1 Liter, 500 Kilometer: Ein Motorrad, das auch mit Dreckwasser fährt

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Mit etwas technischem Wissen und einer Menge Phantasie hat der brasilianische Hobby-Erfinder Ricardo Azevedo in seiner Garage in São Paulo ein sogenanntes Moto Power H2O gebaut. Dafür hat er seine 23 Jahre alte Honda NX 200 in eine Art wasserbetriebenes Motorrad verwandelt. Die Maschine nutzt eine Autobatterie, um Strom zu produzieren. Mittels Elektrolyse entsteht eine Zündung, die die Energie bereitstellt, um das Motorrad anzutreiben.

Wasserstoff treibt den Motor an

Azevedo: "Dieses Gerät spaltet die Wassermoleküle in Sauerstoff und Wasserstoff. Dabei entsteht mehr Wasserstoff, und ich nutze ihn, um den Motor des Motorrads anzutreiben." Mehrere Monate testete Azevedo sein Gefährt. Jetzt sei es fertig und könne dazu beitragen, die Luftverschmutzung zu senken, sagt er. Statt Kohlendioxid kommt aus dem Auspuff lediglich harmloser Wasserdampf.

Azevedo: "Dieses Motorrad läuft mit Wasserstoff aus normalem Wasser. In einem Test bin ich mehr als 500 Kilometer mit einem Liter Wasser gefahren." Azevedo testete verschiedene Wassersorten, etwa destilliertes Wasser oder normales Trinkwasser, aber auch solches aus einem stark verschmutzten Fluss in der Gegend. Das Ergebnis war immer dasselbe. "Ich habe das verschmutzte Wasser aus dem Rio Tietê genutzt. Und zu meiner Überraschung funktionierte es mit diesem Wasser genau so wie mit sauberem Wasser. Ich benutze das Wasser aus dem Fluss nun als Treibstoff für mein Motorrad."

Alternative zu fossilen Brennstoffen?

Sicherlich nicht die einzige Antwort auf die Luftverschmutzung, aber sicher eine interessante mögliche Alternative zu fossilen Brennstoffen. Marcelo Alves ist Ingenieur und Professor an der Uni in São Paulo. Er findet das Konzept gut. Marcelo Alves: "Jedes neue Gerät oder jede Arbeit verdient Respekt. Ich habe großen Respekt vor solchen Menschen, die sich Gedanken machen und dann mit den Dingen, die sie zu Hause haben, etwas herstellen, was funktioniert."

Wasserstoff ist das häufigste Element in unserem Universum. Auf der Erdoberfläche kommt reiner Wasserstoff recht selten vor, da er sehr leicht ist. In der Regel ist Wasserstoff mit anderen Elementen verbunden, etwa im Falle von Wasser mit Sauerstoff. Die Forschung zum Wasserstoffantrieb hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen und mehrere Autohersteller sind dabei, Wagen mit diesem Antrieb auf den Markt zu bringen. Der Abschied vom Öl ist aber noch weit entfernt.

Wasserstoff-Motor ohne CO2-Ausstoß

Marcelo Alves: "Wir müssen die Öffentlichkeit darüber aufklären, dass es keine Zauberlösung für die Energiefrage gibt. Dies ist ein elektronisches Fahrzeug, es fährt nicht mit Wasser, sondern mit dem Strom der Batterie. Aber wir müssen solche Bemühungen auch von Privatpersonen unterstützen, vielleicht können wir sie auch unterstützen, damit sie wirklich ein Fahrzeug entwickeln können. Das kann dann eine Lösung für jemanden sein, der so etwas nutzen will."

Ein mit Wasserstoff angetriebener Motor läuft schadstofffrei und stößt kein Kohlendioxid aus, wie das bei regulären Verbrennungsmotoren der Fall ist. Eine Hürde ist die Entwicklung eines sicheren Behälters für den hochexplosiven Wasserstoff.
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Wow noch einer der versucht den ÖL riesen auf die nerven zu gehen.. schade, von der tollen Erfindung wird man leider nie wieder was hören oder sehen
 
@happy_dogshit: er wird vermutlich unter mysteriösen Umständen verschwinden oder bekommt ein paar Millionen als Abfindung dafür, dass er seine Pläne nie wieder jemandem zeigt
 
@frilalo: Millionen Abfindung für das Nutzen der Elektrolyse? Dafür kommt der Mann 216 Jahre zu spät.
 
