Windows 10 Preview: Eigenes ISO-Image erstellen

Windows 10, Windows 10 Technical Preview, Windows 9, Windows 10 Threshold, Guide, Quick Start Guide, Quick Guide Bildquelle: Microsoft
Microsoft liefert die aktuelle Windows 10 Technical Preview Build 9860 selbst nicht in Form von ISO-Dateien aus, sondern setzt stattdessen auf einen Vertrieb in Form von ESD-Files. Diese verschlüsselten Dateien können jedoch mit einer recht simplen Prozedur zu ISOs gemacht werden. Der Prozess ist einfacher als man denkt, daher hier eine kurze Anleitung dafür.

Wireshark verrät die Herkunft der Dateien

Hat man Windows 10 in der älteren Technical Preview Build 9841 installiert, muss man zunächst das im WinFuture Download-Center erhältliche Traffic-Sniffing-Tool Wireshark installieren. In Wireshark wird dann das gerade genutzte Netzwerkgerät ausgewählt. Als nächstes muss man dann im entsprechenden Menü von Windows, in dem die aktualisierte Preview-Build angeboten wird, einfach auf den Download-Button klicken und somit kurz das Herunterladen der neuen Build starten. Im Hintergrund zeichnet Wireshark dabei die Adresse auf, von der die Update-Funktion die neue Vorabversion herunterlädt.

Hat man den Link einmal vorliegen, kann der Download der Preview-Build 9860 über die integrierte Update-Funktion von Windows 10 wieder gestoppt werden. Über den Browser kann dann in der Folge die ESD-Datei (Electronic Software Distribution) direkt auf den Rechner geladen werden, wobei natürlich auch ein alternatives System genutzt werden kann. Die Lebensdauer der Links ist allerdings anscheinend begrenzt.

ESD Decrypter wandelt verschlüsseltes Archiv in brennbare ISO um

Der unter Windows-Enthusiasten durchaus bekanntere Entwickler Chris123NT bietet mit seinem ESD Decrypter ein relativ einfach zu nutzendes kleines Werkzeug an, mit dem sich sehr leicht aus dem verschlüsselten ESD-Archiv eine ganz normale ISO-Datei erstellen lässt. Diese kann dann mit den üblichen Methoden auf Installationsmedien gebracht werden.

Hat man Chris123NTs ESD Decrypter einmal in Form eines .7z-Archivs heruntergeladen, braucht dieses nur kurz entpackt werden. Dabei sollte man sicherstellen, dass sich die ESD-Datei von den Microsoft-Servern und das Decrypter-Tool im gleichen Ordner befinden. Jetzt muss die decrypt.cmd gestartet werden, welche ihre einfach gestrickte Oberfläche in der Eingabeaufforderung anzeigt - allerdings muss dabei beachtet werden, dass die Ausführung über das Kontextmenü mit Administratorrechten erfolgt.

Im Menü des ESD Decryption Scripts muss man den vierten Menüpunkt auswählen - wozu man einfach die Zahl 4 auf der Tastatur drückt. Es dauert dann einige Minuten, während denen das Tool die ESD-File entschlüsselt und eine ISO-Datei erstellt und in einem entsprechenden Ordner ablegt. Die ISO kann dann wie auch im Fall anderer Image-Dateien von Windows mit dem Windows 7 USB/DVD Download Tool von Microsoft auf einen USB-Stick oder einen leeren DVD-Rohling mit ausreichender Kapazität kopiert werden. Mit diesen Medien kann man die neue Windows 10-Build dann ohne weiteres vollkommen frisch auf dem jeweiligen Testgerät installieren.

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Wireshark- Datenverkehr im Netzwerk mitlesen
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Windows 10 Creators Update - ISO-Dateien
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Wenn man WireShark nicht benutzen möchte, kann man die ESD durch Windows runtergeladen werden. Die ESD Datei von der Windows Technical Preview wird in den Ordner C:\Windows\SoftwareDistribution\Download\xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (der neuste Ordner) runtergeladen.
 
Eure ISO-Dateien sind auch toll - nur laden die mit einer Geschwindigkeit von wenigen KB (ca. 50). So dauert es eeeeeeewig...
 
@frilalo: Wir betreiben eine dedizierte ein Gigabit-pro-Sekunde-Leitung in Hamburg, damit unsere Download wirklich immer schnell sind. Leider ist dem Download-Server am Wochenende der RAM ausgegangen, sodass viele Downloads aus dem Festplatten-RAID gelesen werden mussten und nicht blitzschnell aus dem Arbeitsspeicher kamen. Daher waren einige Download leider brutal langsam und wir schwer beschämt. Riesen sorry dafür! Wir haben in Windeseile mehr RAM reingesteckt und jetzt geht es schon deutlich schneller. Mehr RAM = mehr Geschwindigkeit folgt in Kürze! :) Lieben Dank für dein Verständnis!
 
Oh man das man hierfür Wireshark verwenden kann, ist doch echt schwach MS.
Eine einfache HTTPS-Verbindung und schon würde das nicht mehr so leicht gehen.

Aber ich glaube, man setzt auf unverschlüsselte Verbindungen, weil man damit die eigenen Server entlasten kann. (So kann dies ein Proxy-Server zwischenspeichern)
 
Leider geht der Link auf die Seite von Chris123NT heute/jetzt in Leere.
Wohl dem, der sich wie ich, das Tool schon heruntergezogen hat.


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