Wie kann man die Windows 10 Funktions-Updates verzögern?

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Kurz vor der Veröffentlichung des Herbst-Updates für Windows 10 haben sich die Stimmen gemehrt, die Kritik an Microsofts mittlerweile zweimal im Jahr stattfindenden Aktualisierungen geübt haben. Grund­tenor ist dabei meist, dass sich Microsoft übernommen habe und zu viele Bugs verteilt und zu wenig signifikant Neues bietet. Ob man diese Meinung teilt oder nicht: Es gibt durchaus Gründe, warum man Funktions-Updates eine Weile lang unterdrücken will. So will der eine vielleicht abwarten ob das Update Probleme macht, andere wollen womöglich ein gut laufendes System erst gar nicht anrühren.

Microsoft verteilt Updates in der Regel automatisch und im Normalfall im Verlauf mehrerer Monate, wirklich beeinflussen kann man aber nicht, wann man ein Update haben will. Oder besser gesagt: Man kann es zwar einfach schneller bekommen, ein Aufschieben ist aber nicht ganz so einfach möglich bzw. von Microsoft vorgesehen.

Es gibt allerdings einige Tricks, wie man ein Update verhindern kann, diese hängen teilweise auch davon ab, von welcher Windows 10-Version man ausgeht.
Windows 10 Fall Creators Update unterdrückenGetaktete Verbindung aktivieren

Variante 1: Netzwerkverbindung ändern

Wer kein Windows 10 Pro besitzt, der sollte seine Internet-Verbindung als "getaktete Verbindung" angeben. Das macht man über Netzwerk und Internet -> Ethernet oder WLAN -> Netzwerk und den Schieberegler, den man dort findet. Damit gibt man dem System vor, dass man für Internet nach Verbrauch bezahlt, das unterbindet auch den Download großer Aktua­li­sie­rungs­pa­ke­te. Wichtige Updates, die für den Betrieb und die Si­cher­heit von Win­dows notwendig sind, werden so dennoch weiterhin heruntergeladen.

Eine Garantie stellt das nicht dar, dass ein Download so tatsächlich unterbunden wird, bisher konnte man aber als Home-User ein Update immerhin auf diese Weise unterbinden.


Variante 2: Gruppenrichtlinie anpassen

Windows 10 kann angewiesen werden, auf die Einstellungen im Zusammenhang mit dem "Current Branch" bzw. dem "Current Branch for Business (CBB)" zu setzen, auch wenn die Begrifflichkeit CBB eigentlich im Sommer 2017 abgeschafft worden ist. Damit kann man die Installation neuer Updates um bis zu 365 Tage verschieben.

Windows 10 Fall Creators Update unterdrückenWindows 10 Fall Creators Update unterdrückenWindows 10 Fall Creators Update unterdrückenWindows 10 Fall Creators Update unterdrücken

Dazu sucht man zunächst über das Startmenü oder Cortana die Datei "mmc.exe" und führt diese per Rechtklick als Administrator aus. In der aufgehenden Konsole wählt man "Datei" aus und dann den Eintrag "Snap-Ins hinzufügen bzw. entfernen". Danach klickt man auf "Gruppenrichtlinienobjekte" und in der Mitte dann auf "Hinzufügen". Danach wählt man Fertigstellen und bestätigt das. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Sie in der Bildergalerie "Windows 10 Gruppenrichtlinie anpassen" oben.

Über die "Richtlinien für den lokalen Computer" findet man bei "Administrative Vorlagen" den Punkt "Windows-Komponenten" und dort am Ende "Windows Update", dieser ist doppelt anzuklicken.

Ganz oben ist der Punkt "Windows-Updates zurückstellen", man startet den oberen der beiden Einträge ("Funktionsupdates"), wählt "Aktiviert" und stellt dann für den "Current Branch" die gewünschte Anzahl an Tagen ein, um die das Einspielen von Updates verzögert werden soll. Es sind maximal 365 Tage möglich. Anschließend per OK bestätigen und das System einmal neustarten.

Nun werden solange keine Windows 10 Funktions-Updates eingespielt, bis die eingestellte Anzahl an Tagen erreicht ist. Windows, Stopp, Stop Windows, Stopp, Stop
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