@happy_dogshit: tja nach wie vor gilt die Masse machts, leider auch die These das die Heerde immer nur so schlau ist wie ihr dümmstes Tier. Unvorstellbar was mit Indivuídualismus zu erreichen wäre, was wäre wenn plötzlich die ganze Welt die jagen würden, die sich seit Jahrtausenden an den Menschen bereichern und Sie ausbeuten? Willkommen in der modernen Sklavenhalterei, heute ohne Fußkette dafür aber mit emotionalen Bedürfnissen wie Familie Hab und Gut. Wie wäre es wenn man nicht alle 4 Jahre dieses Schmierenkomödianten die geistigen Durchfall verbreiten wählen gehen würde? Wie könnte die Welt aussehen? Gerecht? da muss selbst ich anfangen zu lachen, das Leben als höchstes Gut perfekt verkauft von den Sklavenhändlern dieser Welt. Alternative Kraftstoffe? Der Bart ist länger als wir im Universum reisen können.....free your mind, free your self
 
@cheech2711: Wenn clevere Menschen nicht wählen gehen um das System zu boykottieren... Die Rechten wählen auf jeden Fall! Willst Du ne rechte Regierung? Einen zweiten Adolf?
 
Die Öl- und Autolobby werden schon zu verhindern wissen, dass so etwas simples von einem ungebildeten Buschbewohner aus einer Garage dazu führt die Welt zu verbessern.
 
@W!npast: Würde mich doch sehr wundern, angesichts der Tatsache, dass die Elektrolysezelle älter als der Verbrennungsmotor ist und man derartige Fahrzeuge für nen Fuffi als Experimentierbaukasten erwerben kann.

Mein Gott, der Mann hat nichts Neues entwickelt und mit dem Kolbenmotor wahrscheinlich noch die uneleganteste und ineffizienteste Lösung gefunden, Wasserstoff als Antriebsmittel zu nutzen...
 
Ah ja und wie kommt man nun vom Wasser zum Wasserstoff? Wo kommt die Energie her? Wasser an sich ist ziemlich unnütz. Edit: Video hat den Text überlagert, Autobatterie. Nun gut. Es mag zwar sein, dass unser Herr Daniel Düsentrieb mit einem Liter Wasser 500 km weit fahren kann, aber wie viele Kilometer reicht die Autobatterie? Sicherlicht nicht so weit, sonst könnte man ja gleich die Autobatterie auf einen Elektromotor klemmen. Jeder Umwandlung bringt Verluste.
 
@ANSYSiC: Direkt im ersten Absatz steht die Lösung: "Die Maschine nutzt eine Autobatterie, um Strom zu produzieren. Mittels Elektrolyse entsteht eine Zündung, die die Energie bereitstellt, um das Motorrad anzutreiben."
 
@Manny75: Habs gesehen, danke.
 
@Manny75: Wobei dieser Satz aber überhaupt keinen Sinn ergibt und einem eher die Nackenhaare nach oben treibt.

1. Eine Batterie produziert keinen Strom sonst hätte ich einige davon im Keller stehen.

2. Für die Elektrolyse von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff wird Energie benötigt, die in diesem Fall von der Batterie geliefert wird. Durch die Elektrolyse wird also keine "Energie bereitgestellt" und irgend eine "Zündung" entsteht da auch nicht.

3. Wenn das Gemisch aus dem entstandenen Wasser- und Sauerstoff (als Knallgas bekannt) im Motor durch die Zündkerze gezündet wird, verbrennen es zu Wasser. D.h. der Wasserstoff verbindet sich wieder mit dem Sauerstoff. Dabei wird wieder Energie frei.

Bei 3) kann, wegen den Verlusten, nur weniger Energie frei werden, als man unter 2) hineingesteckt hat. Die Energie kam also ursprünglich von der Autobatterie, so steht es ja auch ganz unten im Artikel. Die Frage die sich ANSYSiC stellt ist daher mehr als berechtigt: Wie lange hält die Autobatterie denn?

Überschlagen wir mal: Eine Autobatterie hat 60Ah bei 12V. Das ergibt 60*12VAh = 720Wh = 0,72kWh. Es befindet sich also nicht mal eine kWh in dieser Batterie. In einem Liter Benzin stecken ca. 9,2kWh Energie. Hätte seine Vorrichtung einen (nicht möglichen) Wirkungsgrad von 100% käme man also genau so weit wie mit rund 0,08 Liter Benzin
(1L / 9,2kWh * 0,72kWh). Angenommen sein Moped benötigte vor dem Umbau 3Liter pro 100km, dann käme er jetzt mit einer Batterieladung 2,7km weit.

