft Band 2 und es wäre meiner Meinung nach auch heute noch eins der besten Fitness Tracker auf dem Markt.
Die Liste ist tatsächlich etwas inkonsitent.
Wenn man Windows als Gesamtprodukt betrachtet ist es ein WIN und läuft ja auch heute noch.
Aber die erfolreichsten Produkte sind halt die, die man schon lange im Programm hat. Versuche, neure Produkte zu etablieren sind meistens gescheitert, außer Surface und Azure.
 
@sav: kin war so eine Smartphone alternative von MS, das Band war eine SmartWatch die gar nicht Mal schlecht war aber halt wie so oft nur in den USA verfügbar war.
 
@sav: Was war an Microsoft band schlecht? Das Fitnessband in einer kompakten Bauform mit den meisten Funktionen...das hatte kein anderer Hersteller und es war praktisch auf jeder Plattform nutzbar.
 
@0711: Ich hab nie gesagt dass das Band schlecht war. Ich bin aber davon ausgegangen dass es, wenn es in der Liste von FuzzyLogic steht und ich davon vorher auch noch nie was gehört hatte, es scheinbar wirklich nicht sehr gut/populär gewesen sein kann und damit zu den Fails von Microsoft gezählt werden kann.
 
Irgendwie wirkt der alte Campus "grüner" und äußerlich architektonisch weit harmonischer als der geplante Neubau...irgendwie schade
 
@0711: Das stimmt.

Das Hauptproblem für den neuen Bau ist aber vermutlich einfach der Platz. Siehe Google Maps.
 
@0711: Kommt vermutlich daher, dass nun echte hochstudierte Manager das Ding geplant haben.
 
Schon cool was die vorhaben, aber schade um die alten Gebäude, wenigstens eins davon erhalten, als Computermuseum...
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