Ich denke man muss es nicht im Details ausrechnen. ANSYSiC hat Recht: Er käme ein ganzes Stück weiter, wenn er den Verbrenner und sein "Reaktor" ausbauen und einen Elektromotor einbauen würde. Solche Roller gibt´s aber auch schon fertig entwickelt zu kaufen. Mit abgestimmten Batterien und Reichweiten auch bis 100km.
 
@micha24: Dankeschön! Die "Erfindung" kann man also getrost vergessen.
 
@micha24: Da das Motorrad sicher eine Lichtmaschine hat, wird der weitere Strom wahrscheinlich von dieser geliefert.
 
@hoffeck: soso, ein Perpetuum Mobile sozusagen :-)
 
@hoffeck: Und wenn wir noch eine zweite Lichtmaschine einbauen, können wir beim fahren auch noch das Akku des Nachbarn laden.
Oder noch besser: Wir installieren das Moped auf einem Laufband. Dann können wir das in die Garage stellen, noch hunderte Lichtmaschinen anbauen und Strom für die ganze Stadt produzieren. Genial ;D
 
@Gunni72: Wieso? Perpetuum Mobile bedeutet doch, wenn einmal gestartet würde der Motor ewig laufen... Wenn allerdings das Wasser verbraucht ist, kann kein Wasserstoff mehr produziert werden und der Motor bleibt stehen.
Ein Auto braucht die Batterie ja auch nur zum starten und läuft dann bis der Sprit alle ist...
Die Lichtmaschine liefert ja nur den Strom für die Elektrolyse...
 
@hoffeck: Die Energie kommt nicht aus dem Wasser. Die Energie kommt aus der Batterie:

Batterie->Strom->Elektrolyse->Wasserstoff->Verbrennung->Bewegung

Das Wasser wird nur benötigt um es per Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. In deinem Kommentar möchtest du aus der Bewegungsenergie per Lichtmaschine wieder Strom machen und so den Kreislauf schließen, halt wie bei einem Perpetuum Mobile.
 
@micha24: Mir ist die Elektrolyse wohl bekannt. Letzt endlich ist es aber unerheblich, ob der Strom aus der Batterie oder Lichtmaschine kommt.
Das einzige was passieren wird, da die LiMa ja einen Widerstand ausübt, dass der Motor mehr leisten muss.

Wenn aber das Wasser verbraucht ist, kann keine Elektrolyse mehr stattfinden. Aus diesem Grund kann es kein Perpetuum Mobile sein, denn das würde sich ja auf ewig selbst versorgen...
 
@micha24: Batterie->Strom->Elektrolyse->Wasserstoff->Verbrennung->Bewegung stimmt wohl nicht ganz, ab dem Zeitpunkt der Verbrennung wird dank einer Lichtmaschine wohl hoffentlich noch eine Verbindung zurück zum Strom sein, genauso wie es im Auto gemacht wird.

Die Batterie wird also wie im Auto nur am Anfang zum starten den ganzen Strom liefern müssen, danach kommt ein Teil aus der Lichtmaschine. Anders würde die Batterie niemals die 500Km reichen.

Es wurde aber auch nicht angegeben ob die 500Km am Stück gefahren wurden.
 
@Gispelmob: Das Problem ist, dass der Motor eines Autos mit einem Brennstoff versorgt wird, der nicht von der Lichtmaschine erst "erarbeitet" werden muss.

Die Energie, die man beim Zünden des Knallgases freisetzt, ist die, die man vorher bei der Elektrolyse reinstecken muss. Wenn man mal von dem unrealistischen Fall ausgeht, dass man KEINE Verluste in Form von Abwärme, etc. hat, dann könnte sich der Motor mit der Lichtmaschine gerade so am Laufen halten. Der Motor hat gerade soviel Knallgas, um die Lichtmaschine zu betreiben, die gerade so genug Elektrolyse hinbekommt, um eben diese kleine Menge Knallgas zu erzeugen.

Das Argument "irgendwann geht ja das Wasser aus" ist sinnlos. Nehmen wir einfach den Wasserdampf, kondensieren ihn wieder und leiten ihn zurück in den Tank.

Die Nachricht ist eine Ente. Das System funktioniert nicht. Man fährt nicht mit dem Wasser, man fährt mit der Energie aus der Batterie.
 
@hoffeck: @hoffeck: Dann mal rückwärts:
Sie "entnehmen" elektrische Energie aus der Lichtmaschine um das Akku zu laden. Dadurch dreht sich die Lichtmaschine schwerer und der Motor muss mehr Leistung aufbringen um sie zu drehen. Dadurch verbraucht der Motor mehr Wasserstoff. Daher muss bei der Elektrolyse mehr Wasserstoff erzeugt werden. Deswegen muss man mehr elektrische Leistung in die Elektrolyse stecken. Dadurch wird das Akku aber schneller leer. Um so mehr Sie versuchen das Akku zu laden um so mehr Energie entziehen Sie ihm um über den Motor die Lichtmaschine zu betreiben.

Da bei diesen ganzen Umwandlungen auch Energie in andere Formen, wie z.B. Wärme im Motor, übergeht, können Sie den Akku nicht mehr vollständig laden.
Der Wirkungsgrad eines Verbrennermotors liegt bei rund 40%, der Wirkungsgrad der Lichtmaschine im günstigen Fall bei 75%. Auch die Elektrolyse ist nicht "kostenlos", aber da hab ich jetzt keine Zahlen im Kopf.

Wenn wir das Moped hochbinden, so das keine Energie mehr für den Antrieb benötigt wird und die ganze Leistung voll für die Lichtmaschine zur Verfügung steht, dann kommen von 100% Energie die sie aus der Batterie entnehmen 40%*75% = 30% elektrische Energie aus der Lichtmaschine heraus. Sie verlieren also 70% Energie durch diese beiden Umwandlungen.

Das Wasser hat mit dem ganzen Vorgang überhaupt nichts zu tun, außer das es als Hilfsstoff benötigt wird. Es ist kein Energieträger. Es wird ja auch nicht verbraucht. Nach der Verbrennung tropft es hinten aus dem Auspuff. Man könnte es ja einfach wieder in den Behälter leiten.

Lassen Sie sich nicht von diesem grausam schlechten Artikel verwirren. Erinnern Sie sich an ihre Schulzeit und was Sie dort gelernt haben.
 
@micha24: alles richtig was du sagst aber zu deinem ersten Punkt, das ein Batterie keinen Strom produziert ist nicht so ganz richtig. Der chemische Prozess in der Batterie trennt Ladungen die eine Spannung erzeugen und somit Strom fließen kann ergeo die Batterie produziert Strom.
 
@Commander Böberle: Die Autobatterie ist ein Akkumulator. Sie muss zuvor geladen werden. Man muss also erst etwas hineinstecken um etwas heraus zu bekommen. Das habe ich gemeint.
 
@micha24: aso, dann ist alles Ok
 
@micha24: google mal "keshe wasser statt sprit"
 
@ANSYSiC: Überraschende Entdeckung: 1 Liter Flusswasser enthält genauso viel Wasser wie 1 Liter destilliertes Wasser. XD
 
bald schwimmt er in geld oder wird mundtot gemacht. und die "erfindung" is unerklärlich verschwunden.
 
@mTw|krafti: Das übliche esoterische Verschwörungsgelaber....
 
Wenn man eh eine Batterie hat, könnte man doch auch gleich mit dem Strom aus der Batterie fahren, als erst damit Wasserstoff herzustellen und diesen dann für einen Verbrennungsmotor zu nutzen.
 
@der_ingo: Der einzige Vorteil hierbei scheint zu sein, dass das Motorrad noch auf einem nur modifizierten Verbrennungsmotor basiert, also eine Nachrüstlösung.
 
@der_ingo: Ich schätze mal die Batterie müsste dann wesentlich grösser sein, um ein Fahrzeug anzutreiben. Ausserdem ist es auch teurer so eine große Batterie zu laden, weil Wasser ist ja kostenlos. Kann man einfach aus dem See/Fluss fischen.
 
@TobiasH: Nein, die Batterie könnte kleiner sein bei Verwendung eines E-Motors. Elektromotore haben einen besseren Wirkungsgrad als Verbrenner. Und man spart sich die Verluste die bei der Elektrolyse etc. entstehen. Außerdem auch eine Menge Gewicht.

Sorry für´s [-]. Hab mich verklickt.
 
@TobiasH: Man merkt, dass das Niveau bezüglich technischer Grundkenntnisse seit Jahren immer mehr absinkt, dein Beitrag ist ein gutes Beispiel dafür. Selbst einfache physikalische Zusammenhänge und logisches Denken wie die Abschätzung verketteter Wirkungsgrade scheint mitttlerweile viele vollkommen zu überfordern. Ein Ergebnis der Technikfeindlichkeit der letzten Jahrzehnte und der penetranten Desinformation durch esoterisches Gelaber. Erschreckend für ein Land, welches auf technisches Wissen angewiesen ist.
 
@chronos42: Ja dann stelle doch dein Wissen ehrenamtlich zur Verfügung, wenn es dich stört. Oder erspare uns dein Gelaber. Es gibt bei weitem interessantere Bereiche in die ich meine Zeit investiere. Die Menschheit hat auch ohne Technik überlebt.
 
@chronos42: Jeder Mensch hat so seine Bereiche in denen er sich gut auskennt. Er hat aber noch viel, viel mehr Bereiche in denen er sich nicht gut auskennt. Zum Glück unterscheiden sich diese Bereiche von Mensch zu Mensch, sonst hätte die Menschheit nicht überlebt.
 
@der_ingo: Ach das Perpetuum mobile oder was? Wenn man die Batterie aus dem Generator des Motorrads lädt, belastet das natürlich auch den Generator mehr und damit verbraucht man mehr Kraftstoff. Nimmt man zuhilfe chemische Katalysatoren, würde ggf. die Energie ausreichen, jedoch die Metalle des Katalysators verbraucht. Irgendwo muss man immer Energie rein stecken, dass man Wasser einfach so zu Wasserstoff und Sauerstoff spalten kann ohne entsprechend Energie zu investieren funktioniert halt nicht.
 
@rAcHe kLoS: Ich glaube er hatte sich das eher so vorgestellt, dass man mit der Batterie direkt einen Elektromotor antreibt, anstatt mit dem Strom den "Umweg" über die Elektrolyse von Wasser zu machen.
 
@rAcHe kLoS: die Batterie muss auch bei der obigen Bastelei geladen werden. Nur Wasser reinkippen reicht da nicht. Und dann hat man durch den Unsinn mit Wasserstoff-Umwandlung und ineffizientem Verbrenner einfach zu viel Verlust.
Dann lieber gleich Batterie aufladen und damit direkt elektrisch fahren, ohne den unsinnnigen Wasserstoff-Umweg.
 
Das ganze scheint sich wirklich nur deshalb zu lohnen weil er einen modifizierten Verbrennungsmotor nutzt. Ansonsten bringt ihm die Umwandung Stom -> Wasser spalten -> gase wieder oxydieren -> Motorrad antreiben keinen wirklichen "Energiegewinn". Ein reiner Elektromotor wäre vermutlich effektiver. Und niemals hat ihm die Autobatterie dazu 500 km gereicht. Der Strom ist bei dem Gefährt der limitierende Faktor nicht das Wasser.
 
Was reden alle in den Kommentaren davon, dass er von der Öllobby mundtot gemacht wird? Elektrolyse ist seit Jahrzehnten, wenn nicht, seit Jahrhunderten kein Geheimnis, dass Wasserstoff brennbar und somit als Kraftstoff geeignet ist, weiß jeder noch aus dem Chemieunterricht. Wer will, kann sich die Teile auch hier in Deutschland bestellen.
 
Hää? Hier wird angepriesen das der Herr mit 1 Liter Wasserstoff / 500 km gefahren ist. Jetzt sagt der Prof. das das Teil nicht mit Wasser sondern mit dem Strom der Batterie fährt. Und nu gehe ich von aus das der Strom für die Batterie durch den Wasserstoff erzeugt wird. Ist doch an sich ne geniale Lösung. Wo ist das Problem?
 
@Neogine: umhekert. Die Batterie erzeugt Wasserstoff. Und der wird verbrannt. Also Fährt er mit Strom.
 
@Neogine: Du hast da einiges falsch verstanden.
- Er kam mit einem Liter Wasser (nicht Wasserstoff) angeblich 500 km weit.
- Der Prof hat recht (ernsthaft).
- Der Strom der Batterie muss von einer externen Quelle kommen (evtl von einer Steckdose / einem Ladegerät), denn ansonsten hätte man ein Perpetuum Mobile (unendliche Energie oder zumindest unendlicher Kreislauf) und so etwas ist faktisch unmöglich.

Fazit Funktionsweise: Eine Batterie wandelt Wasser, mittels Elektrolyse (Aufspaltung mit Strom), in Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff wird dann in dem konventionellen Verbrennungsmotor verbrannt und treibt das Vehikel an. Bei der Verbrennung reagiert der Wasserstoff mit Sauerstoff und als Abgas kommt lediglich Wasserdampf heraus.

Das Video ist sehr reißerisch formuliert, da kann man schonmal durcheinander kommen.
 
@Neogine: Die Aussage war, dass er mit dem Wasserstoff von einem Liter Wasser 500 km weit fahren kann. Der Wasserstoff wir dabei im Motor verbrannt.
Den Wasserstoff produziert er während der Fahrt mithilfe einer Autobatterie. Wie viele km die Autobatterie hält verrät er aber nicht weil genau hier der Schwachpunkt der Idee sein wird.
 
@gutenmorgen1: Das es ein umgebautes Motorrad ist, hat es auch eine Lichtmaschine und die erzeugt bekanntermaßen Strom und kann somit einen Teil des Stromes zur Elektrolyse übernehmen. (Falls diese mitgenutzt wurde) Anders würden die 500Km niemals erreichbar sein. Dann wäre es ein Fake. Es kann auch kein Perpetuum Mobile sein, denn irgendwann ist das Wasser alle oder vorher die Batterie leer und die Lichtmaschine allein kann nicht ausreichend Strom liefern, sie kann den Ausfall des Systems nur hinauszögern.

Und man darf auch nicht vergessen, dass nicht gesagt wird ob er die 500Km am Stück gefahren ist. Vermutlich hat er die Batterie täglich geladen.
 
@Gispelmob: energetisch gesehen ist der Umweg uber die Elektrolyse sinnfrei. Man könnte das Abgas zurück in den Tank leiten , ist ja wasser. Wie mehrfach beschrieben WÄRE ein effizienter Elektromotor sinnvoller.

Und bei einem Elektrofahrzeug kannst du ja auch nicht sagen man braucht die Batterie nur zum starten, danach ubernimmt die Lima...

Wasserstoff Antrieb an sich Ware nur sinnvoll, wenn die Elektrolyse außerhalb des Systems erfolgt, das Fahrzeug also Mi Wasserstoff betankt wird. Hieran entwickeln Autohersteller schon lange, Hauptproblem ist die Diffusionsfähigkeit von Wasserstoff.
 
@Neogine: 1 Liter Wasser = ca. 55,5 Mol Wasser (ca. 18 Gramm/Mol) = knapp 1250 Liter Wasserstoff (22,4 Liter/Mol)
 
@ErSelbst: Danke, wollte gerade selber anfangen zu Rechnen :-)
 
@robs80: Also 250 l pro 100 km. ist das überhaupt noch nen zulässiger Verbrauch?
 
@robs80: Die Frage ist hier auch noch wie groß der Tank ist. Ich schätze mal so 15-18 Liter. Wenn man 18 Liter Wasser annimmt und diese auf den 500Km komplett verbraucht wurden, dann dürfte der Wasserstoffverbrauch ordentlich sein. :)
 
Der Umweg über die Elektrolyse und nachfolgende Verbrennung des Wasserstoffes erscheint mir sinnfrei. Dann habeich zwei zusätzliche und unnötige Wirkungsgrade eingebaut. Dann kann ich mit der Batterie ja gleich einen Elektromotor betreiben. Das ist sonst als würde ich am Fahrrad mit der Kurbelei einen Genarator betreiben und mit dem Strom Elektrolyse betreiben, den Wasserstoff verbrenennen und damit das Fahrrad antreiben.
 
@ralphberner: Vielleicht würde er ja auch gerne die thermische Energie des Motors nutzen, da bei dem vielen Fahrtwind und dem alten Klima in Brasilien, ihm gerne mal die Beine/ Klöten usw einfrieren. Im Ernst. So wie hier beschrieben, ist der E Motor die bessere Wahl. DA die Wärmenutzung hier nicht gegeben ist. Anders als bei einem Blockheizkraftwerk und Co-Generation. Wenn er jetzt noch eine Brennstoffzelle nehmen würde. Wäre der Wirkungsgrad deutlich höher. Aber Brennstoffzellen in Fahrzeugen.. *Ironie on* ...Daran forscht nur die dumme deutsche Autoindustrie *Ironie off*
 
Da fragt man sich wieviel Gift/Blei in die Batterie verarbeitet ist, wieviel Umwelt, Fische und Tiere durch den Staudamm, der die Energie der für das Laden der Batterie herstellt, vernichtet oder geschädigt wurde, bzw. Atomenergie die dazu genutzt wurde.
 
@harrywiens: lässt sich errechnen. Macht aber keinen Sinn, da dieses nur ein Kleiner Bruchteil der produzierten Energie ist. Das was so ein Atomkraftwerk am Tag produziert, dass verfährt der Mann nicht mal in 200 Jahren, wenn er jede Stunde seines Lebens auf dem Moped verbringt.
 
Am besten sind die letzten Sätze, " Eine Hürde ist noch die Entwicklung eines sicheren Behälters für die Speicherung de Wasserstoffs" Der Sprecher/Autor hat auch damit bewiesen, das er technische Berichte nicht Versteht. Warum sollte ich den Wasserstoff speichern, wenn ich Ihn on demand erzeuge?. Übrigens der Wasserstoffmotor ist schon soooo alt, Nicolaus August Otto würde sich im Grabe herum drehen. BMW hatte in den tiefsten neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts auch schon mal ein Wasserstoffmotor im 7er eingebaut. Dumm nur das Sie damit zu den Ölscheichs gerannt sind, die gar kein Interesse an der Technologie hatten. Was das Video zeigt, ist das man mit nen bissel Fachkenntnis und nen Chemiebaukasten sein Fahrzeug auf Wasserstoff umrüsten kann. Noch besser wäre es gewesen wenn er nen Dach mit Photovoltaik an sein Moped geschraubt hätte.
 
@robs80: Das Problem ist doch weniger die technische Umsetzung als die Zulassung.
Es gab vor Jahren mal eine Testreihe bei einer Autozeitung, da wurde ein Serien - 2er Golf Saugdiesel mit Salatöl aus dem LIDL betrieben. Der Testbericht ging über 100000km soweit ich mich erinnern kann. Das Problem war damals vor allem das Ding anzukriegen, vor allem im Winter. Wenn der Motor einmal an war, lief das Ding auch damit. Oder: Ich hab vor Jahren von einem Fall gehört, da hat sich einer eine Vorrichtung in seinen Diesel-PKW gebaut, mit der er Frittenöl fahren konnte und warmhalten konnte. Die Folge war eine Anzeige wegen Steuerhinterziehung und Gefährdung (...) .
Also Fazit:Solange das Erdöl da ist und die ganzen Nasen ordentlich verdienen, wird es auch verbrannt, da denkt auch keiner an die Umwelt. Umwelt heißt hierzulande nur den Leuten wieder Geld aus der Tasche zu ziehen. Oder warum brauchen die Autos heute genauso viel Sprit oder gar mehr wie früher? Oder warum wird soviel Wegwerf-Elektronik-Mist verkauft, wegen dem Umweltschutz?
 
Was für geistige Tiefflieger tummeln sich denn jetzt schon bei Winfuture ?

Der Typ stellt euch ein Perpetuum-Mobile vor und ihr fällt auf so eine billige Verarschung rein.
Das zeugt nicht von Verstand!

Nur mal für die nicht so streng gläubigen unter euch:
- Bei der Elektrolyse gibt es einen Energieverlust und selbst wenn er die Energie aus dem Akku zieht ist liegt der Wirkungsgrad nicht bei 100%.

- Jetzt nutzt er noch den sehr schlechten Wirkungsgrad eine Verbrennungsmotors um die Energie wieder umzuwandeln und die Leistung auf die Straße zu bekommen.

Wenn er einen Elektromotor (BLDC) nimmt und den direkt mit dem Akku speist, also ohne die vielen Energieumwandlungen, dann kann er 4 bis 8 mal so weit damit fahren.

An die Winfuture-Redaktion:
Löscht diese "tolle" Meldung besser, denn ihr seid auf einer der vielen YouTube-Verschwörungstheoretiker-Geschichten reingefallen. Das ist echt peinlich.

Was gibt es da noch?
Beliebt sind auch die Perpetuum-Mobiles die aus Magneten und Spulen bestehen.
 
@baseJump: Wäre es ein Perpetuum mobile, würde der Akku keinen Strom verlieren. Nur der liefert aber indirekt die Energie, das Wasser ist lediglich das "Bindemittel" zwischen Batterie und Verbrennungsmotor.
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